Ingenieur/Ingenieurin für Fahrzeugelektronik – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Ingenieur/Ingenieurin für Fahrzeugelektronik

Auch bekannt als: Elektronikingenieur/in (Fahrzeugelektronik) · Automotive electrical engineer (m/f) · Vehicle electronics engineer (m/f)

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Büroräumen · in Produktionshallen · in Prüf- und Messstationen · in Besprechungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Offene Stellen93

Über den Beruf

Ingenieure und Ingenieurinnen für Fahrzeugelektronik konzipieren Motorsteuerungen, Sensorik und Fahrerassistenzsysteme, entwickeln Hard- und Software und stimmen beide exakt aufeinander ab. Mit CAD- und Simulationstools entwerfen sie Leiterplatten, analysieren analoge und digitale Schaltungen und prüfen Prototypen auf Prüfständen. Sie wählen Bussysteme, integrieren vernetzte Bordelektronik für Connected Cars und programmieren Diagnosefunktionen. In der Fertigung planen sie automatisierte Montageabläufe, überwachen Testlinien und optimieren Prüfverfahren, damit jede Serie die geforderten Qualitätsnormen erreicht. Im Kundendienst lesen sie Fehlerspeicher aus, spielen Software-Updates auf und beraten zu Nachrüstlösungen, während sie im Vertrieb technische Angebote kalkulieren und vorstellen. Die Elektronikmodule, die sie verantworten, verlassen erst nach ihrer Freigabe als serienreife Bauteile das Band.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für den Einstieg wird i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Fahrzeuginformatik, -elektronik verlangt. Für Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben ist meist ein Masterstudium erforderlich. In Wissenschaft und Forschung wird häufig eine Promotion vorausgesetzt, ggf. mit fachrichtungsbezogenem Zusatz wie z.B. Dr. phil.; für eine Professur ist in der Regel eine Habilitation nötig.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Ingenieur/in für Fahrzeugelektronik?

Ingenieur/innen für Fahrzeugelektronik verdienen typischerweise 6.561 € brutto im Monat. Einstiegsgehälter beginnen meist bei etwa 5.269 €, mit wachsender Verantwortung und Führungsaufgaben ist deutlich mehr drin.

Ist der Beruf als Ingenieur/in für Fahrzeugelektronik körperlich anstrengend?

Der Job ist überwiegend geistige Entwicklungs- und Projektarbeit und gilt deshalb nicht als körperlich belastend. Du solltest aber ein sicheres Farbsehvermögen mitbringen, um Kabel- und Bauteilkennzeichnungen eindeutig erkennen zu können.

Wie sind die Berufsaussichten als Ingenieur/in für Fahrzeugelektronik?

Die Berufsaussichten als Ingenieur/in für Fahrzeugelektronik sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch, offene Stellen lassen sich schwer besetzen – das spielt Bewerbern in die Karten. Die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt bis 2040 und viele Altersabgänge schaffen zusätzliche Vakanzen. Gleichzeitig schrumpft die Gesamtbeschäftigung bis 2040, was den Markt langfristig etwas eintrübt.

Welche digitalen Skills braucht man als Ingenieur/in für Fahrzeugelektronik?

Gefragt sind sichere Kenntnisse in 3-D-Druck, 3-D-Laserscanning und 3-D-Simulation, um Prototypen schnell zu testen. Du solltest außerdem Aktorik und vernetzte Systeme für Connected Cars beherrschen, Produktionsprozesse per App überwachen können und den Einsatz von Cobots oder autonomen Transportsystemen mitplanen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Ingenieur/in für Fahrzeugelektronik?

Du pendelst zwischen Büro, Labor und Produktionshalle und verbringst viel Zeit vor dem Bildschirm. Unregelmäßige Arbeitszeiten oder Schichtmodelle sind möglich, etwa bei Inbetriebnahmen, und du trägst Verantwortung für Mitarbeitende sowie Kundenkontakt im Service oder Vertrieb.

Womit arbeitet man als Ingenieur/in für Fahrzeugelektronik?

Im Alltag nutzt du CAD-Software, CIM- und CAE-Systeme, Prüfstände für Fahrzeugdiagnose, integrierte Schaltkreise und inzwischen auch 3-D-Druckanlagen. Ergänzend arbeitest du mit Schaltplänen, Stücklisten und digitalen Messprotokollen, um Entwürfe zu dokumentieren und zu validieren.

Kann man sich als Ingenieur/in für Fahrzeugelektronik selbständig machen?

Ja, viele Ingenieur/innen gründen ein eigenes Ingenieurbüro für Entwicklung, Projektierung oder Service. Auch freiberufliche Tätigkeiten als Gutachter/in, Sachverständige/r oder beratende/r Ingenieur/in sind möglich.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Ingenieur/in für Fahrzeugelektronik?

Du kannst dich fachlich vertiefen, etwa in Kraftfahrzeug-Elektronik, Informations- und Kommunikationstechnik oder elektrischer Mess- und Regelungstechnik. Beliebt sind auch Schulungen in CAD, Softwareentwicklung oder Projektmanagement, um in leitende Funktionen aufzurücken.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Ingenieur/in für Fahrzeugelektronik?

Mit einem Master oder einer Promotion in Fahrzeuginformatik, Mikroelektronik oder Elektromobilität kannst du in Forschung, Entwicklungsleitung oder Lehre aufsteigen. Eine praxisnahe Option ist die Aufstiegsweiterbildung zum/zur REFA-Ingenieur/in für Industrial Engineering, die dich für Führungs- und Optimierungsaufgaben in der Produktion qualifiziert.

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