Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Metallbautechnik Schwerpunkt Leichtmetallbau/Bachelor Professional in Technik
Auch bekannt als: Leichtmetallbautechniker/in
Über den Beruf
Leichtmetallbautechniker/innen planen und konstruieren Wintergärten, Fenster und Fassaden aus Aluminium. Sie nehmen Maße direkt auf der Baustelle, erstellen mit CAD detailgenaue Zeichnungen und legen Toleranzen, Bearbeitungszeichen und Werkstoffe fest. Anschließend berechnen sie Statik, Materialbedarf und Kosten, bevor sie die Fertigung in CAM-gesteuerten Anlagen vorbereiten. In der Arbeitsvorbereitung koordinieren sie Personal, Maschinen und Termine, sorgen für rechtzeitige Materialbeschaffung und dokumentieren alle Schritte digital. Während Produktion und Montage überwachen sie Maschinen, nutzen Maschinendatenerfassung oder Predictive-Maintenance-Tools, prüfen Schweißnähte sowie Passgenauigkeit und greifen bei Abweichungen ein. Sie leiten Fachkräfte an, erstellen Angebote und beraten Bauherren mithilfe von AR-Modellen zur besseren Visualisierung des Projekts. Ihr Ziel: passgenaue, energieeffiziente Leichtmetallkonstruktionen, die höchste Qualitäts- und Sicherheitsstandards erfüllen.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen2
- Abschluss in einem einschlägigen anerkannten Ausbildungsberuf
- Berufspraxis
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Leichtmetallbautechniker/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.990 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Region und Betriebsgröße kannst du zwischen 3.954 € und 6.565 € verdienen.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Leichtmetallbautechniker/in?
Die staatlich geprüfte Technikerausbildung in der Fachrichtung Leichtmetallbau dauert in Vollzeit rund 2 Jahre, in Teilzeit bis zu 4 Jahre. Welches Modell du wählst, hängt davon ab, ob du parallel weiterarbeiten willst.
Ist der Beruf als Leichtmetallbautechniker/in körperlich anstrengend?
Der Beruf kombiniert Bildschirmarbeit mit handwerklichen Aufgaben und erfordert eine gute Funktionstüchtigkeit von Armen und Händen. Beim Verschrauben, Nieten oder Prüfen von Bauteilen kannst du auch auf Gerüsten in größerer Höhe stehen, daher sind Schwindelfreiheit und räumliches Sehvermögen wichtig.
Wie sind die Berufsaussichten als Leichtmetallbautechniker/in?
Die Berufsaussichten als Leichtmetallbautechniker/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen erhöht. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern, weil Arbeitgeber länger nach Personal suchen. Zudem führen viele Altersabgänge dazu, dass zusätzliche Positionen frei werden. Einziger Wermutstropfen: Die Gesamtbeschäftigung im Berufsfeld schrumpft bis 2040, deshalb lohnt sich ein Blick auf die regionale Marktlage.
Welche digitalen Skills braucht man als Leichtmetallbautechniker/in?
Digitale Messtechniken wie 3-D-Laserscanning gehören zum Alltag, wenn du präzise Aufmaße aufnehmen willst. Du solltest außerdem mit DMS-Systemen umgehen können, um Zeichnungen und Stücklisten zentral zu verwalten, und Programme für CNC-gesteuerte Maschinen im CAM-Verfahren erstellen können. Kenntnisse in Augmented-Reality-Apps oder Serviceportalen helfen dir, Entwürfe anschaulich zu präsentieren und Kundenunterlagen online bereitzustellen.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Leichtmetallbautechniker/in?
Im Berufsalltag wechselst du häufig zwischen Büro, Werkhalle, Baustelle und Kundenterminen. Du trägst Personalverantwortung, musst baurechtliche Normen erfüllen und arbeitest sowohl mit Metallbearbeitungsmaschinen als auch am Bildschirm. Montageaufträge können mehrtägige Reisen bedeuten, und der direkte Kontakt zu Bauherren oder Auftraggebern ist fester Bestandteil der Arbeit.
Womit arbeitet man als Leichtmetallbautechniker/in?
Du hast mit Aluminiumprofilen, Verbundwerkstoffen und Glaselementen zu tun und setzt sie zu Fassaden, Türen oder Lichtdächern zusammen. Für die Fertigung nutzt du CNC-Maschinen, Schweißgeräte und Handwerkzeuge, während dir CAD-Software, Materiallisten und Montagepläne bei Planung und Kalkulation helfen. Büroausstattung wie PC, Telefon und Internetzugang gehört genauso dazu wie Unterlagen zur Kostenrechnung.
Kann man sich als Leichtmetallbautechniker/in selbständig machen?
Ja, das ist möglich. Mit dem Abschluss kannst du einen bestehenden Fertigungs-, Dienstleistungs- oder Handelsbetrieb im Leichtmetallbau übernehmen oder einen eigenen Betrieb gründen; dafür ist eine Eintragung in die Handwerksrolle des entsprechenden zulassungspflichtigen Handwerks erforderlich.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Leichtmetallbautechniker/innen?
Um dein Fachwissen zu vertiefen, bieten sich Kurse zu Themen wie Schlosserei, Stahl- und Metallbau, technisches Zeichnen oder CAD an. Du kannst dich auch im Bereich Bau- und Fertigungstechnik weiterqualifizieren, um auf dem neuesten Stand der Verfahren und Normen zu bleiben.
