Industrie-, Produktdesigner/Industrie-, Produktdesignerin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Industrie-, Produktdesigner/Industrie-, Produktdesignerin

Auch bekannt als: Diplomformgestalter/Diplomformgestalterin (Uni) - Produktgestaltung · Industrial designer (m/f) · Product designer (m/f)

BerufsfeldDesign & Gestaltung
Arbeitsortein Büro- und Besprechungsräumen · auf Fachmessen · in Hörsälen und Seminarräumen · in Bibliotheks- und Archivräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Offene Stellen120

Über den Beruf

Industrie- und Produktdesigner/innen entwickeln Serienprodukte – vom Küchengerät bis zur Medizintechnik. Dabei analysieren sie Zielgruppen und Trends, klären mit Auftraggebern Budget und Funktionen und übersetzen alles in Gestaltungskonzepte. Dafür fertigen sie Handskizzen, CAD-Modelle und 3-D-Renderings an, wählen Materialien, Farben und Oberflächen und prüfen Ergonomie sowie Nachhaltigkeit. Auf Basis der digitalen Daten bauen sie Prototypen, oft per 3-D-Druck. Zusammen mit Ingenieur/innen testen sie die Muster und optimieren Details, bis das Produkt serienreif ist. Während der Umsetzung legen sie Stücklisten, Arbeitsschritte und Kostenkalkulationen fest und koordinieren Designer-, Technik- und Marketingteams. Präsentationen vor Kund/innen, Messeauftritten oder Pressebeiträge gehören ebenso zum Job wie die Pflege digitaler Asset-Bibliotheken oder die Vorbereitung des digitalen Produktpasses. So entsteht ein marktfähiges Produkt, das Form, Funktion und Wirtschaftlichkeit vereint.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für den Einstieg wird ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Produkt-, Industriedesign erwartet. Für Leitungsfunktionen oder besonders spezialisierte Aufgaben ist meist ein Masterstudium erforderlich. In Wissenschaft und Forschung wird häufig eine Promotion vorausgesetzt, ggf. mit fachrichtungsbezogenem Doktorgrad wie z.B. Dr. phil.; für eine Professur an einer Hochschule kann außerdem eine Habilitation nötig sein.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Industrie-, Produktdesigner/Industrie-, ProduktdesignerinAktueller Beruf

Häufige Fragen

Was verdient man als Industrie- und Produktdesigner/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.727 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Branche und Region kannst du ab 4.030 € starten; nach oben gibt es keine verlässliche Durchschnittsangabe, Spitzenverdiener/innen kommen jedoch deutlich darüber.

Ist der Beruf als Industrie- und Produktdesigner/in körperlich anstrengend?

Der Job ist überwiegend sitzend, verlangt aber Feinmotorik und gutes Sehvermögen. Du brauchst funktionstüchtige Arme und Hände für Modellbau sowie ein sicheres Farb- und Raumsehen, um Entwürfe präzise beurteilen zu können.

Wie sind die Berufsaussichten als Industrie- und Produktdesigner/in?

Die Berufsaussichten als Industrie- und Produktdesigner/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040, was zusätzliche Stellen schafft. Gleichzeitig ist der Fachkräftemangel gering – offene Stellen werden schnell besetzt, sodass die Konkurrenz unter Bewerber/innen höher ist. Außerdem werden weniger Altersabgänge erwartet als in vielen anderen Berufen.

Welche digitalen Skills braucht man als Industrie- und Produktdesigner/in?

Digitale Technik ist essenziell: Du solltest 3-D-Werkzeuge vom Laserscanning über Simulationen bis zum 3-D- und 4-D-Druck beherrschen. Augmented-Reality-Anwendungen, Bild- und Videogeneratoren sowie Digital-Asset-Management erleichtern Präsentation und Datenpflege. Auch das Zusammenstellen von Informationen für den Digitalen Produktpass gehört heute zum Skill-Set.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Industrie- und Produktdesigner/in?

Die Arbeit findet vor allem in Büros oder Besprechungsräumen statt und umfasst viel Bildschirmzeit. Handskizzen und Modellbau wechseln sich mit Kundenterminen ab, bei denen du Konzepte abstimmst. Wer lehrt oder Teams führt, übernimmt zusätzlich Verantwortung für Personen.

Womit arbeitet man als Industrie- und Produktdesigner/in?

Du nutzt physische Modelle, Prototypen und Rapid-Prototyping-Verfahren sowie CAD-Software für 2-D- und 3-D-Konstruktionen. Hinzu kommen Gestaltungskonzepte, Markt- und Trendanalysen, Kalkulationen und diverse Büro-Tools auf PC oder Grafiktablett.

Kann man sich als Industrie- und Produktdesigner/in selbständig machen?

Ja, viele Industrie- und Produktdesigner/innen arbeiten freiberuflich. Mit einem eigenen Design-Studio kannst du Aufträge direkt von Unternehmen oder Privatkund/innen annehmen und deinen Stil frei entwickeln.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Industrie- und Produktdesigner/in?

Du kannst dich in Produktgestaltung, Konstruktionstechnik oder Computer-Aided-Design spezialisieren. Seminare zu Werbung und Verkaufsförderung helfen dir außerdem, deine Entwürfe erfolgreicher am Markt zu platzieren.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Industrie- und Produktdesigner/in?

Ein Master in Produkt- oder Industriedesign oder in Produktentwicklung eröffnet den Weg zu Projektleitungen und strategischen Designaufgaben. Mit einer Promotion kannst du in Forschung und Entwicklung aufsteigen; für eine Professur an Hochschulen wird meist zusätzlich eine Habilitation verlangt.

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