Fahrzeuglackierer/Fahrzeuglackiererin
Auch bekannt als: Carrosserielackierer/in · Lackiertechniker/in · Vehicle varnisher (m/f)
Über den Beruf
Fahrzeuglackierer/innen lackieren Pkw, Lkw und Spezialaufbauten, reparieren Steinschläge und schützen blankes Metall vor Korrosion. Sie begutachten Schäden, beulen Dellen aus, schleifen Altbeschichtungen an und tragen Grundierungen, Füller sowie Deck- und Klarlacke mit Spritzpistolen oder Lackierrobotern auf. Nicht zu bearbeitende Flächen werden sorgfältig abgeklebt, Farbnuancen an Mischstationen eingestellt und per elektronischem Farbmessgerät kontrolliert. Für Werbeschriften oder Effektlacke fertigen sie Schablonen an und setzen Folien ein. Nach dem Lackaufbau polieren sie die Oberfläche, versiegeln Hohlräume und montieren zuvor abgenommene Bauteile wie Scheiben oder Stoßstangen. In Industriebetrieben richten sie computergesteuerte Lackierstraßen ein, überwachen den Prozess und warten Düsen sowie Filter. Durch vorausschauende Wartung halten sie Maschinen betriebsbereit und sichern gleichmäßige Lackqualität.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Fahrzeuglackierer/in?
Fahrzeuglackierer/innen verdienen typischerweise 3.486 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Region und Betriebsgröße liegt das Einkommen meist zwischen 2.938 € und 4.370 €. Zuschläge für Schicht- oder Gefahrstoffarbeit können das Gehalt zusätzlich erhöhen.
Wie viel verdient man in der Ausbildung als Fahrzeuglackierer/in?
Im ersten Ausbildungsjahr erhältst du etwa 1.028 € brutto im Monat, im zweiten rund 1.095 € und im dritten ungefähr 1.191 €. Über die gesamte Lehrzeit liegt die durchschnittliche Vergütung damit bei etwa 1.100 € monatlich. Tarifverträge können regional für leichte Abweichungen sorgen.
Wie lange dauert die Ausbildung zur Fahrzeuglackiererin bzw. zum Fahrzeuglackierer?
Die duale Ausbildung dauert regulär 3 Jahre und kombiniert Praxis im Betrieb mit Unterricht in der Berufsschule. Dadurch sammelst du von Anfang an praktische Erfahrung an echten Fahrzeugen.
Welche Schulfächer sind wichtig für Fahrzeuglackierer/innen?
Werken/Technik, Chemie und Mathematik sind besonders hilfreich. Technik vermittelt dir den Umgang mit Werkzeugen, Chemie erleichtert das Verständnis der Lackaufbauten, und Mathe brauchst du, um Mischungsverhältnisse oder Flächen korrekt zu berechnen.
Ist der Beruf als Fahrzeuglackierer/in körperlich anstrengend?
Der Beruf fordert eine gute körperliche Fitness. Häufiges Knien, Bücken und langes Stehen belasten Wirbelsäule, Beine und Arme, zudem arbeitest du mit Lösemitteln und Lackdämpfen. Ein sicheres Farbsehvermögen, widerstandsfähige Haut und stabile Atemwege sind deshalb wichtig.
Wie sind die Berufsaussichten als Fahrzeuglackierer/in?
Die Berufsaussichten als Fahrzeuglackierer/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen bleiben oft länger unbesetzt, was deine Chancen verbessert. Bis 2040 sinkt zudem die Konkurrenz unter Bewerbern, weil Arbeitgeber länger nach Personal suchen. Gleichzeitig schrumpft allerdings die Gesamtbeschäftigung in diesem Berufsfeld, und es gibt weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen.
Welche digitalen Skills braucht man als Fahrzeuglackierer/in?
Im modernen Lackierbetrieb sind digitale Tools Alltag. Du solltest Lackier- und Schleifroboter überwachen, Maschinendaten erfassen, Color-Reader oder Apps zum Farbmanagement bedienen und vernetzte Lackierstraßen steuern können. Kenntnisse in Predictive Maintenance oder der Arbeit mit Cobots verschaffen dir zusätzliche Vorteile.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Fahrzeuglackierer/in?
Schutzanzug, Handschuhe, Schutzbrille und Atemmaske gehören zur Standardausrüstung, weil Lackdämpfe, Staub und Chemikalien auftreten. Schichtarbeit, Geruchseinflüsse und der Umgang mit Schleif- sowie Spritzgeräten prägen den Arbeitsalltag.
Womit arbeitet man als Fahrzeuglackierer/in?
Du hantierst mit Farben, Wasser- und Pulverlacken, Spachtelmassen, Entfettungs- und Poliermitteln und bearbeitest ganze Karosserien sowie einzelne Fahrzeugteile. Zum Werkzeugpark gehören Schleif- und Spritzlackieranlagen, Spachtel, Pinsel, Farbmischgeräte, Roboter, Hubarbeitsbühnen und Abdeckmaterialien. Farbmusterkarten und Rezepturen helfen dir, jeden gewünschten Farbton exakt zu treffen.
