Konjunkturforscher/Konjunkturforscherin
Über den Beruf
Konjunkturforscher/innen untersuchen konjunkturelle Schwankungen, indem sie Daten zu Arbeitslosenquoten, Preisen, Exporten oder Investitionen erheben und auswerten. Dazu entwerfen sie Fragebögen, wählen Stichproben und führen Umfragen oder Interviews durch. Sie verknüpfen die Ergebnisse mit Einflussfaktoren wie Naturkatastrophen, politischen Ereignissen oder neuen Rohstofffunden und testen ihre Modelle mit statistischen Verfahren. Anschließend bereiten sie die Zahlen in Tabellen, Grafiken und Berichten auf, prüfen Prognosefehler und entwickeln ihre Analysewerkzeuge weiter. Dafür nutzen sie umfangreiche Datenbanken, Statistik- und Grafiksoftware. Auf Basis der Befunde schätzen sie Auf- oder Abschwungphasen ein, warnen vor Risiken und geben Handlungsempfehlungen an Ministerien, Verbände, Unternehmen und Medien. Ihre Prognosen dienen als Grundlage für wirtschaftspolitische Entscheidungen und strategische Investitionen.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Für den Zugang wird häufig ein passendes Hochschulstudium vorausgesetzt.
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Konjunkturforscher/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.410 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.546 € und 5.711 €.
Wie sind die Berufsaussichten als Konjunkturforscher/in?
Die Berufsaussichten als Konjunkturforscher/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Gleichzeitig ist der Fachkräftemangel gering – offene Stellen sind meist schnell besetzt, sodass du mit mehr Konkurrenz rechnen musst. Bis 2040 dürfte diese Konkurrenz zunehmen, weil Arbeitgeber dann noch leichter passendes Personal finden.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Konjunkturforscher/in?
Die Tätigkeit spielt sich überwiegend am Bildschirm in ruhigen Büroräumen ab und lässt sich oft auch im Homeoffice erledigen. Regelmäßige Auswertungen großer Datensätze erfordern konzentriertes Arbeiten vor dem Monitor.
Womit arbeitet man als Konjunkturforscher/in?
Zum Handwerkszeug gehören Fragebögen, Interviewskripte und umfangreiche Datenerhebungen. Für Analysen nutzt du Statistik-, Präsentations- und Grafiksoftware sowie Forschungsdatenbanken. Zur Standardausstattung zählen außerdem PC, Internetzugang, Telefon und Beamer für Präsentationen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Konjunkturforscher/in?
Fachkurse in Marktforschung, Marktbeobachtung oder Volkswirtschaftslehre halten dein Wissen aktuell. Du kannst dich zudem in Statistikprogrammen, Wahrscheinlichkeitsrechnung oder Informations- und Wissensmanagement spezialisieren, um deine Analysekompetenz zu vertiefen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Konjunkturforscher/in?
Mit einem Master in Wirtschaftswissenschaften, Statistik oder Markt- und Kommunikationsforschung kannst du anspruchsvollere Forschungsprojekte übernehmen. Eine Promotion eröffnet dir Wege in leitende Positionen bei Wirtschaftsforschungsinstituten oder in der öffentlichen Verwaltung. Strebst du eine Professur an, ist nach der Promotion meist noch eine Habilitation erforderlich.
