Finanz-, Wirtschaftsmathematik (Master) – Arbeitsumfeld
Studium

Finanz-, Wirtschaftsmathematik (Master)

Auch bekannt als: Wirtschaftsmathematiker/in · Finanzmathematiker/in

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Büro- und Besprechungsräumen · in Rechenzentren · beim Kunden, z.B. zur Softwareimplementierung, Anwendungsberatung · in Hörsälen, Unterrichts- und Schulungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil

Über den Beruf

Finanz- und Wirtschaftsmathematiker/innen übersetzen wirtschaftliche Fragestellungen in Gleichungen. Sie entwickeln Modelle, um Risiken von Aktien-, Kredit- oder Versicherungsportfolios zu beziffern, bestimmen kostendeckende Tarife und beraten Management und Aktuariat. In Handel, Industrie oder Energieunternehmen analysieren sie Produktionsdaten, simulieren Materialflüsse und optimieren Standort-, Lager- oder Fahrplanentscheidungen. Dafür nutzen sie Stochastik, numerische Verfahren sowie Business-Intelligence- und Algorithmic-Decision-Making-Tools, programmieren Auswertungen und prüfen die Ergebnisse per Simulation. Anschließend bereiten sie Kennzahlen für Controlling, Vorstand oder Aufsichtsbehörden auf und visualisieren sie verständlich. Häufig entwickeln oder testen sie auch die benötigte Software und schulen Anwender/innen. Ihr Arbeitsgebiet reicht damit von datengetriebener Finanzstrategie über betriebliche Statistik bis zur Gestaltung ganzer Energienetze.

Ausbildung & Zugang

Zugangsvoraussetzungen4
  • Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Finanz- oder Wirtschaftsmathematik
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten Hochschulstudium
  • Ggf. Englischkenntnisse

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Wirtschaftsmathematiker/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 6.661 € brutto im Monat. Einstiegspositionen starten oft bei rund 5.482 €; mit wachsender Verantwortung kann dein Einkommen deutlich darüber liegen.

Wie sind die Berufsaussichten als Wirtschaftsmathematiker/in?

Die Berufsaussichten als Wirtschaftsmathematiker/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040, was zusätzliche Jobs schafft. Aktuell herrscht hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen und spielen Jobsuchenden in die Karten. Langfristig finden Arbeitgeber jedoch schneller Personal, sodass die Konkurrenz unter Bewerbern zunimmt; zudem fallen weniger Altersabgänge an als in vielen anderen Berufen.

Welche digitalen Skills braucht man als Wirtschaftsmathematiker/in?

Gefragt sind vor allem Fähigkeiten im Umgang mit Business-Intelligence-Tools, Data-Warehouse-Systemen und Algorithmic-Decision-Making-Plattformen. Du solltest außerdem BPM- und ERP-Systeme analysieren können, Dokumentenmanagement sicher beherrschen und bei KI-gestütztem Wissensmanagement mitwirken.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Wirtschaftsmathematiker/in?

Der Beruf spielt sich überwiegend am Bildschirm in Büro- und Besprechungsräumen ab, wo mathematische Modelle entwickelt und Forschungsbudgets verwaltet werden. Teilweise leitest du Lehrveranstaltungen oder Schulungen und trägst dabei Verantwortung für Studierende oder Projektteams.

Womit arbeitet man als Wirtschaftsmathematiker/in?

Zum Alltag gehören Datenbanken, Simulations- und Statistiksoftware, Netzwerksysteme und gängige Betriebssysteme. Daneben nutzt du Präsentationsmedien wie Beamer, prüfst Normen und Softwaredokumentationen oder wertest Produktions- und Finanzpläne aus.

Kann man sich als Wirtschaftsmathematiker/in selbständig machen?

Ja, viele Wirtschaftsmathematiker/innen arbeiten freiberuflich, zum Beispiel in der Unternehmensberatung. Auch ein eigenes Software- oder Systemhaus oder ein Dienstleistungsbetrieb rund um IT und Multimedia sind typische Gründungsfelder.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Wirtschaftsmathematiker/in?

Fachkurse in Statistikprogrammen, Wahrscheinlichkeitstheorie oder Datenbankentwicklung halten dein mathematisches Know-how aktuell. Ebenso kannst du dich in Software- und Webentwicklung, Controlling oder Versicherungswesen spezialisieren, um neue Tätigkeitsfelder zu erschließen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Wirtschaftsmathematiker/in?

Mit einer Promotion kannst du in leitende Forschungspositionen oder in die Wissenschaft wechseln; wer eine Professur anstrebt, braucht meist zusätzlich eine Habilitation. Außerhalb der Hochschule eröffnen dir Spezialisierungen etwa zum/zur Aktuar/in oder in Data Science den Zugang zu gehobenen Fach- und Führungsrollen.