Wirtschaftspädagoge/Wirtschaftspädagogin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Wirtschaftspädagoge/Wirtschaftspädagogin

Auch bekannt als: Handelslehrer/in

BerufsfeldSoziales & Pädagogik
Arbeitsortein Schulungs-, Seminar- und Unterrichtsräumen · zu Hause am Schreibtisch (Unterrichtsvor- und Nachbereitung) · in Büroräumen
Offene Stellen29

Über den Beruf

Wirtschaftspädagogen und Wirtschaftspädagoginnen vermitteln an Berufs- und Fachschulen betriebs- sowie volkswirtschaftliche Grundlagen, erstellen praxisnahe Unterrichtskonzepte und prüfen, ob Lernziele erreicht wurden. Sie beraten bei Lernschwierigkeiten und entwickeln Lehrpläne fort. Außerhalb der Schule analysieren sie in Unternehmen den Qualifizierungsbedarf, entwerfen Aus- und Weiterbildungsprogramme, kalkulieren Kosten und werten den Lernerfolg aus. Bei Bedarf koordinieren sie auch Personalplanung, Personaleinsatz und Entgeltabrechnung. Digitale Werkzeuge gehören zum Alltag: Von Lernplattformen über digitale Tafeln bis zu Game-Based-Learning binden sie passende Formate in hybride Unterrichts- oder Trainingssettings ein. In Kammern, Verbänden oder Ministerien erarbeiten sie neue Ausbildungs- und Prüfungsordnungen und beurteilen Bildungsangebote nach wirtschaftlichen Kriterien, damit Lernende und Beschäftigte passgenau qualifiziert werden.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für den Einstieg wird i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium der Wirtschaftspädagogik verlangt. Wer als Lehrkraft an berufsbildenden Schulen arbeiten will, benötigt nach dem Bachelor zusätzlich ein Master-Studium und den erfolgreichen Abschluss des Vorbereitungsdienstes (Referendariat); für Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben ist meist ebenfalls ein Masterstudium erforderlich. In Wissenschaft und Forschung werden häufig Promotion oder Habilitation vorausgesetzt.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Wirtschaftspädagoge/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.456 € brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du zwischen 4.473 € und 6.428 € verdienen.

Wie sind die Berufsaussichten als Wirtschaftspädagoge/in?

Die Berufsaussichten als Wirtschaftspädagoge/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was Jobsuchenden in die Karten spielt. Zugleich sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, weil Arbeitgeber länger nach passenden Kräften suchen. Außerdem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Wirtschaftspädagoge/in?

Für Wirtschaftspädagogen/innen werden digitale Lehr- und Organisationstools immer wichtiger. Du solltest Blended-Learning-Konzepte umsetzen können, Dokumentenkameras für hochwertige Präsentationen einsetzen und Dokumentenmanagementsysteme sicher bedienen. Lernplattformen sowie das Inverted-Classroom-Modell helfen dir, Materialien online bereitzustellen und Präsenzzeit effizient zu nutzen. Auch das Ausstellen digitaler Lernzertifikate gehört inzwischen zum Standardrepertoire.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Wirtschaftspädagoge/in?

Die Tätigkeit wechselt zwischen Unterrichts- oder Schulungsräumen und Schreibtischarbeit. Du trägst Verantwortung für ganze Lerngruppen und musst Unterrichtsstunden fachlich einwandfrei vorbereiten. Gleichzeitig fällt viel Bildschirmarbeit an, etwa beim Entwickeln von Aus- und Weiterbildungskonzepten.

Womit arbeitet man als Wirtschaftspädagoge/in?

Zum Arbeitsalltag gehören Lehrbücher, Arbeitsblätter und weiteres didaktisches Material ebenso wie interaktive Präsentationsflächen, die per Beamer oder Multi-Touch-Monitor gesteuert werden. Am PC verwaltest du Stundenpläne, Statistiken oder Personalakten und nutzt Lernplattformen sowie virtuelle Klassenzimmer, um Inhalte zu teilen. Kartenmaterial, Gutachten oder Prüfungsordnungen liegen dabei oft digital und gedruckt vor.

Kann man sich als Wirtschaftspädagoge/in selbständig machen?

Ja, das ist möglich. Viele Wirtschaftspädagogen/innen gründen ein eigenes Nachhilfeinstitut oder eine Weiterbildungseinrichtung und bieten dort Kurse für Schüler/innen oder Unternehmen an.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Wirtschaftspädagoge/in?

Nach dem Berufseinstieg kannst du dich über Fachkurse in Schulpädagogik, Fachdidaktik oder Lernberatung spezialisieren. Auch Seminare zur Erwachsenenbildung und betrieblichen Personalentwicklung eröffnen neue Einsatzfelder. Wer seine Soft Skills ausbauen möchte, belegt Fortbildungen in Konfliktmanagement oder Mediation. Grundlagen- oder Fachwissen aus der Psychologie runden das Angebot ab.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Wirtschaftspädagoge/in?

Mit einem Masterstudium in Wirtschaftspädagogik, Berufspädagogik oder Lehramt an beruflichen Schulen qualifizierst du dich für Leitungsfunktionen in Bildungseinrichtungen oder der Bildungsverwaltung. Eine Promotion hebt dich zusätzlich für Forschungsprojekte oder gehobene Positionen in Unternehmen und Behörden hervor. Wer an einer Hochschule lehren möchte, benötigt anschließend meist eine Habilitation, um zur Professur berufen zu werden.

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