Werkzeugmechaniker/Werkzeugmechanikerin
Auch bekannt als: Stahlformenbauer/in · Facharbeiter/in für Fertigungsmittel - Vorricht.,Prüfmittel ·
Über den Beruf
Werkzeugmechaniker/innen fertigen Stanz- und Umformwerkzeuge, Spritzgussformen sowie chirurgische Instrumente. Sie werten 2- und 3-D-Zeichnungen aus, wählen Stahl oder Kunststoff und legen Bearbeitungsschritte fest. Auf CNC-gesteuerten Fräs-, Dreh-, Schleif- und Erodiermaschinen, die sie selbst programmieren, bringen sie jedes Bauteil auf den Mikrometer genau in Form. Härten, glühen, polieren und messen sichern Maßhaltigkeit und Oberflächengüte. Anschließend montieren sie die Einzelteile zu kompletten Werkzeugen, testen sie in Probeläufen und nehmen bei Bedarf Änderungen vor. Vernetzte Fertigungsanlagen, CAD/CAM-Software oder 3-D-Laserscans unterstützen sie dabei. Sie bauen die fertigen Werkzeuge in Produktionsmaschinen ein, weisen Bedienpersonal ein und übernehmen Wartung und Reparatur. Durch regelmäßige Inspektionen verhindern sie Stillstände und halten Serienfertigungen am Laufen.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Werkzeugmechaniker/in?
Als Werkzeugmechaniker/in liegt das monatliche Bruttogehalt typischerweise bei 4.275 €. Mit wachsender Berufserfahrung und je nach Region kannst du etwa zwischen 3.604 € und 5.025 € verdienen.
Wie viel verdient man in der Ausbildung als Werkzeugmechaniker/in?
In der Ausbildung als Werkzeugmechaniker/in gibt es bereits eine tarifliche Vergütung. Im ersten Lehrjahr bekommst du rund 1.209 € brutto pro Monat, im zweiten 1.269 € und im dritten 1.357 €; im vierten Jahr steigt die Summe auf etwa 1.432 €. Insgesamt liegt der Durchschnitt damit bei ungefähr 1.304 € pro Monat.
Wie lange dauert die Ausbildung zum/zur Werkzeugmechaniker/in?
Die duale Ausbildung zum/zur Werkzeugmechaniker/in dauert 3,5 Jahre. Praxisphasen im Betrieb wechseln sich dabei mit Unterricht in der Berufsschule ab.
Welche Schulfächer sind wichtig für Werkzeugmechaniker/innen?
Wichtige Schulfächer sind Werken/Technik, Physik, Mathematik und Informatik. Sie erleichtern dir das Verständnis für Werkstoffbearbeitung, mechanische Zusammenhänge, Berechnungen und den Umgang mit CNC-Programmen.
Ist der Beruf als Werkzeugmechaniker/in körperlich anstrengend?
Der Beruf bringt durchaus körperliche Belastungen mit sich. Du arbeitest viel mit den Armen und Händen an Maschinen und solltest zudem gesunde Atemwege haben, weil beim Schleifen oder Schweißen Metallstaub und Rauch entstehen.
Wie sind die Berufsaussichten als Werkzeugmechaniker/in?
Die Berufsaussichten als Werkzeugmechaniker/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, das spielt Bewerber/innen in die Karten. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern weiter, weil Arbeitgeber länger nach Personal suchen müssen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Jobs frei werden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040 etwas, sodass sich das Stellenangebot insgesamt leicht reduzieren kann.
Welche digitalen Skills braucht man als Werkzeugmechaniker/in?
Digitale Skills gehören heute zum Kern des Berufs. Du solltest z.B. Fertigungsprozesse per App überwachen können, Augmented-Reality-Tools für Wartungen nutzen und den 3-D-Druck als Fertigungsverfahren beherrschen; außerdem hilft dir Erfahrung mit Cobots und Auto-ID-Systemen dabei, Produktionsabläufe reibungslos zu gestalten.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Werkzeugmechaniker/in?
Beliebte Weiterbildungen drehen sich um Werkzeugbau, NC-/CNC-Technik, spanende Metallverformung, Feinwerktechnik, Schweiß- sowie Füge- und Trennverfahren oder den Umgang mit CAD-Systemen. Mit solchen Kursen kannst du dich gezielt spezialisieren und deinen Verantwortungsbereich im Betrieb erweitern.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Werkzeugmechaniker/in?
Für den Aufstieg bieten sich vor allem Industriemeister- und Technikerabschlüsse an. Häufig wählen Werkzeugmechaniker/innen die Fortbildung zum/zur Industriemeister/in Metall oder zum/zur staatlich geprüften Techniker/in für Maschinentechnik beziehungsweise Zerspanungstechnik.
