Metallbauer/Metallbauerin Fachrichtung Konstruktionstechnik – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Metallbauer/Metallbauerin Fachrichtung Konstruktionstechnik

Auch bekannt als: Schlosser/in · Schmied/inAnlagen- und Apparatebauer/inMetallbauer/inMetalltechniker/inMetalworker (m/f) - specialised in structural engineering ·

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Werkstätten · in Werkhallen · auf Baustellen · im Freien · bei Montageeinsätzen bundesweit oder im Ausland
Dauer3,5 Jahre
Ausbildungsplätze2.042

Über den Beruf

Metallbauer/innen der Fachrichtung Konstruktionstechnik fertigen Treppen, Tore, Fassadenelemente und ganze Hallengerüste aus Stahl oder Aluminium. Sie orientieren sich an technischen Zeichnungen oder eigenen Aufmaßskizzen, vermessen Profile und Bleche, reißen die Schnittlinien an und bringen das Material per Sägemaschine, Brennschneider oder CNC-Laser exakt in Form. Gebogene oder gepresste Einzelteile werden anschließend durch Schweißen, Verschrauben oder Nieten zu stabilen Baugruppen zusammengestellt. Vor der Montage behandeln sie Oberflächen gegen Rost, wählen Anschlagmittel aus und transportieren tonnenschwere Teile mithilfe von Kran oder Stapler. Auf der Baustelle richten sie die Konstruktion aus, integrieren Schließ-, Sicherheits- oder Antriebssysteme und prüfen alle beweglichen Teile. Auch Wartung und Reparatur gehören dazu: defekte Elemente werden demontiert, ersetzt und erneut justiert, damit das Bauwerk dauerhaft sicher funktioniert.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung im Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3,5 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Metallbauer/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.606 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.047 € und 4.294 €. Schicht- oder Baustellenzulagen können das Einkommen zusätzlich nach oben treiben.

Wie lange dauert die Ausbildung zur Metallbauer/in?

Die duale Ausbildung dauert regulär dreieinhalb Jahre. Mit sehr guten Leistungen oder einschlägiger Vorbildung lässt sie sich häufig um ein halbes Jahr verkürzen.

Welche Schulfächer sind wichtig für Metallbauer/innen?

Werken/Technik, Mathematik und Physik sind besonders hilfreich, weil sie dir den Umgang mit Werkstoffen, das präzise Berechnen von Maßen sowie das Verständnis technischer Abläufe erleichtern.

Ist der Beruf als Metallbauer/in körperlich anstrengend?

Der Beruf erfordert körperliche Belastbarkeit. Du hebst schwere Metallteile, arbeitest auf Gerüsten oder in Zwangshaltungen und bist dabei Kälte, Hitze oder Zugluft ausgesetzt – robuste Gesundheit, Schwindelfreiheit und kräftige Arme und Hände sind daher wichtig.

Wie sind die Berufsaussichten als Metallbauer/in?

Die Berufsaussichten als Metallbauer/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen bleiben länger unbesetzt, was deine Chancen erhöht. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern, weil viele ältere Fachkräfte in Rente gehen. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch weitere Stellen frei werden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040 leicht, sodass sich regionale Unterschiede entwickeln können.

Welche digitalen Skills braucht man als Metallbauer/in?

Metallbauer/innen arbeiten zunehmend digital. Du solltest CAM-Software bedienen, 3-D-Laserscanner und ‑Drucker einsetzen, Produktionsdaten per App überwachen und Cobots oder Augmented-Reality-Tools zur Planung und Präsentation von Bauteilen nutzen können.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Metallbauer/in?

Du trägst Schutzkleidung, hantierst mit lauten Schneid- und Schweißmaschinen und musst auch bei Staub, Rauch, Hitze oder Kälte aufmerksam bleiben.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Metallbauer/in?

Nach der Gesellenprüfung kannst du dich in Fachlehrgängen z.B. zu Gasschweißen, Trenntechniken, Oberflächenbehandlung oder CNC-Fräsen spezialisieren. Solche Kurse halten dein Know-how aktuell und erschließen dir Felder wie Behälter- und Apparatebau oder Galvanik.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Metallbauer/in?

Mit Berufserfahrung ist der Schritt zum/zur Metallbauermeister/in (Bachelor Professional im Metallbauer-Handwerk) möglich, womit du einen Betrieb führen oder Auszubildende anleiten kannst. Alternativ qualifiziert dich eine Weiterbildung zum/zur Techniker/in für Metallbautechnik mit Schwerpunkt Leicht- oder Stahlbau für Planung und Projektsteuerung. Wer noch höher hinaus will, kann ein Bachelor- oder Masterstudium in Konstruktionstechnik anschließen oder den Bachelor Professional für Energieeffizienz und digitales Bauprojektmanagement absolvieren.

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