Beamter/Beamtin in der Wehrverwaltung des Bundes (mittlerer technischer Dienst) – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Beamter/Beamtin in der Wehrverwaltung des Bundes (mittlerer technischer Dienst)

Auch bekannt als: Technische/r Regierungsobersekretär/in

BerufsfeldIT & Digitales
Arbeitsortein Büroräumen · in Werkhallen · auf Prüfständen · in Depot- und Lagerräumen · in Fahrzeugen
Ausbildungsplätze8

Über den Beruf

Beamte und Beamtinnen im mittleren technischen Dienst der Wehrverwaltung entwickeln und beschaffen wehrtechnisches Gerät, von Kampffahrzeugen über Elektroniksysteme bis zu Schiffskomponenten. Sie formulieren technische Lieferbedingungen, erstellen Zeichnungen und Stücklisten und bewerten Angebote der Industrie. Prototypen prüfen sie auf Prüfständen, messen Leistungsdaten und dokumentieren die Ergebnisse. In Güteprüfstellen überwachen sie die Serienfertigung, kontrollieren die Qualität und entscheiden, ob Geräte neu gefertigt, instand gesetzt oder ausgesondert werden. Ersatzteile katalogisieren sie in Depots und steuern den Bestand. Bei Instandsetzungsarbeiten leiten sie Fachkräfte an und aktualisieren technische Dienstvorschriften. Außerdem halten sie Betriebsanlagen wie Heizungen oder Wasserversorgungen instand, damit Truppe und Gerät jederzeit einsatzfähig bleiben.

Ausbildung & Zugang

BerufstypBeamtenausbildung
AusbildungsartVorbereitungsdienst, geregelt durch Verordnungen des Bundes
Zugangsvoraussetzungen7
  • I.d.R. mind. Hauptschulabschluss und abgeschlossene Berufsausbildung, z.B. als Facharbeiter/in, Geselle/Gesellin, Meister/in oder Techniker/in in einem wehrtechnischen Fachgebiet
  • Bestandenes Auswahlverfahren
  • Erfüllte gesundheitliche Anforderungen
  • Deutsche Staatsangehörigkeit nach Art. 116 Grundgesetz
  • Uneingeschränkte Versetzungsbereitschaft
  • Bereitschaft zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr
  • I.d.R. Höchstalter 49 Jahre

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Beamter/Beamtin in der Wehrverwaltung?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 6.230 € brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du zwischen 5.426 € und 7.054 € verdienen.

Welche digitalen Skills braucht man als Beamter/Beamtin in der Wehrverwaltung?

Im technischen Dienst der Wehrverwaltung kommen viele moderne IT-Lösungen zum Einsatz. Du arbeitest zum Beispiel mit 3-D-Druckern für Ersatzteile, Laserscannern zur Vermessung oder Drohnentechnik für Erprobungen. Augmented-Reality-Anwendungen unterstützen Wartungsarbeiten, Predictive-Maintenance-Software sagt Wartungszeitpunkte voraus und Warehouse-Management-Systeme helfen, Depots zu steuern. Sich sicher in Dokumentenmanagementsystemen zu bewegen, ist ebenfalls wichtig.

Ist der Beruf körperlich anstrengend?

Der Beruf erfordert gesunde Arme und Hände sowie gutes Seh- und Hörvermögen. Du musst häufig im Stehen arbeiten und feinmotorisch empfindliche Prüfgeräte bedienen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen?

Die Tätigkeit verbindet Bildschirmarbeit mit praktischen Einsätzen an technischen Anlagen. Du musst zahlreiche Vorschriften einhalten, trägst Verantwortung für teures Wehrmaterial und stehst im Austausch mit Herstellerfirmen. Gelegentlich arbeitest du im Gehen oder längere Zeit im Stehen.

Wie sind die Berufsaussichten als Beamter/Beamtin in der Wehrverwaltung?

Die Berufsaussichten als Beamter/Beamtin in der Wehrverwaltung sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Zudem ist der Fachkräftemangel hoch — offene Stellen sind schwer zu besetzen, das spricht für Jobsuchende. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, Arbeitgeber suchen länger. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch Stellen frei werden.

Womit arbeitet man als Beamter/Beamtin in der Wehrverwaltung?

Zu den Arbeitsmitteln gehören technische Fachunterlagen wie Normen, Prüfberichte und Betriebsstofflisten. Du hast Kontakt mit wehrtechnischem Gerät – von Funkkommunikationssystemen über Kampffahrzeuge bis zu Fluggeräten – und setzt elektronische Mess- und Prüfgeräte ein. Für Abstimmungen nutzt du PC, Telefon und Videokonferenztools.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?

Beamte/Beamtinnen können sich etwa in elektrischer Energie- und Anlagentechnik, Informations- und Kommunikationstechnik oder Verwaltungsrecht weiterbilden. Mit zusätzlichen Lehrgängen in Maschinenbau, Fahrzeugtechnik, Luft- und Raumfahrttechnik oder Schiffbau erweiterst du deine Einsatzfelder.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?

Ein möglicher Karriereschritt ist der Wechsel in den gehobenen technischen Dienst der Wehrverwaltung. Studienfächer wie Maschinenbau, Fahrzeugtechnik, Luft- und Raumfahrttechnik, Schiffbau oder Informations- und Kommunikationstechnik eröffnen dir zudem Führungs- und Spezialistenpositionen.

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