Fremdfirmenkoordinator/Fremdfirmenkoordinatorin
Über den Beruf
Fremdfirmenkoordinator/innen organisieren Einsätze externer Dienstleister im Unternehmen. Sie ermitteln den Leistungsbedarf, holen Angebote ein und erstellen Ablaufpläne. Vor Beginn der Arbeiten stimmen sie sich mit Auftraggebern und Fremdfirmen ab, identifizieren Gefährdungen und legen Schutz- sowie Notfallmaßnahmen fest. Sie kümmern sich um Einfahrtsgenehmigungen, Zugänge und Arbeitsflächen und weisen eigene wie fremde Mitarbeitende in standortspezifische Risiken ein. Während der Ausführung überwachen sie Termine, Qualität und Arbeitsschutz, dokumentieren Abweichungen und fordern bei Mängeln Nachbesserungen ein. Abschließend nehmen sie die erbrachten Leistungen ab und prüfen Rechnungen. Auch Haus- und Baustellenordnungen, Werk- oder Wartungsverträge verfassen sie eigenständig. Externe Arbeiten lassen sich so sicher und reibungslos in den laufenden Betrieb integrieren.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Als Fremdfirmenkoordinator/in wird man i.d.R. vom Arbeitgeber bestellt. Meist wird dafür eine technische oder kaufmännische Aus- oder Weiterbildung oder ein abgeschlossenes betriebswirtschaftliches oder technisches Studium vorausgesetzt. Zusätzlich sind Kenntnisse im Arbeits-, Sicherheits- und Gesundheitsschutz erforderlich, die in der Regel über eine Weiterbildung erworben werden.
Zugangswege
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Fremdfirmenkoordinator/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 6.657 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung und Region kannst du auch rund 5.157 € oder deutlich mehr verdienen, zum Beispiel wenn du Personalverantwortung übernimmst.
Wie sind die Berufsaussichten als Fremdfirmenkoordinator/in?
Die Berufsaussichten als Fremdfirmenkoordinator/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung in diesem Berufsfeld wächst bis 2040, was zusätzliche Stellen schafft. Gleichzeitig gibt es weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen, sodass seltener Stellen durch Ruhestand frei werden. Praktische Erfahrung und Zusatzqualifikationen erhöhen deine Chancen, dich von Mitbewerbern abzuheben.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Fremdfirmenkoordinator/in?
Fremdfirmenkoordinator/innen arbeiten abwechselnd im Büro sowie auf Baustellen oder in Werkhallen. Dabei trägst du Verantwortung für die Sicherheit anderer, beachtest zahlreiche Vorschriften und musst auch bei Kälte, Nässe oder Lärm Schutzkleidung tragen. Regelmäßige Bildschirmarbeit und enger Kontakt zu Auftraggebern sowie Fremdfirmen gehören ebenfalls zum Alltag.
Womit arbeitet man als Fremdfirmenkoordinator/in?
Wichtigstes Arbeitswerkzeug sind Unterlagen wie Gefährdungsbeurteilungen, Flucht- und Evakuierungspläne, Haus- und Baustellenordnungen sowie Werk- und Dienstverträge. Zusätzlich nutzt du PC, Internet, Telefon und Videokonferenz-Tools, um alle Beteiligten effizient zu koordinieren.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Fremdfirmenkoordinator/in?
Beliebte Aufbauschulungen behandeln Verhandlungsführung, Argumentations- und Überzeugungstechniken oder Vertragsrecht. Fachkurse zu Arbeitssicherheit, Brand- und Explosionsschutz, Anlagensicherheit oder Controlling halten dein Know-how aktuell und erweitern dein Einsatzgebiet.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Fremdfirmenkoordinator/in?
Mit wachsender Erfahrung kannst du die Leitung eines Teams oder einer ganzen Abteilung übernehmen. Ein Masterstudium in Sicherheitsmanagement oder Sicherheitstechnik vertieft dein Fachwissen; wer Forschung oder Spitzenpositionen anstrebt, kann anschließend promovieren. Beschäftigte mit beruflicher Erstausbildung verbessern ihre Karrierechancen zudem durch die Fortbildung zum/zur Betriebswirt/in nach dem Berufsbildungsgesetz.
