Ingenieur/Ingenieurin für Elektromobilität – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Ingenieur/Ingenieurin für Elektromobilität

Auch bekannt als: Engineer (m/f) - electric machines

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Büroräumen · auf Prüfständen · in Versuchsräumen und Labors · in Besprechungsräumen · in Werkhallen und Werkstätten · im Homeoffice bzw. mobil
Offene Stellen313

Über den Beruf

Ingenieur/innen für Elektromobilität entwickeln elektrische Antriebe, konstruieren Batteriesysteme und gestalten Ladeinfrastruktur. Aus Lastenheften leiten sie Systemanforderungen ab, erstellen CAD-Modelle und simulieren Leistungselektronik, Kühlung und Fahrdynamik. Auf Prüfständen planen sie Versuche, werten Messdaten aus und optimieren Komponenten für Effizienz, Sicherheit und Lebensdauer. Sie programmieren Steuergeräte, integrieren Software in Antriebsstränge und stimmen elektrische, mechanische und thermische Systeme miteinander ab. Für neue Fahrzeugplattformen koordinieren sie Produktionstests, definieren Fertigungsprozesse und überwachen Qualitätskennzahlen. In Projektteams stimmen sie Konzepte mit Zulieferern und Kundschaft ab, kalkulieren Budgets und steuern Termine. Auch Machbarkeitsstudien zu Brennstoffzellen, Recyclingstrategien oder autonomen Ladefunktionen gehören zum Alltag. So begleiten sie Elektro- und Hybridfahrzeuge von der ersten Idee bis zur Serienfertigung.

Ausbildung & Zugang

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Ingenieur/in für Elektromobilität?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 6.561 € brutto im Monat. Mit wachsender Erfahrung und je nach Branche, Unternehmensgröße und Region kannst du zwischen 5.269 € und {{entgeltQ75}} € verdienen.

Ist der Beruf als Ingenieur/in für Elektromobilität körperlich anstrengend?

Die Tätigkeit ist körperlich kaum belastend, weil sie vor allem an Bildschirmen, in Laboren und in Besprechungsräumen stattfindet. Voraussetzung ist allerdings ein gutes Farbsehvermögen, damit du Farbcodes an Kabeln und Bauteilen sicher unterscheiden kannst.

Wie sind die Berufsaussichten als Ingenieur/in für Elektromobilität?

Die Berufsaussichten als Ingenieur/in für Elektromobilität sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch, offene Stellen lassen sich schwer besetzen – das spielt Bewerbern in die Karten. Die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt bis 2040, Arbeitgeber suchen also länger nach passendem Personal. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Positionen frei werden. Einziger Wermutstropfen: Die Gesamtbeschäftigung im Berufsfeld schrumpft bis 2040.

Welche digitalen Skills braucht man als Ingenieur/in für Elektromobilität?

Für den Job brauchst du Routine im Einsatz von 3-D-Laserscanning und 3-D-Simulationen, um Prototypen virtuell zu testen. Kenntnisse in Aktorik, Auto-ID-Systemen, vernetzten Fahrzeugen (Connected Cars) und autonomen Transportsystemen sind ebenfalls gefragt. Außerdem solltest du Apps zur Produktionsüberwachung beherrschen und den Einsatz von Cobots in Fertigungslinien planen können.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Ingenieur/in für Elektromobilität?

Du arbeitest wechselnd im Büro, auf Prüfständen, in Werkhallen und gelegentlich beim Kunden vor Ort, was Dienstreisen mit sich bringen kann. Bildschirmarbeit und der Umgang mit Messgeräten und Hochvoltsystemen gehören zum Alltag, ebenso die Verantwortung für Projektteams und Budgetvorgaben.

Womit arbeitet man als Ingenieur/in für Elektromobilität?

Zum Equipment zählen Hochvolt- und Batteriesysteme, Brennstoffzellen sowie Mess- und Diagnosegeräte. Am Rechner nutzt du CAD-, CAE- und CAM-Software, um Konstruktionen zu entwerfen und Fertigungsprozesse zu steuern. Auch technische Normen, Lastenhefte und Sicherheitsanalysen liegen ständig auf deinem Schreibtisch.

Kann man sich als Ingenieur/in für Elektromobilität selbständig machen?

Ja, viele Ingenieur/innen gründen ein eigenes Ingenieurbüro und bieten Entwicklung, Projektierung oder Gutachten an. Auch freiberufliche Tätigkeiten als Sachverständige/r oder beratende/r Ingenieur/in sind möglich; der VDI hält dazu Gründungsleitfäden bereit.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Ingenieur/in für Elektromobilität?

Beliebt sind Fachseminare zu Elektromobilität, Energie- und Anlagentechnik oder Projektmanagement. Du kannst dich zudem in CAD, Konstruktion oder Mess- und Regeltechnik vertiefen, um dein Know-how auf dem neuesten Stand zu halten und neue Aufgabenfelder zu erschließen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Ingenieur/in für Elektromobilität?

Ein Aufstieg gelingt häufig über eine Spezialisierung, z.B. zur bzw. zum REFA-Ingenieur/in für Industrial Engineering. Mit einem Master oder einer Promotion in Elektromobilität, Fahrzeugtechnik oder Fahrzeuginformatik kannst du in leitende Entwicklungs- oder Forschungspositionen wechseln. Wer den Weg in die Wissenschaft anstrebt, benötigt nach der Promotion oft noch die Habilitation, um Professuren an Hochschulen erreichen zu können.

313 Stellenangebote ansehen