Innenarchitekt/Innenarchitektin
Auch bekannt als: Interior designer (m/f)
Über den Beruf
Innenarchitekt/innen entwickeln Raumkonzepte, zeichnen Entwürfe und verwandeln sie per CAD oder BIM in präzise Ausführungspläne. Sie analysieren vorhandene Gebäudestrukturen, wählen Farben, Materialien und Beleuchtung, berechnen Kosten und achten auf technische Normen sowie Barrierefreiheit. Für Büros, Wohnungen, Restaurants oder Messestände entwerfen sie zudem maßgefertigte Möbel und Leuchten. Vor der Bauphase erstellen sie Leistungsbeschreibungen, leiten Ausschreibungen und binden Fachplaner für Haustechnik oder Statik ein. Auf der Baustelle überwachen sie Termine, Qualität und Budget, dokumentieren Mängel und veranlassen deren Beseitigung. Digitale Tools wie 3-D-Laserscanning, Virtual- oder Augmented-Reality helfen, Kunden Raumwirkungen unmittelbar zu zeigen. Wer ein eigenes Studio führt, übernimmt zusätzlich Kalkulation, Marketing und Personalplanung. Abschließend prüfen Innenarchitekt/innen Rechnungen, erstellen Gutachten etwa zum barrierefreien Umbau und übergeben den fertiggestellten Innenraum an die Auftraggebenden.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Für den Einstieg wird i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Innenarchitektur verlangt. Wer sich als Innenarchitekt bzw. Innenarchitektin selbstständig machen will, muss in die Architektenliste einer Architektenkammer eingetragen sein; dafür sind i.d.R. ein Masterstudium und praktische Tätigkeit nötig. Für Führungsaufgaben oder spezialisierte Tätigkeiten wird meist ein Masterstudium erwartet. In Wissenschaft und Forschung sind häufig Promotion, z.B. zum Dr. phil., oder Habilitation erforderlich.
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Innenarchitekt/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.996 € brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du zwischen 3.280 € und 4.971 € verdienen.
Ist der Beruf als Innenarchitekt/in körperlich anstrengend?
Große Kraftanstrengungen sind selten, dennoch brauchst du funktionstüchtige Arme und Hände, etwa um Räume vor Ort exakt zu vermessen. Ein ausgeprägtes Farb- und räumliches Sehvermögen hilft dir, Materialien auszuwählen und dreidimensionale Raumkonzepte sicher zu beurteilen.
Wie sind die Berufsaussichten als Innenarchitekt/in?
Die Berufsaussichten als Innenarchitekt/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung schrumpft bis 2040. Gleichzeitig ist der Fachkräftemangel hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was Bewerbern entgegenkommt. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Jobs frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als Innenarchitekt/in?
Innenarchitekt/innen nutzen digitale Mess- und Planungstools wie 3-D-Laserscanning und mobile Apps für das Aufmaß. Mit Color-Readern wählst du passende Farbtöne aus, während Dokumentenmanagementsysteme Gutachten und Ausschreibungen papierlos verwalten. Know-how zu Connected Buildings und Smart-Home-Systemen ist ebenfalls gefragt, um Licht- oder Raumklimalösungen in vernetzten Gebäuden zu planen.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Innenarchitekt/in?
Die Arbeit wechselt zwischen langen Bildschirmphasen im Büro und Terminen auf Baustellen oder bei Kundschaft. Du trägst Verantwortung für hohe Sachwerte, musst präzise Zeichnungen und Berechnungen erstellen und gleichzeitig zahlreiche Vorschriften einhalten. Häufig wechselnde Projekte sorgen für Abwechslung, erfordern aber auch Flexibilität bei Materialien, Budgets und Zeitplänen.
Womit arbeitet man als Innenarchitekt/in?
Zum Vermessen von Höhenunterschieden kommen Nivelliergeräte und Nivellierlatten zum Einsatz. Entwurfs- und Detailzeichnungen erstellst du anschließend mit spezieller Bauplanungssoftware am PC und hältst sie digital in 2-D oder 3-D fest. Alltagstools wie Telefon und Internetzugang runden die Ausstattung im Büro oder Homeoffice ab.
Kann man sich als Innenarchitekt/in selbständig machen?
Ja, viele Innenarchitekt/innen gründen ein eigenes Planungs- oder Innenarchitekturbüro oder übernehmen einen bestehenden Betrieb im Innenausbau. Als freischaffende/r Innenarchitekt/in arbeitest du projektbezogen für private oder gewerbliche Kunden und kalkulierst deine Honorare selbst.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Innenarchitekt/in?
Weiterbilden kannst du dich z.B. in Bauprojektmanagement, Baustellenleitung, Baurecht oder Raumgestaltung. Kurse zu energieeffizientem und ökologischem Bauen, Baubiologie oder Denkmalschutz vertiefen dein Spezialwissen und erhöhen deine Chancen auf anspruchsvolle Projekte.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Innenarchitekt/in?
Darüber hinaus kannst du mit einer Promotion tiefer in Forschung und Entwicklung einsteigen; eine Habilitation ebnet dir den Weg zur Professur an Hochschulen.
