Historiker/Historikerin
Auch bekannt als: Geschichtswissenschaftler/in · Historian (m/f)
Über den Beruf
Historiker/innen analysieren Urkunden, Zeitungen, Fotos und digitale Archive, ordnen sie zeitlich ein und ziehen daraus neue Erkenntnisse. Sie verfassen Fachartikel, Ausstellungstexte oder Pressemitteilungen und bereiten Forschungsergebnisse für Bücher, Podcasts oder Online-Datenbanken auf. Im Ausstellungs- und Kulturmanagement entwickeln sie Konzepte, wählen Objekte aus, organisieren Ankäufe und begleiten Führungen. In Verlagen lektorieren sie Manuskripte, beraten Autor/innen und betreuen Publikationen. Für Medien recherchieren sie historische Hintergründe und schreiben Reportagen. In Archiven und Bibliotheken digitalisieren sie Bestände, katalogisieren Dokumente und pflegen Sammlungen in Management-Systemen. In der Erwachsenenbildung planen sie Vorträge, Seminare oder Online-Kurse und vermitteln geschichtswissenschaftliche Methoden. So machen sie Vergangenheit anschaulich und ordnen aktuelle Debatten historisch ein.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Für den Einstieg ist ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Geschichte erforderlich. Für Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben wird meist ein Masterstudium erwartet. In Wissenschaft und Forschung sind häufig eine Promotion, z.B. Dr. phil., oder eine Habilitation nötig.
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Historiker/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.691 € brutto im Monat. Mit wachsender Berufserfahrung oder in Leitungsfunktionen sind Spannen von etwa 4.371 € bis 6.694 € möglich.
Wie sind die Berufsaussichten als Historiker/in?
Die Berufsaussichten als Historiker/in sind eher schwierig. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist gering – offene Stellen werden meist schnell besetzt. Bis 2040 nimmt diese Konkurrenz weiter zu, weil Arbeitgeber leichter qualifizierte Kräfte finden. Zudem gibt es weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen, sodass nur begrenzt neue Positionen frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als Historiker/in?
Für Historiker/innen gewinnen digitale Kompetenzen stetig an Bedeutung. Gefragt sind zum Beispiel 3-D-Laserscanning für Objektvermessungen, Audio-Mining- und Data-Mining-Tools zur Auswertung großer Quellensammlungen sowie digitales Sammlungsmanagement. Auch Blended-Learning-Konzepte, interaktive Tafeln und die digitale Kulturvermittlung solltest du sicher beherrschen.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Historiker/in?
Der Arbeitsalltag wechselt zwischen Büro, Seminarraum und Ausstellungsbereich und erfordert viel Bildschirmarbeit. Du trägst Verantwortung für Studierende oder Besucher/innen und bereitest häufig Inhalte am Computer vor. Bei vielen Arbeitgebern ist zudem zeitweise Homeoffice möglich.
Womit arbeitet man als Historiker/in?
Historiker/innen nutzen Fachliteratur, Archivalien wie Urkunden oder Grabbeigaben sowie digitale Kataloge und Findbücher. Am Schreibtisch kommen PC, Datenbanken, Beamer oder Scanner zum Einsatz, um Quellen zu analysieren und Präsentationen zu erstellen. Telefon und Internetzugang gehören ebenfalls zur Grundausstattung.
Kann man sich als Historiker/in selbständig machen?
Ja, viele Historiker/innen arbeiten freiberuflich, etwa als Journalist/in, Lektor/in oder PR-Berater/in. Auch Honorartätigkeiten in der Erwachsenenbildung oder projektbezogene Aufträge für Museen und Gedenkstätten sind üblich, wenn du ein entsprechendes Netzwerk aufgebaut hast.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Historiker/in?
Weiterbilden kannst du dich unter anderem in Kulturgeschichte, Museologie, Public Relations, Journalistik, Bibliothekswesen oder Erwachsenenbildung. Solche Kurse vertiefen Spezialwissen und eröffnen dir neue Einsatzfelder – beispielsweise im Kulturmanagement oder in der Medienarbeit.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Historiker/in?
Nach einem Bachelor bietet ein Masterstudium, etwa in Geschichte, Museologie, Archivwissenschaft oder Digitalen Geisteswissenschaften, den nächsten Karriereschritt. Eine Promotion qualifiziert dich für Leitungsaufgaben in Forschung, öffentlichen Einrichtungen oder Unternehmen; an Hochschulen ist für Professuren meist zusätzlich die Habilitation nötig.
