Stallmanager/Herdenmanager/Stallmanagerin/Herdenmanagerin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Stallmanager/Herdenmanager/Stallmanagerin/Herdenmanagerin

Auch bekannt als: Stallmeister/in

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Stallungen · im Freien auf Koppeln und Weideflächen · in Lagerräumen · in Werkstätten und Scheunen · in Büroräumen
Offene Stellen44

Über den Beruf

Stallmanager/innen und Herdenmanager/innen organisieren den gesamten Tagesablauf in Tierhaltungsbetrieben. Sie stellen Futterrationen für Rinder, Schweine, Schafe oder Pferde zusammen und überwachen automatische Fütterungsanlagen. Jede Tiergruppe wird täglich auf Verhalten, Leistung und Gesundheit kontrolliert; Auffälligkeiten melden sie dem Tierarzt oder stimmen Behandlungen direkt ab. Sie reinigen und desinfizieren Ställe, steuern Entmistungs- und Lüftungstechnik und verwerten Gülle sowie Mist als Dünger. Melk- und Kühlgeräte, Tränken, Selbstfütterer oder Laufstalleinrichtungen warten sie regelmäßig. Digitale Herdenmanagementprogramme helfen dabei, Gewicht, Milchleistung oder Trächtigkeitsdaten auszuwerten und das Stallklima anzupassen. In Pferdebetrieben planen sie zusätzlich Trainingszeiten, Hufpflege und tierärztliche Checks. Als Führungskraft koordinieren sie Mitarbeitende, kalkulieren Futterkosten und achten strikt auf Tierschutz und Arbeitssicherheit.

Ausbildung & Zugang

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Stallmanager/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.751 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 2.844 € und 4.901 €. Faktoren wie Tierart, Betriebsgröße und dein Verantwortungsbereich können das Einkommen zusätzlich beeinflussen.

Wie sind die Berufsaussichten als Stallmanager/in?

Die Berufsaussichten als Stallmanager/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Jobs frei werden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040, sodass der Wettbewerb langfristig etwas zunimmt.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Stallmanager/in?

Die Tätigkeit wechselt zwischen Stall, Koppel, Werkhalle und Büro und beinhaltet viel Gehen, Stehen sowie körperliche Handarbeit. Du bedienst Fütterungsautomaten, Melk- und Entmistungsanlagen und steuerst per Software Fütterungs- oder Besamungsprogramme. Schutzkleidung wie Overall, Handschuhe oder Atemschutz ist Pflicht, während du gleichzeitig Mitarbeitende anleitest und Tierwohl sicherstellst.

Womit arbeitet man als Stallmanager/in?

Du hast täglich mit den Tieren selbst – Rinder, Schweine, Pferde oder Schafe – und mit Technik wie Melk- und Entmistungsanlagen, autonomen Fütterungsrobotern oder Sensorik zur Stallklimaüberwachung zu tun. Auch Daten zu Milchmengen, Gewicht und Trächtigkeit sowie Trainings- und Futterpläne gehören zu deinen wichtigsten Arbeitsmitteln. Ergänzend kommen Futter, Mist, Gülle und Reinigungs- oder Desinfektionsmittel zum Einsatz.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Stallmanager/in?

Fachliche Lehrgänge in Tierzucht und -haltung, Landwirtschaft oder Tiermedizin vertiefen dein Know-how und können dich für Spezialaufgaben qualifizieren. Je nach Betriebsprofil sind auch Schulungen in Weinbau oder anderen agrarischen Bereichen möglich.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Stallmanager/in?

Aufstieg gelingt häufig über eine Meisterprüfung, z. B. als Tierwirtschaftsmeister/in in der Rinder-, Schweine- oder Geflügelhaltung oder als Pferdewirtschaftsmeister/in für Pferdezucht bzw. Pferdehaltung und Service. Mit ausreichender Berufspraxis kannst du zudem ein Bachelor- oder Masterstudium in Agrarmanagement oder Pferdewirtschaft anschließen und so Führungsaufgaben in größeren Betrieben übernehmen.

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