Aktuar/Aktuarin – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Aktuar/Aktuarin

Auch bekannt als: Versicherungsmathematiker/in · Actuary (m/f)

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Büro- und Besprechungsräumen · in Hörsälen oder Unterrichtsräumen (bei Lehrtätigkeit) · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer2,5 Jahre
Offene Stellen67

Über den Beruf

Aktuare und Aktuarinnen analysieren finanzielle Risiken mit Methoden der Stochastik und Finanzmathematik. Sie kalkulieren Prämien, legen Rückstellungen fest und prüfen, ob neue Versicherungstarife rentabel sind. Dafür werten sie Marktdaten aus, bauen Prognosemodelle und stimmen Tarife für Lebens-, Kranken- oder Sachversicherungen auf den Bedarf der Kundschaft ab. Im Risikomanagement entwickeln sie Asset-Liability-Konzepte, bewerten Kapitalanlagen und beraten das Management zu strategischen Fragen. Auch in der betrieblichen Altersvorsorge berechnen sie Pensionsverpflichtungen und empfehlen passende Modelle. Im Bausparwesen untersuchen sie das Sparverhalten von Kundinnen und Kunden und entwerfen geeignete Tarife. Manche übernehmen Aufsichtsaufgaben bei Behörden oder forschen an neuen versicherungsmathematischen Verfahren und lehren an Hochschulen.

Ausbildung & Zugang

BerufstypStudienberuf (plus Weiterbildung)
AusbildungsartWeiterbildung nach Richtlinien der Deutschen Aktuarvereinigung e.V
Dauer2,5 Jahre
Zugangsvoraussetzungen3
  • Abgeschlossenes Mathematikstudium an einer deutschen Hochschule
  • Oder abgeschlossenes Studium an einer deutschen Hochschule + zusätzlicher Nachweis mathematischer Kenntnisse
  • Zusätzlich Grundkenntnisse in Stochastik nachweisen

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Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Aktuar/in?

Das Gehalt liegt im Mittel bei 6.661 € brutto im Monat.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Aktuar/in?

Die berufsbegleitende Weiterbildung zur Aktuarin/zum Aktuar dauert rund 2,5 Jahre. Sie baut auf einem abgeschlossenen Mathematikstudium auf und läuft meist parallel zu deiner Berufstätigkeit.

Wie sind die Berufsaussichten als Aktuar/in?

Die Berufsaussichten als Aktuar/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Aktuell ist der Fachkräftemangel hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen. Bis 2040 finden Arbeitgeber jedoch schneller Leute, sodass die Konkurrenz unter Bewerbern steigt. Außerdem gibt es weniger Altersabgänge als in anderen Berufen.

Welche digitalen Skills braucht man als Aktuar/in?

Sichere Digitalkompetenzen sind unverzichtbar. Du solltest mit Datenanalyse, Predictive Analytics und numerischer Simulation umgehen können, um Risiken zu modellieren. Auch der Einsatz von Algorithmic-Decision-Making-Systemen, Dokumentenmanagement-Systemen oder Embedded-Insurance-Plattformen ist im Arbeitsalltag gefragt. Wer Augmented-Analytics-Tools beherrscht, verschafft sich zusätzliche Vorteile.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Aktuar/in?

Die Tätigkeit spielt sich überwiegend an Bildschirmarbeitsplätzen in Büros oder im Homeoffice ab. Du trägst hohe Verantwortung, weil deine Berechnungen Unternehmensentscheidungen beeinflussen und vielfältige gesetzliche Vorgaben eingehalten werden müssen. Zusätzlich gehört regelmäßiger Kundenkontakt dazu, etwa wenn du Analyseergebnisse erklärst.

Kann man sich als Aktuar/in selbständig machen?

Eine Selbständigkeit ist möglich. Aktuar/innen können ein eigenes Sachverständigenbüro gründen, das sich auf die Berechnung und Risikobewertung von Versicherungsansprüchen spezialisiert. So entscheidest du selbst über Auftragsauswahl und Honorare.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Aktuar/in?

Für Aktuar/innen stehen vielfältige Fachseminare und Lehrgänge offen. Inhalte reichen von angewandter Mathematik, Statistikprogrammen und Wahrscheinlichkeitsrechnung bis zu Bilanzierung, Versicherungsrecht oder Finanzdienstleistungen. Damit hältst du dein Wissen aktuell oder erschließt dir neue Einsatzfelder.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Aktuar/in?

Fachliche und hierarchische Aufstiege sind durch Studienprogramme möglich. Beliebte Optionen sind Versicherungsbetriebswirtschaft, Bank- und Finanzdienstleistungen, Risikomanagement sowie Finanz- und Wirtschaftsmathematik. Solche Abschlüsse ebnen dir den Weg in leitende Positionen.

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