Geschichte (Master) – Arbeitsumfeld
Studium

Geschichte (Master)

Auch bekannt als: Historiker/in · Geschichtswissenschaftler/in · Historian (m/f)

BerufsfeldSprachen, Kultur & Gesellschaft
Arbeitsortein Büroräumen · in Besprechungs- und Unterrichtsräumen · in Ausstellungsräumen von Museen · in Bibliotheks- und Archivräumen · in Seminarräumen sowie Hörsälen · bei Exkursionen auch im Freien oder an wechselnden Orten, auch im Ausland · im Homeoffice bzw. mobil
Studiengänge542

Über den Beruf

Historiker/innen analysieren Urkunden, Zeitungen oder Bilddokumente, ordnen sie in ihren zeitlichen Kontext ein und ziehen daraus neue Erkenntnisse. Auf dieser Basis schreiben sie Fachartikel, redigieren Manuskripte oder bereiten Ausstellungstexte auf. In Museen entwickeln sie Konzepte für Sammlungsankäufe, planen Ausstellungen und gestalten Führungen. Im Verlags- und Redaktionsalltag betreuen sie Autor/innen, recherchieren Hintergrundinformationen und verfassen Reportagen zu kulturgeschichtlichen Themen. Für die Öffentlichkeit erstellen sie Pressemappen, organisieren Pressegespräche sowie Vorträge oder Seminare, etwa in der Erwachsenenbildung. In Bibliotheken und Archiven katalogisieren sie Bestände, pflegen digitale Sammlungen und erschließen neu entdecktes Material mit Datenanalyse-Tools. Historische Zusammenhänge werden dadurch für ein breites Publikum sichtbar.

Ausbildung & Zugang

Zugangsvoraussetzungen5
  • Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Geschichte
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten Hochschulstudium
  • Ggf. Englischkenntnisse, Kenntnisse in anderen modernen Fremdsprachen sowie Lateinkenntnisse
  • Teilweise kann der Sprachnachweis auch zu Beginn des Masterstudiums erbracht werden

Passende Studiengänge542

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Historiker/in?

Historiker/innen verdienen typischerweise 5.691 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 4.371 € und 6.694 € möglich. In Museen oder Archiven liegt das Einstiegsgehalt oft näher an der unteren Spanne, während leitende Positionen im Kultur- oder Forschungsmanagement an die obere Grenze heranreichen.

Wie sind die Berufsaussichten als Historiker/in?

Die Berufsaussichten als Historiker/in sind eher schwierig. Die Beschäftigung wächst zwar bis 2040, doch der Fachkräftemangel ist gering – offene Stellen werden schnell besetzt, es gibt also viel Konkurrenz. Bis 2040 steigt diese Konkurrenz weiter, weil Arbeitgeber leichter passende Bewerber finden. Zudem werden weniger Altersabgänge erwartet als in vielen anderen Berufen, sodass weniger Stellen frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Historiker/in?

Historiker/innen müssen souverän mit digitalen Werkzeugen umgehen. Dazu gehören Audio-Mining-Systeme zum automatisierten Durchsuchen von Ton- und Videoquellen sowie Blended-Learning-Plattformen für die Lehre. Auch den Einsatz einer digitalen Tafel im Hörsaal oder den sicheren Umgang mit Dokumentenmanagementsystemen solltest du beherrschen, um Quellen, Manuskripte und Forschungsergebnisse effizient zu verwalten.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Historiker/in?

Die Arbeit ist durch viel Bildschirmarbeit in Büros geprägt, ergänzt um Termine in Seminar- und Unterrichtsräumen. Wer an Hochschulen lehrt, trägt zusätzlich Verantwortung für Studierende, etwa bei Prüfungen oder Betreuungen.

Womit arbeitet man als Historiker/in?

Historiker/innen nutzen eine Mischung aus Fachliteratur, Statistiken und originalen Quellen wie Urkunden oder Zeitungen. Digitale Register, Kataloge und Findbücher gehören ebenso dazu wie PC, Telefon, Beamer oder andere Präsentationstechnik.

Kann man sich als Historiker/in selbständig machen?

Eine Selbständigkeit ist gut möglich. Viele Historiker/innen bieten freiberuflich journalistische Beiträge an, übernehmen Lektorats- und PR-Aufträge oder veranstalten Kurse in der Erwachsenenbildung.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Historiker/in?

Die Palette an Weiterbildungen ist breit gefächert. Beliebt sind Seminare zu Kultur- und Wirtschaftsgeschichte oder Zertifikatskurse in Museologie, PR oder Journalistik. Mit Workshops in Bibliothekswesen oder Erwachsenenbildung kannst du dein Profil zudem gezielt in Richtung Informationsmanagement oder Didaktik schärfen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Historiker/in?

Vor allem eine Promotion eröffnet dir höhere Positionen in Forschung, Verwaltung oder Museumsleitung. Wer noch weiter gehen will, kann habilitieren und sich damit für eine Professur qualifizieren. Spezialisierte Promotionsfächer wie Museologie, Archivwissenschaft oder Digitale Geisteswissenschaften erhöhen zusätzlich die Chancen auf Leitungsfunktionen in Kultureinrichtungen.

542 Studiengänge ansehen