Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Elektrotechnik Schwerpunkt Automatisierungstechnik/Bachelor Professional in Technik
Auch bekannt als: Automatisierungstechniker/in (Elektrotechnik) · Elektroniktechniker/in (Automatisierungstechnik) ·
Über den Beruf
Automatisierungstechniker/innen der Fachrichtung Elektrotechnik entwickeln Steuerungs- und Regelungslösungen für Maschinen, Fertigungsstraßen und Gebäude. Sie bauen Prototypen, setzen Schaltpläne in Leiterplattenlayouts um und testen die Baugruppen mit CAD- und 3D-Simulationstools. SPS-Steuerungen programmieren sie in eigener Software, binden Sensorik, Aktorik und Antriebe ein und dimensionieren Kabel, Messfühler sowie Regler. Bei Kundenaufträgen erarbeiten sie Pflichtenhefte, kalkulieren Zeit- und Materialaufwand, erstellen Präsentationsunterlagen und projektieren komplette Automatisierungssysteme. In der Fertigung organisieren sie Abläufe, weisen Mitarbeitende an, überwachen Montage und Inbetriebnahme und führen Funktions- sowie Qualitätsprüfungen durch. Treten Störungen auf, lokalisieren sie die Fehler, ersetzen defekte Komponenten oder passen die Software an. Zusätzlich unterstützen sie Vertrieb, Einkauf und Service, indem sie technische Fragen klären und Optimierungsvorschläge vorstellen.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen3
- I.d.R. einschlägiger anerkannter Ausbildungsberuf
- Zusätzlich Berufspraxis
- Je nach Bundesland Hauptschulabschluss oder mittlerer Bildungsabschluss
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Automatisierungstechniker/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.222 € brutto im Monat. Mit zunehmender Erfahrung und je nach Region kannst du zwischen 4.230 € und 6.499 € verdienen.
Wie lange dauert die Weiterbildung als Automatisierungstechniker/in?
Die Weiterbildung zum/zur Automatisierungstechniker/in dauert in Vollzeit meist rund zwei Jahre. Entscheidest du dich für eine berufsbegleitende Teilzeitform, musst du mit drei bis vier Jahren rechnen.
Ist der Beruf als Automatisierungstechniker/in körperlich anstrengend?
Der Job erfordert eine gewisse Geschicklichkeit, gilt aber nicht als Schwerstarbeit. Wichtig sind funktionsfähige Arme und Hände, sicheres Farbsehen für Kabelkennzeichnungen sowie gutes räumliches Sehvermögen, um Schaltpläne und Bauteile präzise umzusetzen.
Wie sind die Berufsaussichten als Automatisierungstechniker/in?
Die Berufsaussichten als Automatisierungstechniker/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind für Arbeitgeber schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040, sodass das Jobangebot etwas abnimmt. Dennoch sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, weil Firmen länger nach geeignetem Personal suchen. Altersabgänge fallen in diesem Berufsfeld geringer aus als in vielen anderen, deshalb entstehen weniger Ersatzstellen.
Welche digitalen Skills braucht man als Automatisierungstechniker/in?
Wichtige digitale Kompetenzen sind 3-D-Druck, 3-D-Simulation und Laserscanning, mit denen du Prototypen entwickelst oder Anlagen vermisst. Außerdem solltest du dich mit 5G- und perspektivisch 6G-Netzwerken, intelligenten Aktoren und Augmented-Reality-gestützter Anlagensteuerung vertraut machen. Spezielle Apps für die Echtzeitüberwachung von Produktionsprozessen gehören ebenfalls zum digitalen Werkzeugkasten.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Automatisierungstechniker/in?
Die Arbeitsbedingungen wechseln zwischen Bildschirmarbeit im Büro und praktischen Einsätzen in Werkstatt, Labor oder Produktionshalle. Präzisionsarbeiten an Sensoren oder Schaltschränken gehören ebenso dazu wie die Anleitung kleiner Teams und der direkte Kundenkontakt. Bei Störungen kann Ruf- oder Bereitschaftsdienst anfallen, damit Anlagen schnell wieder laufen.
Womit arbeitet man als Automatisierungstechniker/in?
Du setzt komplexe Produktionsanlagen, CNC-Maschinen und SPS-Steuerungen ein und programmierst sie mit CAD-, CAM- oder CAE-Software. Zusätzlich arbeitest du mit Unterlagen wie Schaltplänen, Pflichtenheften, Messberichten und technischen Dokumentationen, die du selbst erstellst und pflegst.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Automatisierungstechniker/in?
Nach dem Abschluss kannst du dich in Fachkursen zu Themen wie SPS-Programmierung, Prozessautomatisierung, CAD oder elektrischer Energie- und Anlagentechnik spezialisieren. Solche Weiterbildungen vertiefen dein Know-how in moderner Mess-, Steuer- und Regeltechnik und halten dich technisch auf dem neuesten Stand.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Automatisierungstechniker/in?
Für den nächsten Karriereschritt bietet sich die Aufstiegsprüfung zum/zur Technischen Betriebswirt/in an, mit der du Führungsaufgaben im kaufmännisch-technischen Bereich übernehmen kannst.
