Sportmanagement, -ökonomie (Master)
Auch bekannt als: Sportmanager/in, -ökonom/in · Sports administrator (m/f)
Über den Beruf
Sportmanager/innen und Sportökonomen planen und steuern die wirtschaftlichen Aktivitäten von Vereinen, Verbänden und sportnahen Unternehmen. Sie beobachten nationale und internationale Sportmärkte, werten Daten mit Business-Intelligence-Tools aus und entwickeln Strategien, um Marken, Events oder Sportstätten optimal zu positionieren. Dazu erstellen sie Business- und Finanzierungspläne, kalkulieren Budgets und legen Kennzahlen für die Erfolgskontrolle fest. Im Tagesgeschäft verhandeln sie mit Sponsoren, Medien oder Ausrüstern, schließen Verträge häufig mit Hilfe digitaler Vertragsgeneratoren und kümmern sich um öffentlichkeitswirksame Kampagnen auf Social-Media-Kanälen. Bei Großveranstaltungen koordinieren sie Abläufe, vergeben Teilaufgaben an Dienstleister und überwachen Termine sowie Kosten. Arbeiten sie für Einzelsportler/innen, vermitteln sie Werbepartner und bauen langfristige Kooperationen auf. Abschließend prüfen sie den wirtschaftlichen Erfolg jedes Projekts, analysieren Verbesserungspotenziale und leiten neue Maßnahmen ein.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen7
- Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Sportmanagement oder Sportökonomie
- Bei weiterbildenden Studiengängen mehrjährige Berufspraxis
- Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
- Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium
- Bei dualen Studiengängen i.d.R. Ausbildungs-, Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit einem geeigneten Unternehmen (Praxispartner)
- Ggf. Englischkenntnisse
- Ggf. ärztliches Attest über Sporttauglichkeit
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Sportmanager/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.502 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Unternehmensgröße und Region kannst du zwischen 2.747 € und 4.832 € verdienen.
Wie sind die Berufsaussichten als Sportmanager/in?
Die Berufsaussichten als Sportmanager/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung in diesem Feld wächst bis 2040. Bis dahin wird es für Arbeitgeber schwieriger, Fachkräfte zu finden, die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt langfristig. Aktuell ist der Fachkräftemangel jedoch gering – offene Stellen werden daher schnell besetzt. Zudem fallen weniger Altersabgänge an als in vielen anderen Berufen.
Welche digitalen Skills braucht man als Sportmanager/in?
Im Sportmanagement sind solide digitale Kompetenzen gefragt. Du solltest routiniert mit Business-Intelligence-Software, Data-Driven-Marketing und Social-Media-Analyse umgehen können. Auch das Verwalten von Projektdokumenten in einem DMS sowie das Aufsetzen von Verträgen per automatisiertem Vertragsgenerator gehören dazu. Wer zusätzlich Grundwissen zu smarten Textilien mitbringt, verschafft sich einen Vorsprung.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Sportmanager/in?
Der Job kombiniert Schreibtischarbeit mit viel persönlichem Austausch und Projektverantwortung. Du führst Teams, verwaltest Budgets, pflegst Kundenkontakte und bist für Events oder Sponsorentermine häufig unterwegs – gelegentlich auch im Ausland. Längere Phasen vor dem Bildschirm wechseln sich mit Meetings in Büros, Besprechungsräumen oder direkt in der Sportarena ab.
Womit arbeitet man als Sportmanager/in?
Zur Standardausrüstung gehören Laptop, Internetzugang und Telefon. Fachunterlagen wie Wirtschaftlichkeitsanalysen, Jahresabschlüsse, Vertragsentwürfe sowie Ablauf- und Organisationspläne unterstützen dich bei Planung und Controlling. Statistiken und Werbematerialien runden das Arbeitsmaterial ab.
Kann man sich als Sportmanager/in selbständig machen?
Eine Selbständigkeit ist in diesem Beruf gut möglich. Viele Sportmanager/innen eröffnen eine private Sportschule, ein eigenes Fitness-Studio oder gründen eine Event-Agentur.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Sportmanager/in?
Nach dem Studium kannst du dein Profil über Zertifikate oder Lehrgänge schärfen. Gefragt sind etwa Seminare in Messe- und Veranstaltungsmanagement, Public Relations, Marketing oder Controlling. Auch Weiterbildungen in Tourismus, Freizeitwirtschaft oder Animation eröffnen neue Einsatzfelder.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Sportmanager/in?
Für leitende Positionen bietet sich vor allem eine Promotion in Sportmanagement, Betriebswirtschaftslehre oder Sportwissenschaft an. Der Doktortitel öffnet dir Türen zu Forschungsprojekten und gehobenen Führungsfunktionen in Unternehmen oder Verbänden. Wer eine Professur anstrebt, benötigt meist zusätzlich eine Habilitation.
