Sportwissenschaft (Master)
Auch bekannt als: Sportwissenschaftler/in · Sport and exercise scientist (m/f)
Über den Beruf
Sportwissenschaftler/innen konzipieren Trainingsprogramme, unterrichten Sportgruppen und coachen Einzelsportler. Sie analysieren Leistungsdaten, passen Übungen an Alter, Fitness und Ziel der Teilnehmenden an und leiten zu gesundem Bewegungsverhalten an. Im Gesundheitssport planen sie Präventions- und Rehabilitationskurse, beraten zu Belastungen und demonstrieren korrekte Technik, um Verletzungen vorzubeugen. In Vereinen und Verbänden organisieren sie Turniere, erstellen Budgetpläne, betreuen Marketingaktionen und weisen Trainerteams ein. Häufig entwickeln sie Konzepte für betriebliches Gesundheitsmanagement oder bilden Übungsleiter aus. Wer sich der Forschung widmet, untersucht etwa optimale Trainingsmethoden, wertet Videodaten oder Drohnenaufnahmen aus und veröffentlicht Ergebnisse. An Hochschulen halten sie Vorlesungen, betreuen Studierende und prüfen wissenschaftliche Arbeiten. Ihr Arbeitsalltag wechselt zwischen Sporthalle, Büro, Labor und Hörsaal und verbindet körperliche Aktivität mit analytischer Planung.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen5
- Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Sportwissenschaft
- Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
- Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten Hochschulstudium
- Ggf. gute Englischkenntnisse
- Ggf. einschlägige Praktika oder Berufserfahrung
Passende Studiengänge68
Studienangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Sportwissenschaftler/in?
Sportwissenschaftler/innen verdienen typischerweise 3.737 € brutto im Monat. Mit wachsender Erfahrung und je nach Region kannst du zwischen 3.063 € und 5.069 € verdienen.
Ist der Beruf als Sportwissenschaftler/in körperlich anstrengend?
Sportwissenschaftler/innen müssen körperlich fit und belastbar sein. Du solltest über Kraft, Beweglichkeit und Koordination verfügen, denn oft demonstrierst du Übungen, gibst Hilfestellungen und arbeitest auch bei Hitze, Kälte oder Nässe im Freien.
Wie sind die Berufsaussichten als Sportwissenschaftler/in?
Die Berufsaussichten als Sportwissenschaftler/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Zugleich sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, weil Arbeitgeber länger nach geeignetem Personal suchen. Allerdings gibt es weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen, sodass etwas weniger Stellen auf diesem Weg frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als Sportwissenschaftler/in?
Digitale Kompetenzen gewinnen in der Sportwissenschaft ständig an Bedeutung. Du solltest zum Beispiel mit Lernplattformen, Massive Open Online Courses (MOOCs) und Game-Based-Learning-Konzepten umgehen können, digitale Tafeln einsetzen und Dokumentenmanagementsysteme sicher nutzen.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Sportwissenschaftler/in?
Du wechselst zwischen Büroarbeit am Bildschirm, Unterrichts- oder Hörsälen, Sporthallen und Außeneinsätzen auf Anlagen im Freien – teils bei Hitze, Kälte oder Nässe –, übernimmst Verantwortung für Kinder und Erwachsene und arbeitest häufig in engem körperlichen Kontakt mit ihnen.
Womit arbeitet man als Sportwissenschaftler/in?
Sportwissenschaftler/innen arbeiten mit einer breiten Palette an Geräten und Unterlagen. Dazu gehören Sport- und Fitnessgeräte wie Bälle, Seile oder Gewichte, Messinstrumente wie Ergometer und BIA-Messgeräte sowie Trainingspläne, Regelwerke und ein PC mit Internetzugang für die Organisation.
Kann man sich als Sportwissenschaftler/in selbständig machen?
Eine selbständige Tätigkeit ist in diesem Beruf gut möglich. Du kannst zum Beispiel eine eigene Sportschule gründen, im Freizeit- und Gesundheitssport Kurse anbieten oder freiberuflich für Medien im Sportjournalismus arbeiten.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Sportwissenschaftler/in?
Zur fachlichen Vertiefung stehen zahlreiche Weiterbildungen offen. Beliebt sind Kurse in Sportmanagement, Sportphysiotherapie, Rehabilitation, Gesundheitsförderung oder Bäderwesen – damit hältst du dein Wissen aktuell und erschließt neue Einsatzfelder.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Sportwissenschaftler/in?
Aufstiegschancen ergeben sich vor allem über akademische Schritte. Mit einer Promotion in Sportwissenschaft, Sportmanagement oder Gesundheitssport kannst du in die Forschung oder höhere Leitungsfunktionen wechseln; eine anschließende Habilitation ebnet den Weg zur Professur. Außerdem bieten Leitungspositionen in Sportverbänden oder im betrieblichen Gesundheitsmanagement Karriereperspektiven.
