Geprüfter Restaurator im Maler- und Lackiererhandwerk/Geprüfte Restauratorin im Maler- und Lackiererhandwerk - Master Professional für Restaurierung im Handwerk
Auch bekannt als: Master (m/f) Professional in Restoration in the craft trades sector
Über den Beruf
Restaurator/innen im Maler- und Lackiererhandwerk analysieren Wandmalereien, Putz- und Stuckfassungen. Sie begutachten Schäden, ordnen Objekte kunst- und kulturgeschichtlich ein und legen Restaurierungsstrategien fest. Dabei wählen sie zwischen historischen Pigmenten, Leimfarben oder modernen Schutzlacken, erstellen Kostenvoranschläge und organisieren Gerüste, Licht und Personal. In größeren Projekten leiten sie interdisziplinäre Teams und stimmen sich mit Denkmalbehörden ab. Neben Planung packen sie selbst an: sie legen originale Farbschichten frei, festigen Untergründe, vergolden Rahmen oder rekonstruieren fehlende Ornamente. Sie beherrschen Fresko- und Seccomalerei, Sgraffito, Marmor- und Holzmalerei ebenso wie moderne Spritz- und Strahlverfahren. Alle Arbeitsschritte werden schriftlich, fotografisch und digital dokumentiert, oft mit Laseraufmaßen oder Farbanalysen. Wer einen eigenen Betrieb führt, kümmert sich zusätzlich um Personalführung, Investitionen und Kundengespräche.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- I.d.R. bestandene Meisterprüfung im Maler- und Lackiererhandwerk
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Restaurator/in im Maler- und Lackiererhandwerk?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.248 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 2.773 € und 3.591 € brutto. Leitungsaufgaben oder eine eigene Firma können das Einkommen zusätzlich steigern.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Restaurator/in im Maler- und Lackiererhandwerk?
Die Dauer ist nicht bundeseinheitlich geregelt und hängt stark vom Bildungsanbieter ab. Vollzeit-Lehrgänge sind deutlich kürzer als berufsbegleitende Teilzeitmodelle; genaue Stundenumfänge erfährst du bei den Handwerkskammern oder Fachschulen.
Ist der Beruf als Restaurator/in im Maler- und Lackiererhandwerk körperlich anstrengend?
Ja, die Arbeit kann körperlich fordernd sein. Häufig musst du auf Leitern oder Gerüsten stehen, über Kopf malen, in unbequemen Haltungen arbeiten und dabei trotzdem präzise Pinsel- oder Schleifbewegungen ausführen. Eine robuste Gesundheit, Schwindelfreiheit sowie kräftige Arme, Hände und eine belastbare Wirbelsäule sind daher wichtig.
Wie sind die Berufsaussichten als Restaurator/in im Maler- und Lackiererhandwerk?
Die Berufsaussichten sind ausgeglichen. Ein hoher Fachkräftemangel sorgt dafür, dass offene Stellen aktuell schwer zu besetzen sind – ein Plus für Bewerber/innen. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch weitere Jobs frei werden. Allerdings schrumpft die Gesamtbeschäftigung bis 2040, was die Situation langfristig etwas eintrüben kann.
Welche digitalen Skills braucht man als Restaurator/in im Maler- und Lackiererhandwerk?
Gefragt sind Kenntnisse in 3-D-Laserscanning und Augmented-Reality-Visualisierung, um Objekte millimetergenau aufzunehmen und Restaurierungsschritte virtuell vorzuplanen. Praktisch ist auch der Umgang mit Apps für Aufmaß und Color-Readern, der Einsatz von 3-D-Druckern zum Herstellen passgenauer Schablonen sowie Routine in Dokumentenmanagementsystemen zur digitalen Archivierung deiner Unterlagen.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Restaurator/in im Maler- und Lackiererhandwerk?
Du arbeitest im Wechsel auf Baustellen, in Werkstätten und Büros, oft im Freien oder in unbeheizten Altbauten. Verantwortung für wertvolle Kulturgüter, Kundenkontakt, der Umgang mit Lösungsmitteln sowie Arbeiten in größeren Höhen prägen den Alltag. Häufig kommen Maschinen wie Schleif- oder Strahlgeräte zum Einsatz, Schutzkleidung ist Pflicht.
Kann man sich als Restaurator/in im Maler- und Lackiererhandwerk selbständig machen?
Ja, nach Eintragung in die Handwerksrolle kannst du z. B. eine eigene Restaurierungswerkstatt eröffnen oder einen Betrieb im Stuckateurhandwerk gründen. Beratungsangebote zur Existenzgründung findest du unter anderem beim Verband der Restauratoren e.V.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Restaurator/in im Maler- und Lackiererhandwerk?
Fachkurse zu Restaurierungstechniken, historischer Materialkunde, Korrosions- oder Holzschutz vertiefen dein Know-how. Daneben bieten Lehrgänge zu Raumgestaltung, Putz- und Stuckarbeiten oder betriebswirtschaftliche Seminare eine gute Ergänzung, wenn du Führungsaufgaben anstrebst.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Restaurator/in im Maler- und Lackiererhandwerk?
Mit Erfahrung kannst du Team- oder Projektleitungen übernehmen, als Sachverständige/r Gutachten erstellen oder Lehrgänge als Ausbilder/in leiten.
