Elektroniker/Elektronikerin für Maschinen und Antriebstechnik nach der Handwerksordnung – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Elektroniker/Elektronikerin für Maschinen und Antriebstechnik nach der Handwerksordnung

BerufsfeldTechnik & Elektro
Dauer3,5 Jahre
Ausbildungsplätze253

Über den Beruf

Elektroniker/innen für Maschinen und Antriebstechnik montieren, programmieren und warten Elektromotoren, Generatoren und komplette Antriebssysteme. Aus Lagern, Wellen, Wicklungen und Steuerungselektronik setzen sie in der Werkstatt neue Aggregate zusammen oder überholen defekte Geräte. Mit Multimeter und Prüfsoftware messen sie Spannungen, Ströme und Isolationswerte, demontieren Baugruppen, entfernen Verschleißteile und fertigen fehlende Komponenten notfalls auf Dreh- oder Fräsmaschinen selbst an. Störungen lokalisieren sie systematisch, passen Steuerungsprogramme an und nehmen reparierte Maschinen wieder in Betrieb. Bei Kundenbesuchen beurteilen sie Anlagenausfälle, erstellen Kostenvoranschläge und weisen Personal in den sicheren Umgang mit den modernisierten Systemen ein. Über Fernwartung oder mobile Apps überwachen sie vernetzte Antriebe und spielen Updates ein, damit Produktions- oder Klimaanlagen zuverlässig laufen.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung im Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3,5 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Elektroniker/in für Maschinen und Antriebstechnik?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.242 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.480 € und 5.285 €.

Wie lange dauert die Ausbildung als Elektroniker/in für Maschinen und Antriebstechnik?

Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre. In Absprache mit Betrieb und Berufsschule kannst du sie bei sehr guten Leistungen unter bestimmten Voraussetzungen verkürzen.

Welche Schulfächer sind wichtig für Elektroniker/innen für Maschinen und Antriebstechnik?

Für die Ausbildung sind vor allem Mathematik, Physik, Werken/Technik und Informatik wichtig. Die Formelsicherheit aus Mathe hilft dir beim Berechnen von Strömen und Leistungen. Physik vermittelt das nötige Verständnis für elektrische und mechanische Abläufe, während Werken/Technik und Informatik dich auf das Montieren von Baugruppen sowie das Einrichten von Steuerungssoftware vorbereiten.

Ist der Beruf als Elektroniker/in für Maschinen und Antriebstechnik körperlich anstrengend?

Der Beruf ist durchaus körperlich anspruchsvoll. Du arbeitest häufig in gebückter Haltung, über Kopf oder in engen Anlagen, hebst Bauteile und brauchst kräftige Arme und Hände. Zusätzlich sind ein gutes Farb- und räumliches Sehvermögen sowie widerstandsfähige Haut und gesunde Atemwege nötig, weil du mit Kabelkennfarben, feinen Bauteilen und gelegentlich mit Chemikalien arbeitest.

Wie sind die Berufsaussichten als Elektroniker/in für Maschinen und Antriebstechnik?

Die Berufsaussichten sind ausgeglichen. Aktuell herrscht hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch weitere Jobs frei werden. Bis 2040 schrumpft jedoch die Beschäftigung, sodass das Wachstum langfristig begrenzt bleibt.

Welche digitalen Skills braucht man als Elektroniker/in für Maschinen und Antriebstechnik?

Gefragt sind Kenntnisse in modernen Fertigungs- und Vernetzungstechnologien. Dazu gehören 3-D-Druck für Prototypen, 5G-basierte Kommunikation in vernetzten Anlagen, Augmented-Reality-Anwendungen für Wartung, CAM-Software zum Anpassen von Steuerungsprogrammen sowie der Umgang mit Sensorik und Aktorik in autonomen Transportsystemen und Gebäudetechnik.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Elektroniker/in für Maschinen und Antriebstechnik?

Du wechselst zwischen Werkstatt, Produktionshalle und Kundenstandort und arbeitest sowohl mit Maschinen als auch am Bildschirm. Schutzkleidung wie Handschuhe, Sicherheitsschuhe oder Schutzbrille ist Pflicht, da Unfallgefahr bei stromführenden Teilen oder Arbeiten auf Leitern besteht. Präzisionsarbeit, Schicht- oder Rufbereitschaft und das Einhalten strenger Sicherheitsvorschriften prägen den Alltag.

Womit arbeitet man als Elektroniker/in für Maschinen und Antriebstechnik?

Zum Einsatz kommen Dreh-, Fräs- und Prüfmaschinen, 3-D-Drucker, Isolations- und Hochspannungsprüfgeräte sowie Diagnosesoftware. Du verarbeitest Metall- und Kunststoffbauteile, Hydraulik- und Pneumatikkomponenten und arbeitest mit Schaltplänen, Stücklisten und Wartungsprotokollen. Handwerkzeuge wie Zangen und Schraubendreher begleiten dich genauso wie CAD- und Betriebssysteme für die Dokumentation.

Kann man sich als Elektroniker/in für Maschinen und Antriebstechnik selbständig machen?

Ja, nach bestandener Meisterprüfung kannst du dich in die Handwerksrolle eintragen lassen und einen eigenen Elektromaschinenbauer- oder Elektrotechnikerbetrieb gründen. Informationen zu Finanzierung und Formalitäten erhältst du beispielsweise beim Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnik-Handwerke (ZVEH).

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Elektroniker/in für Maschinen und Antriebstechnik?

Aufstiegschancen eröffnen sich vor allem über eine Weiterbildung zum Elektromaschinenbauermeister/in oder zur Techniker/in – Elektrotechnik (Automatisierungs- oder Energietechnik). Mit dem Meistertitel kannst du einen eigenen Betrieb anmelden und Lehrlinge ausbilden, während dich der Technikerabschluss für Team- oder Projektleitungen im Maschinenservice qualifiziert. Wenn du weiter studieren willst, schaffen ein Bachelorstudium Elektrotechnik oder Energietechnik und anschließend ein Masterstudium den Weg in Prozessmanagement oder Entwicklungsabteilungen.

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