Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Feinwerktechnik/Bachelor Professional in Technik – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Feinwerktechnik/Bachelor Professional in Technik

Auch bekannt als: Feinwerk- und Mikrotechniker/in · Feinwerktechniker/inGerätetechniker/in (Feinwerktechnik)Instrumententechniker/in (Feinwerktechnik)Maschinentechniker/in (Feinwerktechnik)Techniker/in - FeingerätebauFeinwerkingenieur/Feinwerkingenieurin (FS) - FeinwerktechnikTechniker/Technikerin Fachrichtung Gerätetechnik ·

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Werkstätten und -hallen · in Labors · in Büroräumen · beim Kunden · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer2-4 Jahre (Vollzeit/Teilzeit)
Offene Stellen11.174

Über den Beruf

Techniker/innen der Fachrichtung Feinwerktechnik entwickeln Präzisionsgeräte, etwa für Medizintechnik oder Messtechnik. Sie berechnen Zug-, Druck- und Biegebelastungen, wählen Werkstoffe aus und legen Toleranzen fest. Mit CAD-Systemen erstellen sie Konstruktionszeichnungen, Schaltpläne sowie Justier- und Montageanweisungen und prüfen erste Prototypen per 3-D-Simulation oder 3-D-Druck. In der Fertigungsplanung definieren sie Montagefolgen, richten Arbeitsplätze ergonomisch ein, führen Cobots ein und kalkulieren Stücklisten und Sollzeiten. Während der Produktion überwachen sie Maschinenbelegung, koordinieren Materialfluss und verifizieren mit CAQ-Systemen, dass jedes Bauteil den Qualitätsvorgaben entspricht. Tritt eine Störung auf, analysieren sie den Prozess und passen Parameter oder CNC-Programme an. Außerdem beraten sie Kunden, kalkulieren Angebote und unterstützen die Inbetriebnahme der Geräte beim Kunden.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf: Bachelor Professional
AusbildungsartWeiterbildung an Fachschulen (landesrechtlich geregelt)
Dauer2-4 Jahre (Vollzeit/Teilzeit)
Zugangsvoraussetzungen3
  • I.d.R. einschlägiger anerkannter Ausbildungsberuf
  • Zusätzlich Berufspraxis
  • Je nach Bundesland Hauptschulabschluss oder mittlerer Bildungsabschluss

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

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Häufige Fragen

Was verdient man als Feinwerktechniker/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.166 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.373 € und 5.276 €. In leitenden Funktionen oder in Hightech-Branchen kann das Einkommen weiter steigen.

Wie lange dauert die Weiterbildung als Feinwerktechniker/in?

Die Weiterbildung dauert in Vollzeit in der Regel zwei Jahre. Entscheidest du dich für ein berufsbegleitendes Teilzeitmodell, verlängert sich die Laufzeit auf bis zu vier Jahre.

Ist der Beruf als Feinwerktechniker/in körperlich anstrengend?

Der Beruf erfordert vor allem geschickte Hände und ein gutes räumliches Sehvermögen, etwa beim Montieren filigraner Bauteile. Schwere körperliche Belastungen sind selten, doch langes Stehen an Maschinen oder präzise Handarbeit können trotzdem ermüdend sein.

Wie sind die Berufsaussichten als Feinwerktechniker/in?

Die Berufsaussichten als Feinwerktechniker/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen lassen sich schwer besetzen, was deine Chancen verbessert. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern, weil Arbeitgeber länger nach passenden Kandidaten suchen. Viele Altersabgänge schaffen zusätzliche Stellen, auch wenn die Gesamtbeschäftigung leicht zurückgeht.

Welche digitalen Skills braucht man als Feinwerktechniker/in?

Digitale Fertigungstechniken sind Pflichtprogramm. Du solltest 3D-Laserscanning beherrschen, Simulationstools einsetzen, additive Fertigungsverfahren steuern und CNC-Programme mithilfe von CAM-Software erstellen. Auch der Umgang mit vernetzten Anlagen, Apps zur Prozessüberwachung, Augmented-Reality-Wartung sowie kollaborativen Robotern zählt zu den gesuchten Kompetenzen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Feinwerktechniker/in?

Die Tätigkeit wechselt zwischen Werkstatt, Produktionshalle und Büro. Du trägst Verantwortung für Mitarbeitende und teure Anlagen, leistest Präzisionsarbeit und musst bei Bedarf Schutzkleidung tragen. Kundenkontakt, Bildschirmarbeit und das Anleiten von Auszubildenden gehören ebenfalls zum Alltag.

Womit arbeitet man als Feinwerktechniker/in?

Im Einsatz sind verschiedenste Werkstoffe wie Metalle, Keramik oder Kunststoffe sowie hochautomatisierte Produktionslinien und Fertigungsroboter. Für die Planung nutzt du CAD- und CAM-Software, Stücklisten, Prüfunterlagen und Schaltpläne, um Bauteile präzise zu fertigen und ihre Qualität zu kontrollieren.

Kann man sich als Feinwerktechniker/in selbständig machen?

Eine Selbständigkeit ist möglich. Nach Eintragung in die Handwerksrolle kannst du einen Betrieb im Feinwerkmechanikerhandwerk gründen oder übernehmen. Alternativ ist die Neugründung beziehungsweise Übernahme eines Fertigungs-, Handels- oder Serviceunternehmens rund um Präzisionstechnik denkbar.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Feinwerktechniker/in?

Eine beliebte Option ist die Weiterbildung zum/zur Technischen Betriebswirt/in, mit der du Führungsaufgaben im Management übernehmen kannst. Außerdem eröffnet dir der Technikerabschluss den Weg zu einem Bachelorstudium in Mikrotechnik, Mikrosystemtechnik oder Konstruktionstechnik, das deine Karrierechancen in Entwicklung oder Projektleitung weiter verbessert.

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