Altertumswissenschaften (Master) – Arbeitsumfeld
Studium

Altertumswissenschaften (Master)

Auch bekannt als: Altertumswissenschaftler/in · Wissenschaftliche/r Referent/in - Altertumswissenschaften

BerufsfeldSprachen, Kultur & Gesellschaft
Arbeitsortein Büroräumen · in Besprechungs- und Unterrichtsräumen · in Ausstellungsräumen von Museen · in Bibliotheks- und Archivräumen · in Seminarräumen sowie Hörsälen · im Freien (bei Exkursionen, Ausgrabungen, Ortsbegehungen in der Denkmalpflege) · im Homeoffice bzw. mobil
Studiengänge14

Über den Beruf

Altertumswissenschaftler/innen erforschen die Kulturen der Antike, analysieren schriftliche und materielle Quellen und ordnen sie historisch ein. Sie leiten Ausgrabungen, bergen Fundstücke, dokumentieren sie präzise und bewerten ihre Echtheit. In Museen kuratieren sie Sammlungen, entwickeln Ausstellungskonzepte und gestalten Führungen oder digitale Vermittlungsformate. Bei Restaurierungsprojekten untersuchen sie den Zustand antiker Objekte, klassifizieren Materialien und begleiten Rekonstruktionsarbeiten. In Verlagen redigieren sie Manuskripte zu alter Geschichte und betreuen Autor/innen. An Hochschulen bereiten sie Lehrveranstaltungen vor, halten Vorlesungen und veröffentlichen Forschungsergebnisse in Fachzeitschriften. Auch in der Erwachsenenbildung organisieren sie Vorträge und Seminare. Durch diese Arbeiten erschließen sie das Wissen der Antike und bringen es Forschung, Bildung und Öffentlichkeit näher.

Ausbildung & Zugang

Zugangsvoraussetzungen5
  • Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Altertumswissenschaften oder einer inhaltlich naheliegenden Disziplin, z.B. Geschichte
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten Hochschulabschluss als Auswahlkriterium
  • Ggf. Kenntnisse in Latein, (Alt-)Griechisch oder Hebräisch
  • Ggf. Englisch und eine weitere Fremdsprache

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Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Altertumswissenschaftler/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.263 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.069 € und 5.784 €. Durch zusätzliche Aufgaben etwa in der Projektleitung oder im Museumsmanagement kann dein Einkommen noch steigen.

Ist der Beruf als Altertumswissenschaftler/in körperlich anstrengend?

Die Arbeit ist überwiegend geistiger Natur und körperlich meist wenig belastend. Bei Ausgrabungen oder der Bergung von Fundstücken musst du jedoch deine Arme und Hände uneingeschränkt einsetzen können, um Werkzeuge zu führen oder Objekte sicher zu transportieren.

Wie sind die Berufsaussichten als Altertumswissenschaftler/in?

Die Berufsaussichten als Altertumswissenschaftler/in sind eher schwierig. Die Beschäftigung wächst bis 2040, was ein positives Signal ist. Aktuell besteht jedoch nur ein geringer Fachkräftemangel – offene Stellen werden schnell besetzt, sodass die Konkurrenz hoch bleibt. Bis 2040 steigt die Konkurrenz unter Bewerbern weiter, weil Arbeitgeber voraussichtlich noch schneller qualifizierte Personen finden. Außerdem gibt es weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen, sodass nur wenige Stellen durch Renteneintritte frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Altertumswissenschaftler/in?

Digitale Werkzeuge spielen inzwischen eine große Rolle. Du solltest z.B. 3-D-Laserscanning und 3-D-Simulation beherrschen, um Funde oder antike Siedlungen virtuell zu erfassen und zu rekonstruieren. Für die Dokumentation sind Apps für Planung und Aufmaß sowie digitales Sammlungsmanagement wichtig. In der Lehre punkten Blended-Learning-Konzepte und der Umgang mit digitalen Tafeln.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Altertumswissenschaftler/in?

Die Tätigkeit kombiniert Bildschirmarbeit mit Einsätzen vor Gruppen. Du sitzt häufig in Büros oder vor dem Computer, etwa um Sammlungen zu pflegen oder Berichte zu schreiben, und stehst in Unterrichts- oder Schulungsräumen, wenn du Lehrveranstaltungen leitest. Dazu kommt Verantwortung für Studierende oder Museumsbesucher, denn du planst Inhalte und betreust Personen fachlich.

Womit arbeitet man als Altertumswissenschaftler/in?

Zum Arbeitsalltag gehören sowohl Originalobjekte als auch moderne Technik. Du untersuchst archäologische Fundstücke, Akten oder digitale Quellen und nutzt dafür Geräte wie Fotoapparate, Digitalisierungstabletts oder GIS-Systeme. Auch klassische Büroausstattung – PC, Internetzugang, Beamer und Telefon – ist ständig im Einsatz.

Kann man sich als Altertumswissenschaftler/in selbständig machen?

Ja, eine freiberufliche Tätigkeit ist möglich. Typische Felder sind der Kultur- und Wissenschaftsjournalismus, das Lektorat von Fachpublikationen oder die Erwachsenenbildung, in denen du Projekte eigenständig akquirieren und umsetzen kannst.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Altertumswissenschaftler/in?

Es stehen zahlreiche fachliche und branchennahe Fortbildungen offen. Du kannst dich etwa in Geschichte, Kulturgeschichte, Museologie, Restaurierung, historischer Materialkunde, Medien- und Kulturmanagement, Journalistik oder Erwachsenenbildung spezialisieren, um dein Profil zu schärfen oder neue Arbeitsfelder zu erschließen.

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