Elektroniker/Elektronikerin für Maschinen und Antriebstechnik nach dem Berufsbildungsgesetz
Über den Beruf
Elektroniker/innen für Maschinen und Antriebstechnik fertigen Motoren, Generatoren und komplette Antriebssysteme, montieren sie und halten sie instand. Sie planen Arbeitsfolgen anhand von Zeichnungen, spannen Rohlinge auf Dreh-, Fräs- oder Bohrmaschinen und bearbeiten diese zu Wellen, Gehäusen oder Lagersitzen. Für Wicklungen richten sie Automaten ein, prüfen jede Lage und imprägnieren die Spulen. Danach kombinieren sie mechanische, elektrische, hydraulische und pneumatische Baugruppen, integrieren Sensoren sowie Leistungselektronik und laden Steuerungssoftware auf. Vor der Auslieferung testen sie Drehmoment, Isolationswiderstand und Regelverhalten. Beim Kunden installieren sie Schaltschränke, vernetzen Antriebe und betreuen die Abnahme. In Wartungsphasen analysieren sie Messwerte, lokalisieren Störungen, tauschen Verschleißteile oder spielen Updates ein – auch per Fernzugriff. So läuft eine Förderanlage nach dem Service wieder mit voller Leistung.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Elektroniker/in für Maschinen und Antriebstechnik?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.242 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.480 € und 5.285 €. Mit zusätzlichen Qualifikationen oder Schichtzulagen kannst du dein Einkommen weiter steigern.
Wie viel bekommt man in der Ausbildung als Elektroniker/in für Maschinen und Antriebstechnik?
Im ersten Jahr verdienst du rund 1.219 € brutto pro Monat, im zweiten 1.299 €, im dritten 1.354 € und im vierten 1.446 €. Über die gesamte Lehrzeit liegt der Durchschnitt damit bei etwa 1.303 € monatlich. Abweichungen sind möglich, wenn dein Betrieb einem anderen Tarifvertrag folgt.
Wie lange dauert die Ausbildung zur Elektroniker/in für Maschinen und Antriebstechnik?
Die Ausbildung dauert regulär 3,5 Jahre. Nach erfolgreicher Abschlussprüfung startest du als Fachkraft in den Beruf.
Welche Schulfächer sollte man für Elektroniker/in für Maschinen und Antriebstechnik mögen?
Wichtige Schulfächer sind Mathematik, Physik, Werken/Technik und Informatik. Gute Noten darin erleichtern dir das Berechnen elektrischer Größen, das Verstehen von Bauteilfunktionen und den Umgang mit technischen Zeichnungen oder Software.
Ist der Beruf als Elektroniker/in für Maschinen und Antriebstechnik körperlich anstrengend?
Der Beruf erfordert körperliche Belastbarkeit. Du arbeitest oft in gebückter Haltung oder über Kopf, musst Bauteile heben und brauchst kräftige Arme sowie eine stabile Wirbelsäule. Ein gutes Farb- und räumliches Sehvermögen sowie widerstandsfähige Haut sind ebenfalls wichtig, weil du mit Kabeln, Harzen oder Schmierstoffen umgehst.
Wie sind die Berufsaussichten als Elektroniker/in für Maschinen und Antriebstechnik?
Die Berufsaussichten sind ausgeglichen. Aktuell herrscht hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Viele Altersabgänge werden erwartet, sodass zusätzliche Jobs frei werden. Bis 2040 schrumpft die Gesamtbeschäftigung allerdings leicht, daher lohnt es sich, sein Fachwissen regelmäßig zu erweitern.
Welche digitalen Skills braucht man als Elektroniker/in für Maschinen und Antriebstechnik?
Digitale Kompetenz ist unerlässlich. Du solltest dich mit 3-D-Druck und CAM-Systemen auskennen, um Bauteile herzustellen und Programme zu erstellen. Wissen zu 5G-Vernetzung, Apps zur Prozessüberwachung, Augmented-Reality-Tools sowie zur Einbindung von Antrieben in Connected-Building- und autonome Transportsysteme verschafft dir klare Vorteile.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Elektroniker/in für Maschinen und Antriebstechnik?
Schutzkleidung wie Handschuhe, Sicherheitsschuhe und Schutzbrille ist Pflicht, weil du mit stromführenden Bauteilen und schweren Maschinen umgehst. Präzisionsarbeit an Steuerungen wechselt sich mit körperlicher Montage in Zwangshaltungen ab, stets unter strengen Sicherheitsvorschriften.
Womit arbeitet man als Elektroniker/in für Maschinen und Antriebstechnik?
Zum Arbeitsalltag gehören Dreh-, Fräs- und 3-D-Druckanlagen, Wickelmaschinen sowie Isolations- und Hochspannungsprüfgeräte. Zangen, Schraubendreher und anderes Handwerkzeug sind ebenso wichtig wie Diagnosesoftware, CAD-Programme und Schaltpläne. Betriebs- und Wartungsanleitungen, Prüfprotokolle oder Stücklisten nutzt du, um Montage und Service exakt durchzuführen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Elektroniker/in für Maschinen und Antriebstechnik?
Aufstiegsmöglichkeiten eröffnen sich über eine Weiterbildung zur Industriemeister/in Elektrotechnik oder zur Techniker/in Elektrotechnik (Automatisierungstechnik bzw. Energietechnik) mit dem Abschluss Bachelor Professional in Technik. Damit kannst du Fertigungsprozesse koordinieren, Auszubildende betreuen oder eine Wartungsmannschaft leiten. Entscheidest du dich anschließend für ein Bachelorstudium oder Masterstudium in Elektrotechnik oder Energietechnik, qualifizierst du dich für Positionen als Prozessmanager/in Elektrotechnik oder für die technische Bereichsleitung.
