Allgemeine und vergleichende Sprachwissenschaft (Master) – Arbeitsumfeld
Studium

Allgemeine und vergleichende Sprachwissenschaft (Master)

Auch bekannt als: Sprachwissenschaftler/in · Linguist/in · Linguist (m/f)

BerufsfeldSprachen, Kultur & Gesellschaft
Arbeitsortein Büroräumen · in Besprechungs- und Unterrichtsräumen · in Hörsälen sowie Seminarräumen · in Bibliotheks- und Archivräumen (bei Recherchetätigkeiten) · im Homeoffice bzw. mobil

Über den Beruf

Sprachwissenschaftler/innen erforschen menschliche Sprache in allen Facetten. Sie sammeln Sprachdaten, erstellen Korpora und analysieren Lautsysteme, Grammatik, Bedeutung und Gebrauch mit spezialisierter Software. Aus ihren Erkenntnissen entstehen Wörterbücher, Lautschriften, Sprachkarten oder digitale Sprachlernprogramme. In Forschungs- und Entwicklungsprojekten arbeiten sie an Spracherkennungs-, Übersetzungs- oder Sprachsynthesesystemen mit. Marketingabteilungen unterstützen sie, indem sie Markenbotschaften prüfen und Corporate-Language-Konzepte formulieren. In der Erwachsenenbildung leiten sie Kommunikationsseminare oder entwickeln Übungen für Menschen mit Sprachstörungen. An Hochschulen vermitteln sie Theorie und Methode der Linguistik, betreuen Studierende und veröffentlichen Fachartikel. Für eigene Forschungsprojekte beantragen sie Fördermittel, leiten Teams und präsentieren Ergebnisse auf Kongressen.

Ausbildung & Zugang

Zugangsvoraussetzungen4
  • Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Allgemeiner und vergleichender Sprachwissenschaft
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium
  • Ggf. Kenntnisse in Englisch und einer zweiten modernen Fremdsprache

Karriere & Weiterbildung

Allgemeine und vergleichende Sprachwissenschaft (Master)Aktueller Beruf

Häufige Fragen

Was verdient man als Sprachwissenschaftler/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.051 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.501 € und 6.309 €. Ob du eher am oberen oder unteren Ende landest, hängt unter anderem von Branche, Arbeitgebergröße und deiner Berufserfahrung ab.

Welche digitalen Skills braucht man als Sprachwissenschaftler/in?

Im Berufsalltag kommen spezialisierte Tools wie Audio-Mining-Systeme, Computer-Aided-Translation-Software und digitale Dokumentenmanagementsysteme zum Einsatz. Du solltest außerdem Blended-Learning-Kurse oder MOOCs organisieren können und interaktive Tafeln souverän bedienen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Sprachwissenschaftler/in?

Die Tätigkeit spielt sich überwiegend an Bildschirmarbeitsplätzen, in Büros und in Lehr- oder Besprechungsräumen ab. Reisebereitschaft ist gefragt, wenn Feldstudien an entfernten Orten anstehen. Außerdem übernimmst du Verantwortung für Lernende in Seminaren und Workshops.

Womit arbeitet man als Sprachwissenschaftler/in?

Zum Handwerkszeug gehören Sprachaufzeichnungen, Grammatiken, Fachliteratur, Konzepte zur Sprachvermittlung sowie Manuskripte und Unterrichtsmaterial. Technisch arbeitest du mit Ton- und Frequenzaufzeichnungsgeräten, PCs mit Internetzugang, Beamer sowie Sprach-, Übersetzungs- und Projektmanagement-Software.

Kann man sich als Sprachwissenschaftler/in selbständig machen?

Ja. Viele Sprachwissenschaftler/innen bieten ihre Expertise freiberuflich an, zum Beispiel bei der Entwicklung von Lehr- und Sprachtechnologien oder als Fachlektor/innen für lexikalische Werke.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Sprachwissenschaftler/in?

Weiterbildungen sind unter anderem in Geschichte, Kulturgeschichte, Journalistik, Publizistik oder Verlagswesen möglich. Auch Seminare zu Marketing, Werbung, PR, Vertrieb oder Erwachsenenbildung können dein Profil schärfen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es für Sprachwissenschaftler/innen?

Aufstiegsmöglichkeiten ergeben sich vor allem durch eine Promotion in Allgemeiner und vergleichender Sprachwissenschaft, Computerlinguistik oder Digitalen Geisteswissenschaften, die für leitende Forschungs- oder Entwicklungspositionen qualifiziert. Anschließend kannst du dich habilitieren, um eine Professur zu übernehmen oder die Leitung eines sprachwissenschaftlichen Instituts anzustreben.