Ausbildungsberater/Ausbildungsberaterin
Über den Beruf
Ausbildungsberater/innen beraten Jugendliche und Betriebe zu allen Fragen der dualen Berufsausbildung. Sie erklären Berufsbilder, vergleichen Alternativen und besprechen Prüfungsinhalte sowie Verdienstmöglichkeiten. Um passende Wege aufzuzeigen, führen sie Neigungs- und Eignungstests durch und beziehen bei Bedarf Eltern ein. Gegenüber Unternehmen informieren sie über neue Ausbildungsordnungen, moderieren Ausbilderkreise und organisieren Schulungen für das Ausbildungspersonal. Für Betriebe, die erstmals ausbilden, entwickeln sie individuelle Ausbildungspläne und unterstützen bei der behördlichen Anerkennung. Regelmäßig prüfen sie vor Ort, ob Ausbildungsnachweise geführt und gesetzliche Vorgaben eingehalten werden. Öffentlichkeitsaktionen und Messeauftritte helfen ihnen, offene Lehrstellen bekannt zu machen und Nachwuchs zu gewinnen. So tragen Ausbildungsberater/innen dazu bei, dass junge Menschen einen passenden Beruf finden und Betriebe qualifizierten Nachwuchs erhalten.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Für Tätigkeiten in Agenturen für Arbeit oder Jobcentern wird in der Regel ein Studium im Bereich Beratung für Bildung, Beruf und Beschäftigung an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit verlangt. Bei Organisationen des Wirtschafts- und Arbeitslebens sowie in der Erwachsenenbildung wird häufig eine Weiterbildung in Lehre und Wissenschaft von der Erziehung Pädagogik oder ein entsprechendes Studium erwartet.
Stellenangebote
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Ausbildungsberater/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.276 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung und Region kannst du zwischen 3.467 € und 5.509 € verdienen. Mit zusätzlicher Verantwortung, etwa als Teamleitung, sind oft weitere Steigerungen möglich.
Wie sind die Berufsaussichten als Ausbildungsberater/in?
Die Berufsaussichten als Ausbildungsberater/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Gleichzeitig steigt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040 – Arbeitgeber finden also voraussichtlich schneller geeignete Leute. Außerdem werden weniger Altersabgänge erwartet als in anderen Berufen, sodass sich durch Ruhestand seltener neue Stellen öffnen.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Ausbildungsberater/in?
Ausbildungsberater/innen arbeiten überwiegend in Büros und Besprechungsräumen und verbringen viel Zeit am Bildschirm. Du hast engen Kontakt mit Jugendlichen, Lehrkräften und Betrieben und trägst Verantwortung für die Ratsuchenden. Dabei gilt es, zahlreiche gesetzliche Vorgaben wie das Berufsbildungsrecht einzuhalten.
Womit arbeitet man als Ausbildungsberater/in?
Zum Arbeitsalltag gehören Unterlagen wie Ausbildungspläne, Verträge, Berichtshefte und einschlägige Gesetze. Zusätzlich nutzt du PC, Internetzugang, Telefon und Videokonferenztools, um Beratungen vorzubereiten und durchzuführen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Ausbildungsberater/in?
Weiterbilden kannst du dich zum Beispiel in Betrieblicher Aus- und Fortbildung, Personal- und betrieblichem Sozialwesen oder Personalberatung und -vermittlung. Kurse zu Sozialer Beratungsarbeit, Berufs- und Karriereplanung, Bewerbungstraining, Arbeitsrecht oder psychologischen Grundlagen erweitern dein Profil.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Ausbildungsberater/in?
Langfristig eröffnet ein Studium in Berufspädagogik, Erziehungs- oder Bildungswissenschaft, Wirtschaftspädagogik, Rehabilitations- und Sonderpädagogik oder Ingenieurpädagogik neue Karrierewege. Darauf aufbauend ermöglichen Masterprogramme in Berufspädagogik oder Bildungswissenschaft den Sprung in Leitungsfunktionen oder in die Lehrtätigkeit an beruflichen Schulen.
