Berechnungsingenieur/Berechnungsingenieurin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Berechnungsingenieur/Berechnungsingenieurin

Auch bekannt als: Ingenieur/in für Berechnung und Analyse · Calculation engineer (m/f)

BerufsfeldIT & Digitales
Arbeitsortein Büroräumen · in Prüf- und Messlabors bzw. -stationen · in Werk- und Produktionshallen · im Homeoffice bzw. mobil
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Über den Beruf

Berechnungsingenieur/innen simulieren Bauteile, Anlagen und Fertigungsprozesse am Computer. Mithilfe von Methoden wie der Finite-Elemente-Analyse erstellen sie virtuelle Modelle, führen rechnerische Experimente durch und prüfen so Festigkeit, Schwingungsverhalten oder Lebensdauer. Sie sammeln und dokumentieren Messdaten, werten die Ergebnisse statistisch aus und leiten konkrete Verbesserungen für Konstruktion, Materialwahl und Produktionsablauf ab. Dabei behalten sie ökonomische Vorgaben ebenso im Blick wie technische Normen. Die erarbeiteten Lösungswege besprechen sie mit Konstruktion, Fertigung, Kund/innen und Lieferant/innen und stimmen Folgearbeiten ab. In vielen Unternehmen unterstützen sie außerdem die Projektakquise und übernehmen die fachliche Koordination laufender Projekte.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für den Zugang wird häufig ein abgeschlossenes Studium in einem zur jeweiligen Branche passenden Fachgebiet erwartet.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Berechnungsingenieur/in?

Das Gehalt liegt im Mittel bei 7.026 € brutto im Monat.

Wie sind die Arbeitsbedingungen?

Berechnungsingenieur/innen verbringen viel Zeit am Bildschirm, um Modelle aufzubauen und Simulationen auszuwerten. Je nach Projekt bist du außerdem in Entwicklungslabors oder Produktionshallen unterwegs, um Messergebnisse zu prüfen. In Fertigungsbereichen kann Schutzkleidung erforderlich sein und es herrscht zeitweise Lärm. Der Arbeitsalltag wechselt damit zwischen konzentrierter Büroarbeit und praktischem Prüfumfeld.

Kann man sich als Berechnungsingenieur/in selbständig machen?

Ja, eine Selbständigkeit ist möglich. Viele Berechnungsingenieur/innen gründen ein eigenes Ingenieurbüro für Konstruktion und Berechnung und bieten ihre Simulations- und Analyseleistungen projektbezogen an.

Wie sind die Berufsaussichten als Berechnungsingenieur/in?

Die Berufsaussichten als Berechnungsingenieur/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Aktuell besteht hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen. Die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt bis 2040, Arbeitgeber suchen länger. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden.

Womit arbeitet man als Berechnungsingenieur/in?

Im Alltag nutzt du leistungsstarke PCs, Simulationsprogramme sowie Projektplanungssoftware. Für technische Normen greifst du auf DIN-Unterlagen zurück, bei komplexen Analysen kommen Methoden wie die Finite-Elemente-Methode oder Machine-Learning-Tools zum Einsatz.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?

Fachliche Vertiefungen sind in Konstruktion, Normung oder angewandter Mathematik möglich. Weitere Kurse drehen sich um Forschung und Entwicklung, Werkstoffkunde oder Produktions- und Fertigungstechnik. Auch Seminare im Maschinen- und Anlagenbau halten dein Wissen aktuell.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?

Für den beruflichen Aufstieg bieten sich Studiengänge in Konstruktionstechnik, Maschinenbau, Fahrzeugtechnik, Elektrotechnik oder Bauingenieurwesen an. Mit zusätzlicher Führungserfahrung kannst du Projektleitungen übernehmen oder in die technische Geschäftsführung wechseln.

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