Allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft (Master) – Arbeitsumfeld
Studium

Allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft (Master)

Auch bekannt als: Literaturwissenschaftler/in

BerufsfeldSprachen, Kultur & Gesellschaft
Arbeitsortein Büroräumen · in Besprechungs- und Unterrichtsräumen · in Hörsälen sowie Seminarräumen · in Bibliotheks- und Archivräumen (bei Recherchetätigkeiten) · im Homeoffice bzw. mobil

Über den Beruf

Literaturwissenschaftler/innen untersuchen Gedichte, Romane und Sachtexte mit philologischen, historischen und theoretischen Methoden. Sie vergleichen Werke unterschiedlicher Epochen und Kulturen, analysieren ihre Wirkung und ordnen sie gesellschaftlich ein. In Redaktionen verfassen sie Rezensionen, entwickeln Grundlagentexte oder lektorieren Manuskripte. In der Unternehmenskommunikation prüfen sie Werbebotschaften, entwerfen Corporate-Language-Konzepte und schreiben Pressemitteilungen. Für die Erwachsenenbildung konzipieren sie Seminare zur Textinterpretation und Kommunikation. An Hochschulen gestalten sie Lehrveranstaltungen, betreuen Studierende, korrigieren Arbeiten und nehmen Prüfungen ab. Forschung gehört ebenfalls dazu: Sie beantragen Mittel, werten Quellen digital aus und publizieren Ergebnisse in Fachzeitschriften oder Sammelbänden. Mit Fachvorträgen bringen sie ihre Erkenntnisse in wissenschaftliche und öffentliche Debatten ein.

Ausbildung & Zugang

Zugangsvoraussetzungen3
  • Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Allgemeiner und vergleichender Literaturwissenschaft oder einer nahen Disziplin, z.B. Germanistik
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren, z.B. Eignungsfeststellungsverfahren
  • Ggf. Englischkenntnisse und Kenntnisse in einer zweiten modernen Fremdsprache

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Literaturwissenschaftler/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.051 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.501 € und 6.309 €. Mit zusätzlicher Verantwortung etwa in Leitungsfunktionen oder PR-Projekten kann das Einkommen weiter steigen.

Welche digitalen Skills braucht man als Literaturwissenschaftler/in?

Für die Arbeit als Literaturwissenschaftler/in sind solide digitale Kompetenzen gefragt. Du solltest Audio-Mining-Systeme, maschinelle Übersetzung und Dokumentenmanagement-Tools einsetzen können, um große Text- und Tonbestände auszuwerten. In der Lehre sind Blended-Learning-Konzepte, MOOCs und digitale Tafeln Standard. Außerdem ist es üblich, Forschung über Open-Access-Plattformen und OER-Materialien zugänglich zu machen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Literaturwissenschaftler/in?

Die Tätigkeit spielt sich überwiegend in Büroräumen, Unterrichts- und Seminarräumen sowie am Bildschirm ab. Du wechselst zwischen konzentrierter Recherchearbeit, der Dokumentation von Unterrichtszielen und direktem Kontakt mit Studierenden oder Projektkund/innen. Dabei trägst du Verantwortung für Personengruppen, etwa wenn du Lehrveranstaltungen leitest.

Womit arbeitet man als Literaturwissenschaftler/in?

Hauptarbeitsmittel sind literarische Originaltexte, wissenschaftliche Sekundärliteratur und digitale Rechercheunterlagen. Du greifst dafür auf PC, Internetzugang, Telefon sowie Präsentationstechnik wie Beamer zurück, um Analysen zu erstellen und Ergebnisse vorzustellen.

Kann man sich als Literaturwissenschaftler/in selbständig machen?

Eine selbständige Tätigkeit ist in diesem Berufsfeld gut möglich. Viele Literaturwissenschaftler/innen arbeiten freiberuflich im Journalismus, Lektorat, in Redaktionen, der Öffentlichkeitsarbeit oder in der Erwachsenenbildung.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Literaturwissenschaftler/in?

Fachliche und methodische Kenntnisse lassen sich durch Weiterbildungen in Geschichte, Kulturgeschichte oder Erwachsenenbildung ausbauen. Ergänzend kannst du dich in Journalistik, Publizistik, Verlagswesen oder Public Relations spezialisieren, um dein Profil für bestimmte Branchen zu schärfen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Literaturwissenschaftler/in?

Wirkliche Karrieresprünge gelingen vor allem über eine Promotion in Allgemeiner und vergleichender Literaturwissenschaft, Buchwissenschaft oder Digitalen Geisteswissenschaften. Mit dem Doktortitel kannst du Postdoc-Stellen antreten, Drittmittelprojekte eigenständig leiten und eine Habilitation anstreben, um zur Professorin bzw. zum Professor berufen zu werden. In Verlagen, Kulturstiftungen oder öffentlichen Verwaltungen verbessert der Ph.D. außerdem deine Chancen auf Leitungsfunktionen wie Programmleiter/in oder Referatsleiter/in.