Keltologie (Master) – Arbeitsumfeld
Studium

Keltologie (Master)

BerufsfeldSprachen, Kultur & Gesellschaft
Arbeitsortein Büroräumen · in Besprechungs- und Unterrichtsräumen · in Ausstellungsräumen von Museen · in Bibliotheks- und Archivräumen · in Seminarräumen sowie Hörsälen · bei Exkursionen auch im Freien oder an wechselnden Orten, auch im Ausland · im Homeoffice bzw. mobil
Studiengänge4

Über den Beruf

Keltologen und Keltologinnen erforschen Sprachen, Literaturen und materielle Zeugnisse keltischer Völker. Sie entziffern Inschriften, vergleichen irische, schottisch-gälische oder manxsprachige Texte und setzen archäologische Funde mithilfe digitaler 3-D-Scans in ihren historischen Kontext. In Forschungsprojekten rekonstruieren sie Siedlungsstrukturen, Religion und Alltagsleben vom frühen Eisenzeitalter bis zum Mittelalter, verfassen Fachartikel oder beantragen Drittmittel für Grabungen. Im Museums- und Kulturbereich planen sie Ausstellungen, konzipieren Führungen und erstellen multimediale Vermittlungsformate. Arbeiten sie in Verlagen, lektorieren sie Manuskripte zur keltischen Geschichte und begleiten Autor/innen bis zur Publikation. In Bibliotheken und Archiven erschließen sie Spezialbestände und bauen Datenbanken auf. Lehrende Keltologen gestalten Seminare, betreuen Studierende und entwickeln Blended-Learning-Material. Sie bewahren das kulturelle Erbe der Kelten und ermöglichen Öffentlichkeit und Wissenschaft neue Einblicke.

Ausbildung & Zugang

Zugangsvoraussetzungen4
  • Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Keltologie
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten Hochschulstudium
  • I.d.R. Kenntnisse in Alt-/Mittelirisch (Early/Medieval Irish), Mittelkymrisch und Englisch

Passende Studiengänge4

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Keltologe/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.691 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 4.371 € und 6.694 €. In der Wissenschaft beeinflussen zusätzlich die jeweilige Entgeltgruppe (TV-L/TV-ÖD) und dein akademischer Titel, ob du am oberen oder unteren Ende der Spanne landest.

Wie sind die Berufsaussichten als Keltologe/in?

Die Berufsaussichten als Keltologe/in sind eher schwierig. Die Beschäftigung wächst bis 2040, wodurch neue Stellen entstehen. Gleichzeitig ist der Fachkräftemangel gering, offene Stellen werden also schnell besetzt – das erhöht die Konkurrenz. Bis 2040 steigt der Bewerberdruck weiter, weil Arbeitgeber leichter geeignete Leute finden. Außerdem gibt es weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen, sodass zusätzliche Wechselchancen begrenzt bleiben.

Welche digitalen Skills braucht man als Keltologe/in?

Keltologen und Keltologinnen arbeiten heute stark digital. Du solltest dich mit 3-D-Laserscanning und 3-D-Simulationen auskennen, um Fundstücke oder Siedlungen virtuell zu rekonstruieren. Auch Apps für Aufmaß und digitale topografische Karten, Blended-Learning-Plattformen, CAT-Tools für Übersetzungen sowie interaktive Tafeln und Formate der digitalen Kulturvermittlung gehören zum Handwerkszeug.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Keltologe/in?

Die Tätigkeit findet überwiegend am Schreibtisch und in Lehr- oder Besprechungsräumen statt. Du trägst Verantwortung für Studierende oder Teilnehmer/innen, bereitest Vorlesungen vor und verbringst viel Zeit vor dem Bildschirm, etwa beim Recherchieren und Lektorieren von Manuskripten.

Womit arbeitet man als Keltologe/in?

Zu den wichtigsten Arbeitsmitteln zählen wissenschaftliche Publikationen, Datenbanken und Originalfunde aus keltischer Zeit wie Keramik, Schmuck oder Schriftrelikte. Hinzu kommen gängige Büro-IT mit PC, Beamer und Internetzugang, damit du Rechercheergebnisse präsentieren oder Lehrmaterial erstellen kannst.

Kann man sich als Keltologe/in selbständig machen?

Eine freiberufliche Tätigkeit ist in der Keltologie möglich. Typische Felder sind Journalismus, Lektorat oder die Erwachsenenbildung, in denen du eigene Projekte oder Aufträge annehmen kannst.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Keltologe/in?

Nach dem Master bieten sich vielfältige Weiterbildungen an. Beliebt sind Kurse in Geschichte, Kulturgeschichte, Museologie, Verlags- und Informationswesen, Journalistik oder Medien- und Kulturmanagement, mit denen du dein Profil für Museen, Verlage oder Kulturinstitutionen schärfst.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Keltologe/in?

Für leitende Positionen oder eine Karriere in der Hochschulforschung ist meist eine Promotion nötig. Mit einer anschließenden Habilitation kannst du dich für Professuren qualifizieren oder Forschungsprojekte leiten; auch in Verlagen, Museen oder Kulturverwaltungen eröffnet der Doktortitel dir Managementfunktionen.

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