Erodierer/Erodiererin
Über den Beruf
Erodierer/innen fertigen mithilfe von Funkenerosion präzise Vertiefungen und Aussparungen in Metall- oder Kunststoffteilen. Dafür bauen sie zuerst den Erodierstempel aus Kupfer oder Messing, rüsten Senk- und Drahterodiermaschinen und laden das CNC-Programm mit allen Bearbeitungsparametern. Sie spannen die Werkstücke ein, starten Probeläufe und überwachen, wie elektrische Entladungen Material mikrometergenau abtragen – oft unterstützt von Cobots. Während der Bearbeitung kontrollieren sie Funkenabstand, Temperatur und die Qualität der dielektrischen Flüssigkeit. Anschließend messen sie Maßhaltigkeit und Oberflächengüte, passen Programme an oder nehmen manuelle Nacharbeiten vor. Auch das Reinigen, Schmieren und Reparieren der hochpräzisen Anlagen zählt zu ihren Aufgaben, um gleichbleibend exakte Ergebnisse zu sichern.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Für den Zugang wird oft eine technische Ausbildung im Bereich Metallbearbeitung vorausgesetzt.
Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Erodierer/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.067 € brutto im Monat. Mit wachsender Berufserfahrung und je nach Region kannst du zwischen 3.399 € und 4.802 € verdienen.
Wie sind die Berufsaussichten als Erodierer/in?
Die Berufsaussichten als Erodierer/in sind gut. Aktuell herrscht hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Jobsuche erleichtert. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, sodass Betriebe länger nach geeignetem Personal suchen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040 insgesamt leicht.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Erodierer/in?
Die Arbeit findet überwiegend in Produktionshallen und Werkstätten statt, oft umgeben von laufenden Maschinen und entsprechend hohem Lärmpegel. Du trägst Schutzkleidung wie Overall, Sicherheitsschuhe, Schutzbrille sowie Atem- und Gehörschutz und kommst mit Kühl- und Schmierstoffen, Rauch oder Metallstaub in Kontakt. Schichtarbeit ist üblich, und bei falscher Bedienung besteht Unfallgefahr.
Womit arbeitet man als Erodierer/in?
Erodierer/innen bedienen konventionelle sowie NC-, CNC- und DNC-gesteuerte Senk- und Drahterodiermaschinen. Daneben nutzt du spezialisierte Cobots, Erodierstempel, Schablonen, Spannvorrichtungen sowie Werk- und Hilfsstoffe wie Kupfer, Messing, Kühl- und Schmiermittel. Zeichnungen und digitale Steuerungsdaten dienen als Vorgaben für Maß- und Qualitätskontrollen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Erodierer/in?
Du kannst dich in Lehrgängen zur Metallbe- und -verarbeitung, Produktions- und Fertigungstechnik oder Automatisierungstechnik spezialisieren. Besonders gefragt sind Kurse zur Anwendung, Bedienung und Programmierung von NC-/CNC-Technik, mit denen du deine Maschinenkenntnisse vertiefst und dich für anspruchsvollere Aufgaben qualifizierst.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Erodierer/in?
Mit mehrjähriger Praxis und passenden Fortbildungen ist der Aufstieg zum/zur Industriemeister/in Metall oder Techniker/in für Maschinentechnik bzw. Zerspanungstechnik möglich. Ein späteres Studium, etwa in Mikrotechnik, Konstruktionstechnik oder Maschinenbau, eröffnet dir weitere Karrierewege bis hin zur Entwicklungs- oder Führungsposition.
