Regie (Bachelor) – Arbeitsumfeld
Studium

Regie (Bachelor)

Auch bekannt als: Regisseur/in · Film-/Fernseh-Regisseur/inTheater-Regisseur/in/Spielleiter/inFilm director (m/f)Television director (m/f) ·

BerufsfeldDarstellende Kunst & Musik
Arbeitsortein Aufnahmestudios · vor Ort in Gebäuden oder im Freien (bei Außendreharbeiten) · in Proberäumen · auf Probebühnen bzw. Bühnen · in Theatersälen und -werkstätten
Dauer3-4 Jahre
Studiengänge21

Über den Beruf

Regisseure und Regisseurinnen inszenieren Filme, Fernsehbeiträge und Theaterstücke von der ersten Idee bis zum fertigen Werk. Sie erarbeiten das visuelle und dramaturgische Konzept, erstellen Storyboards, passen Texte an und kalkulieren den Ablauf. Casting, Auswahl von Kamera-, Szenenbild- und Kostümteams sowie die Festlegung von Drehorten oder Bühnenbildern liegen in ihrer Hand. Während Proben und Dreharbeiten führen sie die Darsteller/innen, experimentieren mit Rollenfacetten und klären darstellerische Fragen. Dabei entscheiden sie über Kamerabewegungen, Licht, Special Effects und improvisieren bei Unvorhergesehenem. In der Postproduktion wählen sie Takes aus, überwachen Schnitt, Ton und Musik und geben den Feinschnitt frei. Trends wie LED-Volumen, digitales Theater oder virtuelle Sets fordern zunehmend Kenntnisse in Echtzeitgrafik und Digital-Asset-Management. Häufig arbeiten sie freiberuflich, koordinieren Budgets und Teams unterschiedlichster Gewerke. Sie verwandeln Drehbuch oder Libretto in ein erlebbares Gesamtkunstwerk.

Ausbildung & Zugang

BerufstypGrundständiges Studium
AusbildungsartKunsthochschule, Musikhochschule, Fachhochschule
Dauer3-4 Jahre
Zugangsvoraussetzungen3
  • Hochschulreife, ggf. fachgebundene Hochschulreife oder als gleichwertig anerkanntes Zeugnis
  • Oder in den meisten Bundesländern Studium ohne Hochschulreife bei nachgewiesener besonderer künstlerischer Begabung
  • Ggf. Vorpraktikum

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Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Regisseur/in?

Das Gehalt als Regisseur/in liegt typischerweise bei 3.500 € brutto im Monat; je nach Erfahrung, Produktionsformat und Region sind zwischen 3.153 € und 4.190 € möglich. Freiberufler/innen verhandeln ihr Honorar meist projektbezogen, weshalb Tagessätze oder Pauschalen stark variieren können.

Wie lange dauert das Regiestudium?

Das Bachelorstudium in Regie dauert in der Regel 3 bis 4 Jahre, also sechs bis acht Semester. Praxissemester, umfangreiche Filmprojekte oder ein Auslandsaufenthalt können die Studiendauer verlängern.

Welche Schulfächer sind wichtig für Regisseur/innen?

Hilfreiche Schulfächer sind Kunst, Musik, Deutsch und Englisch. Sie vermitteln dir gestalterische Grundlagen, Textverständnis sowie Sprachkenntnisse für internationale Produktionen.

Ist der Beruf als Regisseur/in körperlich anstrengend?

Der Beruf kann körperlich fordernd sein, weil Drehs und Proben oft lange Tage und wechselnde Drehorte mit sich bringen. Eine robuste Gesundheit, gutes Farb- und räumliches Sehvermögen sowie belastbare Arme und Hände erleichtern dir das Anleiten von Teams und das Prüfen von Bühnenbildern.

Wie sind die Berufsaussichten für Regisseur/innen?

Die Berufsaussichten für Regisseur/innen sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Aktuell ist der Fachkräftemangel gering, daher werden offene Stellen schnell besetzt. Bis 2040 wird es für Arbeitgeber jedoch schwieriger, Personal zu finden, sodass die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt. Gleichzeitig gibt es weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen.

Welche digitalen Skills braucht man als Regisseur/in?

Regisseur/innen sollten den Umgang mit digitalen Asset-Archiven (DAM-Systemen) beherrschen, um Bild- und Tonmaterial schnell zu sichten und auszuwählen. Ebenso wichtig ist Erfahrung mit Dokumentenmanagement-Software, damit Drehbücher, Storyboards und Produktionspläne immer in der aktuellen Fassung vorliegen.

Kann man sich als Regisseur/in selbständig machen?

Ja, viele Regisseur/innen arbeiten freiberuflich für Film-, Fernseh- oder Theaterproduktionen. Als Selbständige verhandelst du Honorar, Arbeitszeiten und Projektumfang direkt mit den Auftraggebern und kannst flexibel zwischen Produktionen wechseln.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Regisseur/innen?

Beliebte Weiterbildungen reichen von Regie- und Dreharbeit über Aufnahme- und Produktionsleitung bis hin zu Filmausstattung, Szenenbild oder Drehbucharbeit. Auch Workshops zu Theater- und Schauspielmethoden helfen dir, dein künstlerisches Profil zu schärfen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es für Regisseur/innen?

Aufstiegsmöglichkeiten ergeben sich vor allem über ein Masterstudium in Regie, Dramaturgie oder Theaterwissenschaft. Mit einer anschließenden Promotion kannst du Führungs- oder Lehrpositionen an Filmhochschulen, Theatern oder Produktionsfirmen übernehmen.

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