Schiffselektriker/Schiffselektrikerin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Schiffselektriker/Schiffselektrikerin

Auch bekannt als: Marine Electrician (m/f)

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsorteauf Schiffen · in Werkhallen · auf Docks
Offene Stellen56

Über den Beruf

Schiffselektriker/innen installieren Generatoren, Transformatoren, Stromverteiler und Meldeeinrichtungen, legen Kabelwege an und schließen Leitungen an. Sie lesen Stromlauf- und Montagepläne, programmieren Steuerungen und definieren Parameter, damit das Bordnetz stabil bleibt. Beim Neubau oder während Dockzeiten fertigen sie Sonderbauteile durch Sägen, Bohren, Löten oder Schweißen. Sie montieren und prüfen Schutzschalter, Erdungen sowie automatische Abschaltungen und dokumentieren jede Messung. Tritt eine Störung auf, grenzen sie den Fehler mit Messgeräten ein, ersetzen Bauteile oder beheben Kurzschlüsse. Regelmäßig warten sie Beleuchtungsanlagen, Batterien und Notstromaggregate und koordinieren die Intervalle mit Maschinen- und Brückencrew. Mit Smart Shipping binden sie Sensorik und regelungstechnische Systeme in datenbasierte Bordsysteme ein, um Energieverbrauch und Sicherheit gezielt zu optimieren.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für den Einstieg wird oft eine Ausbildung im Bereich Elektronik vorausgesetzt.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Schiffselektriker/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.208 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.517 € und 5.244 €. Manche Reedereien zahlen zusätzlich Zulagen für Bord­einsätze oder Schichtarbeit, sodass dein tatsächliches Einkommen höher ausfallen kann.

Wie sind die Berufsaussichten als Schiffselektriker/in?

Die Berufsaussichten als Schiffselektriker/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch, offene Stellen bleiben lange unbesetzt – das verschafft dir Vorteile bei Bewerbungen. Viele Altersabgänge kommen hinzu, wodurch zusätzliche Jobs frei werden. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern weiter, Arbeitgeber müssen also länger suchen. Einziger Wermutstropfen: Die Gesamtbeschäftigung in diesem Berufsfeld schrumpft leicht, was den Markt langfristig etwas verkleinern könnte.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Schiffselektriker/in?

Du trägst Schutzkleidung wie Handschuhe, Ölzeug und Sicherheitsschuhe und bist Lärm, Vibrationen, Kälte oder salzhaltiger Feuchtigkeit ausgesetzt. Der Job erfordert langes Gehen und Stehen sowie die Bereitschaft, für längere Zeit vom Wohnort abwesend zu sein.

Womit arbeitet man als Schiffselektriker/in?

Zum Alltag gehören Generatoren, Transformatoren, Schaltschränke und Spannungsverteiler ebenso wie Schweiß- und Lötgeräte, Kabelstränge oder Stromschienen. Du nutzt Messgeräte, um Stromkreise zu prüfen, und greifst auf Wartungspläne, Schaltunterlagen sowie technische Zeichnungen zurück, um Arbeiten zu dokumentieren und zu planen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Schiffselektriker/in?

Fachspezifische Kurse in Schiffbau- und Meerestechnik, elektrischer Energie- und Anlagentechnik oder MSR-Technik halten dein Wissen aktuell. Du kannst dich außerdem in Normen, Sicherheits- und Prüfbestimmungen oder in Wartungs- und Instandhaltungsstrategien fortbilden, um verantwortungsvollere Aufgaben zu übernehmen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Schiffselektriker/in?

Mit Berufserfahrung kannst du eine Meisterprüfung ablegen, zum Beispiel als Elektrotechnikermeister/in oder Industriemeister/in Elektrotechnik, und damit Leitungsfunktionen an Bord oder in der Werft übernehmen. Ein Bachelor- oder Masterstudium in Schiffsbetriebstechnik, Schiffbau, Meerestechnik oder Energietechnik eröffnet dir darüber hinaus technische Führungspositionen oder den Wechsel in Planung und Engineering.

56 Stellenangebote ansehen