Mathematik (Master) – Arbeitsumfeld
Studium

Mathematik (Master)

Auch bekannt als: Mathematiker/in · Diplom-Mathematiker/Diplom-Mathematikerin (Uni) Fachrichtung Mathematische InformatikMathematician (m/f)Research scientist (m/f) (maths) ·

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Büro- und Besprechungsräumen · in Rechenzentren · in Hörsälen, Unterrichts- und Schulungsräumen · bei Kundschaft, z.B. in der Anwendungsberatung · im Homeoffice bzw. mobil
Studiengänge701

Über den Beruf

Mathematiker/innen entwickeln Gleichungen und Algorithmen, um reale Probleme zu fassen. Sie formulieren Fragestellungen aus Technik, Wirtschaft oder Biologie als Modelle, wählen geeignete Lösungsverfahren wie Simulationen oder Iterationsmethoden und berechnen Ergebnisse auf Hochleistungsrechnern. Anschließend interpretieren sie die Resultate, visualisieren sie und übersetzen sie in die Fachsprache von Ingenieur-, Finanz- oder Sozialwissenschaft. In Banken und Versicherungen analysieren sie Statistiken, bewerten Risiken und erstellen Tarifmodelle. In der Industrie programmieren sie Software, die Produktionsprozesse optimiert oder 3-D-Simulationen von Bauteilen ermöglicht. In der Forschung bearbeiten sie Themen wie Algebra, Geometrie oder Numerik, publizieren ihre Erkenntnisse und betreuen Nachwuchswissenschaftler/innen. Ob Marktforschung, Qualitätskontrolle oder Medikamentenentwicklung – ihre mathemischen Werkzeuge liefern belastbare Grundlagen für Entscheidungen.

Ausbildung & Zugang

Zugangsvoraussetzungen4
  • Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Mathematik
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten Hochschulstudium
  • Ggf. Englischkenntnisse

Passende Studiengänge701

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Mathematiker/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 6.359 € brutto im Monat. Je nach Branche, Erfahrung und Region kannst du ab etwa 5.178 € aufwärts verdienen.

Wie sind die Berufsaussichten als Mathematiker/in?

Die Berufsaussichten als Mathematiker/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040, sodass zusätzliche Jobs entstehen. Aktuell herrscht hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen, das spielt Bewerbern in die Karten. Langfristig wird es für Arbeitgeber jedoch leichter, Personal zu finden; die Konkurrenz unter Bewerbern nimmt also zu. Außerdem gibt es weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen, daher werden seltener Stellen frei.

Welche digitalen Skills braucht man als Mathematiker/in?

Digitale Kompetenz ist im Berufsalltag unverzichtbar. Du solltest Daten in Data Lakes analysieren, 3-D-Simulationen erstellen und Onlinelehre per MOOC oder Blended Learning gestalten können. Kenntnisse in Data Analytics, Cognitive Computing und Neuromorphic Computing verschaffen dir zusätzliche Pluspunkte.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Mathematiker/in?

Mathematiker/innen arbeiten überwiegend an Bildschirmen in Büros, Rechenzentren oder Unterrichtsräumen. Dabei trägst du Verantwortung für Studierende oder Forschungsbudgets und nutzt häufig Homeoffice-Optionen. Längeres Sitzen vor dem Rechner gehört zum Alltag, körperliche Belastungen sind dagegen gering.

Womit arbeitet man als Mathematiker/in?

Zum Arbeitsalltag gehören leistungsstarke Computer, Großrechner und Netzwerksysteme. Du nutzt Datenbanken, Simulationssoftware und andere Anwendungsprogramme, unterstützt durch Präsentationstechnik wie Beamer oder digitale Tafeln.

Kann man sich als Mathematiker/in selbständig machen?

Eine selbständige Tätigkeit ist möglich. Viele Mathematiker/innen gründen Beratungen für Software- oder Systemhäuser, bieten Dienstleistungen für Computer- und Multimedia-Firmen an oder übernehmen den Vertrieb von Hard- und Software.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Mathematiker/in?

Nach dem Master kannst du dich fachlich z.B. in Statistik, Wahrscheinlichkeitsrechnung, Datenbank- oder Softwareentwicklung fortbilden. Solche Kurse halten dein Know-how aktuell und eröffnen Spezialisierungen in Forschung und Entwicklung.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Mathematiker/in?

Für Führungs- oder Forschungskarrieren hilft eine Promotion in Mathematik, Finanz- oder Computermathematik. Wer an die Hochschule will, benötigt meist zusätzlich eine Habilitation. Außerhalb der Wissenschaft kannst du dich zum/zur Aktuar/in qualifizieren und so leitende Aufgaben im Versicherungs- oder Finanzsektor übernehmen.

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