Geschichte (Bachelor)
Auch bekannt als: Historiker/in · Geschichtswissenschaftler/in · Historian (m/f)
Über den Beruf
Historiker/innen analysieren Urkunden, Zeitungen oder Bilddokumente, ordnen sie in ihren zeitlichen Kontext ein und ziehen daraus neue Erkenntnisse. Auf dieser Basis schreiben sie Fachartikel, redigieren Manuskripte oder bereiten Ausstellungstexte auf. In Museen entwickeln sie Konzepte für Sammlungsankäufe, planen Ausstellungen und gestalten Führungen. Im Verlags- und Redaktionsalltag betreuen sie Autor/innen, recherchieren Hintergrundinformationen und verfassen Reportagen zu kulturgeschichtlichen Themen. Für die Öffentlichkeit erstellen sie Pressemappen, organisieren Pressegespräche sowie Vorträge oder Seminare, etwa in der Erwachsenenbildung. In Bibliotheken und Archiven katalogisieren sie Bestände, pflegen digitale Sammlungen und erschließen neu entdecktes Material mit Datenanalyse-Tools. Historische Zusammenhänge werden dadurch für ein breites Publikum sichtbar.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen4
- Allgemeine oder ggf. fachgebundene Hochschulreife oder als gleichwertig anerkanntes Zeugnis
- Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
- Ggf. Englischkenntnisse
- Ggf. Lateinkenntnisse
Passende Studiengänge542
Studienangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Historiker/in?
Das Gehalt liegt typischerweise 5.691 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 4.371 € und 6.694 €. Ob du in einer Forschungseinrichtung, einem Museum oder bei einem Verlag arbeitest, beeinflusst die Höhe zusätzlich.
Wie lange dauert das Geschichtsstudium?
Das Bachelorstudium in Geschichte dauert je nach Hochschule 6 bis 8 Semester, also 3 bis 4 Jahre. Praxismodule, Auslandssemester oder ein großes Nebenfach können die Studiendauer leicht verlängern.
Welche Schulfächer sind wichtig für das Geschichtsstudium?
Geschichte, Wirtschaft/Recht, Politik/Sozialkunde, Deutsch, Englisch, Latein, Französisch, Katholische Religionslehre, Evangelische Religionslehre und Ethik/Philosophie gelten als besonders relevant. Wer hier fit ist, kann historische Quellen leichter verstehen und wissenschaftlich einordnen.
Wie sind die Berufsaussichten als Historiker/in?
Die Berufsaussichten als Historiker/in sind eher schwierig. Die Beschäftigung wächst bis 2040, doch der Fachkräftemangel ist gering – offene Stellen werden meist rasch besetzt, was für dich mehr Konkurrenz bedeutet. Die Bewerberkonkurrenz steigt bis 2040 weiter, weil Arbeitgeber leichter Personal finden. Zudem gibt es weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen, sodass vergleichsweise wenige Stellen neu entstehen.
Welche digitalen Skills braucht man als Historiker/in?
Digitale Sammlungsmanagement-Systeme, 3-D-Laserscanning und Datenanalyse-Tools gehören heute zum Handwerkszeug. Auch Blended-Learning-Konzepte, interaktive Tafeln in Vorlesungen und Dokumentenmanagementsysteme solltest du sicher bedienen können.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Historiker/in?
Historiker/innen wechseln häufig zwischen langer Bildschirmarbeit und Präsenzformaten wie Lehrveranstaltungen oder Museumsführungen. Du trägst Verantwortung für Studierende oder Besucher/innen und arbeitest abwechselnd im Büro, in Hörsälen, Seminarräumen oder Ausstellungen.
Kann man sich als Historiker/in selbständig machen?
Ja, viele Historiker/innen arbeiten freiberuflich. Beliebte Felder sind der historische Journalismus, Lektorat, Öffentlichkeitsarbeit oder die Erwachsenenbildung, in denen du Projekte und Honorare selbst akquirierst.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Historiker/in?
Du kannst dich mit Zertifikats- oder Masterkursen in Geschichte, Kulturgeschichte oder Museologie spezialisieren. Lehrgänge in Medien-, Kultur- und Musikmanagement, Journalistik, Publizistik, PR, Bibliothekswesen oder Erwachsenenbildung erweitern dein Profil und eröffnen dir neue Jobfelder.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Historiker/in?
Ein verbreiteter Aufstiegsschritt nach dem Bachelor ist ein Masterstudium, etwa in Geschichte, Museologie oder Archivwissenschaft. Mit einer Promotion kannst du Leitungsfunktionen in Forschung, Museen oder der öffentlichen Verwaltung übernehmen, während eine Habilitation den Weg zur Professur öffnet.
