Feinwerkmechaniker/Feinwerkmechanikerin – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Feinwerkmechaniker/Feinwerkmechanikerin

Auch bekannt als: Feinmechaniker/in · Mikromechaniker/inPolymechaniker/inPrecision machinist (m/f) ·

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Werkstätten · in Werk- und Produktionshallen · in Messlabors · an Computerarbeitsplätzen · beim Kunden
Dauer3,5 Jahre
Ausbildungsplätze730

Über den Beruf

Feinwerkmechaniker/innen fertigen metallische Präzisionsbauteile, programmieren CNC-Maschinen und montieren daraus Geräte, Vorrichtungen und ganze Produktionsanlagen. Aus technischen Zeichnungen planen sie jeden Arbeitsschritt, wählen Werkzeuge, spannen Rohlinge ein und steuern den Zerspanungsprozess per CAM-Software oder direkt an der Maschine. Mit Mikrometerschraube und Oberflächenmessgerät prüfen sie Maßtoleranzen im tausendstel Millimeterbereich und korrigieren Abweichungen sofort. Sie integrieren elektronische Mess- und Regeleinheiten, nehmen die fertigen Systeme beim Kunden in Betrieb und erklären die Bedienung. Regelmäßige Wartungen, Fehlersuche sowie die Reparatur defekter Komponenten gehören ebenso zum Alltag. Für Prototypen oder Sonderteile nutzen sie additive Verfahren wie 3-D-Druck. Mithilfe vernetzter Sensoren überwachen sie Produktionsdaten in Echtzeit und optimieren Abläufe kontinuierlich.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung im Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3,5 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Feinwerkmechaniker/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.152 € brutto im Monat. Mit zunehmender Erfahrung und je nach Region kannst du zwischen 3.496 € und 4.965 € verdienen.

Wie viel verdient man in der Ausbildung als Feinwerkmechaniker/in?

Im ersten Ausbildungsjahr erhältst du rund 1.032 € brutto pro Monat, im zweiten Jahr 1.104 € und im dritten Jahr 1.183 €. Im vierten Jahr steigt die Vergütung auf etwa 1.255 €, im Schnitt liegst du damit bei rund 1.139 €.

Wie lange dauert die Ausbildung zur/zum Feinwerkmechaniker/in?

Die duale Ausbildung dauert 3,5 Jahre. Während dieser Zeit lernst du parallel im Betrieb und in der Berufsschule.

Welche Schulfächer sind wichtig für Feinwerkmechaniker/innen?

Werken/Technik, Physik und Mathematik sind besonders hilfreich, weil du damit Montagearbeiten, Messaufgaben und Berechnungen sicher beherrschst.

Ist der Beruf als Feinwerkmechaniker/in körperlich anstrengend?

Der Beruf erfordert eine belastbare Wirbelsäule sowie kräftige Arme und Hände, weil du Maschinen wartest und Bauteile manuell bearbeitest. Räumliches Sehvermögen, feinmotorisches Geschick und widerstandsfähige Haut beim Umgang mit Kühlschmierstoffen kommen ebenfalls dazu.

Wie sind die Berufsaussichten als Feinwerkmechaniker/in?

Die Berufsaussichten als Feinwerkmechaniker/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch, offene Stellen lassen sich schwer besetzen – ein Pluspunkt für Bewerber. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern, Arbeitgeber müssen länger suchen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Jobs frei werden. Allerdings schrumpft die Gesamtbeschäftigung bis 2040, was die Zahl der Arbeitsplätze etwas verringern kann.

Welche digitalen Skills braucht man als Feinwerkmechaniker/in?

Wichtig sind der sichere Umgang mit CAM-Software zur Programmierung von Werkzeugmaschinen und die Steuerung vernetzter Fertigungsanlagen in Echtzeit. Du solltest Bauteile per 3-D-Druck oder 3-D-Laserscanning herstellen und vermessen können, Cobots einrichten und Augmented-Reality-Anwendungen für Wartungsaufgaben nutzen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Feinwerkmechaniker/in?

Schutzkleidung wie Sicherheitsschuhe, Gehörschutz und Schutzbrille ist daher Pflicht. Präzisionsarbeit an Kleinstteilen wechselt sich mit manuellen Montagetätigkeiten und dem Bedienen großer Werkzeugmaschinen ab.

Womit arbeitet man als Feinwerkmechaniker/in?

Zum Werkzeugpark gehören CNC-Dreh- und Fräsmaschinen, Lehren- und Oberflächenmessgeräte sowie spezialisierte Cobots, die beim Ein- und Ausspannen unterstützen. Darüber hinaus setzt du CAD/CAM-Programme, Gieß- und Spritzformen, diverse Schraub- und Spannmittel sowie Metall-, Kunststoff- und Verbundwerkstoffe ein.

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