Kampfchoreograf/Kampfchoreografin
Über den Beruf
Kampfchoreograf/innen entwerfen Kampfszenen und passen sie exakt an Handlung, Regievorgaben und Fähigkeiten der Darstellenden an. Sie analysieren Drehbuch und Szenenbild, prüfen Kondition sowie Kampferfahrung der Schauspieler/innen und legen Treffer-, Ausweich- und Waffenfolgen fest. Gefährliche Passagen stimmen sie mit Stuntkoordinator/innen oder Doubles ab. In Proben demonstrieren sie Fechtstiche, Fausttechniken oder den Einsatz von Handfeuerwaffen, leiten Aufwärm- und Kraftübungen an und korrigieren jede Bewegung, bis Rhythmus und Timing stimmen. Sie definieren Sicherheitsprotokolle, überwachen deren Einhaltung und stoppen Abläufe bei Abweichungen. Erst wenn jede Sequenz sitzt, geben sie die Szene für Dreh oder Bühnenaufführung frei. Häufig übernehmen sie selbst kleinere Actionrollen oder lehren Bühnenkampf an Schauspiel- und Kampfsportschulen.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Für die Tätigkeit wird häufig ein Studium oder eine Ausbildung als Schauspieler bzw. Schauspielerin vorausgesetzt. Außerdem werden Kenntnisse in Kampfchoreografie, Bühnenkampf sowie in Kampfkunst- oder Kampfsportarten verlangt.
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Kampfchoreograf/in?
Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt bei 38.640 € pro Jahr. Bei projektbezogenen Engagements, internationalen Drehs oder freiberuflicher Tätigkeit können Honorare jedoch stark darüber oder darunter liegen.
Wie sind die Berufsaussichten als Kampfchoreograf/in?
Die Berufsaussichten als Kampfchoreograf/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Gleichzeitig wird es für Arbeitgeber schwieriger, qualifizierte Fachkräfte zu finden – deine Konkurrenz nimmt also langfristig ab. Momentan ist der Fachkräftemangel jedoch gering, offene Stellen werden deshalb schnell besetzt. Zudem gibt es weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen, was den kurzfristigen Einstieg etwas anspruchsvoller macht.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Kampfchoreograf/in?
Der Job ist stark teamorientiert: Du arbeitest eng mit Regie, Technik und Kostüm zusammen. Drehs oder Bühnenprojekte führen oft wochenlang an wechselnde Orte, wodurch du häufig von zu Hause weg bist. Der Umgang mit Bühnen- und Schusswaffen erfordert strenge Sicherheitsprotokolle, um Unfallrisiken zu minimieren. Hinzu kommen unregelmäßige Proben- und Drehtage, die sich bis spät in die Nacht ziehen können.
Womit arbeitet man als Kampfchoreograf/in?
Zum Handwerkszeug gehören Bühnenwaffen wie Degen, Dolche, Schwerter, Stöcke und Schusswaffen sowie Kostüme und Rüstungen. Trainingsmatten, Kraft- und Beweglichkeitsgeräte sorgen für sicheres Einüben der Abläufe. Für die Planung nutzt du Drehbücher, Trainingspläne sowie Büroausstattung wie PC, Internet und Telefon.
Kann man sich als Kampfchoreograf/in selbständig machen?
Ja, viele Kampfchoreograf/innen arbeiten freiberuflich oder gründen eine eigene Agentur für Kampfchoreografie. Alternativ kannst du eine Schule für Bühnen- oder Kampfkünste aufbauen und Trainingskurse anbieten.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Kampfchoreograf/in?
Fachfortbildungen in Theater- und Schauspielmethoden oder in Film- und Videoproduktion vertiefen dein künstlerisches Know-how. Zusätzliche Kurse in Drehbucharbeit, Körpersprache oder sportwissenschaftlichen Trainingsmethoden erweitern dein Repertoire. Wer unterrichtet, profitiert von Seminaren in Erwachsenenpädagogik.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Kampfchoreograf/in?
Ein Masterstudium in Regie, Schauspiel oder Dramaturgie kann dich für leitende Positionen wie Chefchoreograf/in oder Fight Director qualifizieren. Mit einer Promotion in Dramaturgie oder Theaterpädagogik eröffnen sich Chancen auf Professuren oder künstlerische Leitungen an Hochschulen.
