Maler- und Lackierermeister/Maler- und Lackierermeisterin/Bachelor Professional im Maler- und Lackierer-Handwerk
Auch bekannt als: Lackierermeister/in · Malermeister/in ·
Über den Beruf
Maler- und Lackierermeister/innen planen Aufträge, führen Teams an und sichern die fachgerechte Beschichtung von Fassaden, Innenräumen oder Fahrzeugkarosserien. Sie kalkulieren Angebote, verhandeln mit Lieferanten, steuern Einkauf und Lager, erstellen Abrechnungen und behalten Kosten, Termine und Qualität im Blick. Kunden erhalten von ihnen Farb- und Materialkonzepte, auf Wunsch digital visualisiert per Aufmaß-App oder Augmented-Reality-Tablet. Im Betrieb organisieren sie Wartung von Spritzanlagen, leiten Maßnahmen zu Arbeitssicherheit und Umweltschutz ein und unterweisen Auszubildende. Gerade in kleineren Werkstätten greifen sie selbst zum Pinsel, übernehmen aufwendige Dekor- oder Restaurierungsarbeiten und prüfen Lackschichten mit Messgeräten. Bei Neubau und Sanierung beraten sie auch zu Dämmung, Schallschutz oder elektrischer Flächenheizung. Wer einen eigenen Meisterbetrieb führt, trifft zusätzlich Investitions- und Personalentscheidungen und verantwortet das betriebliche Qualitätsmanagement.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen3
- I.d.R. Gesellenprüfung als Maler/in und Lackierer/in oder Stuckateur/in
- Oder Gesellen- oder Abschlussprüfung in einem anderen anerkannten Ausbildungsberuf + mehrjährige Berufstätigkeit im Maler- und Lackierer-Handwerk
- Alternativ Validierungsverfahren zum Nachweis beruflicher Kenntnisse und Fertigkeiten, wenn kein entsprechender Bildungsabschluss vorliegt
Stellenangebote
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Maler- und Lackierermeister/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.710 € brutto im Monat. Je nach Berufserfahrung, Betriebsgröße und Region kannst du zwischen 3.130 € und 4.581 € verdienen. Führst du einen eigenen Betrieb, hängt dein Einkommen zusätzlich stark von Auftragslage und Kalkulation ab.
Wie lange dauert die Meisterweiterbildung zum/zur Maler- und Lackierermeister/in?
Die Meisterweiterbildung hat keine feste Standarddauer. Sie richtet sich nach Unterrichtsform, Bildungsanbieter und deinem Zeitmodell: Vollzeitkurse schließen deutlich schneller ab als berufsbegleitende Teilzeitlehrgänge. Informiere dich deshalb frühzeitig bei Handwerkskammern oder Fachschulen über den konkreten Stundenumfang.
Ist der Beruf als Maler- und Lackierermeister/in körperlich anstrengend?
Der Beruf bringt spürbare körperliche Belastungen mit sich. Häufig arbeitest du über Kopf, auf Gerüsten oder Leitern und brauchst eine robuste Wirbelsäule sowie gute Koordination von Armen und Händen. Auch langes Knien, Hocken oder das Ablösen alter Beläge erfordern Ausdauer und eine insgesamt gute Gesundheit.
Wie sind die Berufsaussichten als Maler- und Lackierermeister/in?
Die Berufsaussichten als Maler- und Lackierermeister/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen lassen sich schwer besetzen, was dir Vorteile bei Bewerbungen verschafft. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, sodass zusätzliche Positionen frei werden. Gleichzeitig schrumpft die Gesamtbeschäftigung im Maler- und Lackiererhandwerk bis 2040, wodurch langfristig weniger Jobs neu entstehen.
Welche digitalen Skills braucht man als Maler- und Lackierermeister/in?
Digitale Kompetenzen werden immer wichtiger. Du solltest 3-D-Laserscanning beherrschen, mit Aufmaß-Apps arbeiten und Farbkonzepte per Augmented-Reality-Visualisierung präsentieren können. Auch der Einsatz von Color Readern, Dokumentenmanagementsystemen und Wearables wie Datenbrillen gehört zunehmend zum Alltag in leitender Position.
Womit arbeitet man als Maler- und Lackierermeister/in?
Im Arbeitsalltag nutzt du eine breite Palette klassischer und moderner Hilfsmittel. Dazu zählen Farben, Lacke, Spachtel, Pinsel, Spritz- und Schleifmaschinen ebenso wie Arbeitsgerüste oder Hubarbeitsbühnen. Für Planung und Abrechnung greifst du außerdem auf PC, Internetzugang und Telefon zurück.
Kann man sich als Maler- und Lackierermeister/in selbständig machen?
Ja, nach Eintragung in die Handwerksrolle kannst du einen eigenen Maler- und Lackiererbetrieb gründen. Auch ein Betrieb im verwandten Stuckateur-Handwerk ist möglich. Als Meister/in entscheidest du dann selbst über Investitionen, Personal und dein Leistungsangebot.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Maler- und Lackierermeister/innen?
Du kannst dich fachlich in Kursen zu Raumgestaltung, Beschichtungs- und Lacktechniken, Putz- und Stuckarbeiten oder Korrosionsschutz spezialisieren. Solche Schulungen halten dein Know-how aktuell und erweitern dein Leistungsportfolio.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Maler- und Lackierermeister/in?
Nach der Meisterprüfung kannst du dein Profil weiter ausbauen. Beliebte Wege sind die Qualifikation als Betriebswirt/in (HwO) oder Internationale/r Meister/in, mit denen du stärker ins Management wechselst. Fachlich tiefer gehst du mit einer Zusatzprüfung als Restaurator/in im Maler- und Lackiererhandwerk oder als Gebäudeenergieberater/in. Außerdem eröffnet dir der Meisterbrief den Zugang zu Studiengängen wie Restaurierung oder Innenarchitektur.
