Tiefbaufacharbeiter/Tiefbaufacharbeiterin Schwerpunkt Straßenbauarbeiten – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Tiefbaufacharbeiter/Tiefbaufacharbeiterin Schwerpunkt Straßenbauarbeiten

Auch bekannt als: Strassenbaupraktiker/in · Tiefbauer/in · Civil engineering worker (m/f) - specialising in road building

BerufsfeldBau & Architektur
Dauer2 Jahre
Ausbildungsplätze292

Über den Beruf

Tiefbaufacharbeiter/innen mit dem Schwerpunkt Straßenbauarbeiten bauen und erneuern Straßen, Geh- und Radwege. Sie richten die Baustelle ein, sperren Fahrbahnen ab und orten Versorgungsleitungen. Danach heben sie Gräben aus, planieren und verdichten den Boden und legen Entwässerungsleitungen. Auf den tragfähigen Untergrund schichten sie Schotter und andere Tragschichten, asphaltieren oder verlegen Pflaster- und Betonplatten und setzen Bordsteine sowie Schächte. Bei Instandsetzungen fräsen sie beschädigte Beläge ab und ersetzen Unterbau und Deckschicht. Sie führen Bagger, Walzen, Asphaltfertiger und Rüttelplatten und nutzen Laserscanner, um Ebenheit und Höhenprofile zu kontrollieren. Abschließend prüfen sie die fertige Decke, bevor die Strecke wieder für den Verkehr freigegeben wird.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung in Industrie und Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer2 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Tiefbaufacharbeiter/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.030 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Verantwortungsbereich und Region kannst du zwischen 3.519 € und 4.521 € verdienen.

Wie lange dauert die Ausbildung als Tiefbaufacharbeiter/in?

Die duale Ausbildung dauert 2 Jahre. Optional kannst du danach ein drittes Lehrjahr anschließen, um den Abschluss als Straßenbauer/in zu erlangen.

Ist der Beruf als Tiefbaufacharbeiter/in körperlich anstrengend?

Der Beruf erfordert eine robuste Gesundheit und viel Kraft, weil du schwere Pflastersteine, Platten oder Schotter bewegst. Langes Knien, Hocken und Arbeiten im Freien bei Hitze, Regen oder Frost gehört ebenso dazu wie Ausdauer für ganztägiges Bedienen von Maschinen.

Wie sind die Berufsaussichten als Tiefbaufacharbeiter/in?

Die Berufsaussichten sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen bleiben oft länger unbesetzt, was Bewerber/innen entgegenkommt. Zusätzlich werden viele Altersabgänge erwartet, sodass weitere Jobs frei werden. Bis 2040 soll die Gesamtbeschäftigung im Straßenbau jedoch leicht schrumpfen.

Welche digitalen Skills braucht man als Tiefbaufacharbeiter/in?

Digitale Vermessungstechnik ist Standard: Du solltest 3-D-Laserscanner bedienen und Messdaten auswerten können. Außerdem kommen immer öfter autonome Bauroboter sowie Augmented-Reality-Apps zum Einsatz, die unterirdische Leitungen noch vor dem Aushub sichtbar machen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Tiefbaufacharbeiter/in?

Schutzhelm, Sicherheitsschuhe, Gehörschutz und das Bedienen schwerer Maschinen wie Bagger oder Asphaltfertiger gehören zum Alltag, egal ob bei Sommerhitze oder winterlicher Kälte.

Womit arbeitet man als Tiefbaufacharbeiter/in?

Du nutzt große Baumaschinen wie Straßenfertiger, Walzen oder Rüttelplatten, verarbeitest Baustoffe wie Asphalt, Beton und Zement und sicherst die Baustelle mit Absperrungen sowie Verkehrszeichen. Bau- und Verlegepläne sowie technische Vorschriften helfen dir, Maße und Materialstärken exakt einzuhalten.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Tiefbaufacharbeiter/in?

Fachlehrgänge in Straßen- oder Pflasterbau, Beton- und Stahlbetonbau oder Baumaschinenführung erlauben dir, dein Know-how zu vertiefen. Solche Kurse verbessern deine Chancen auf verantwortungsvollere Aufgaben oder ein höheres Gehalt.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Tiefbaufacharbeiter/in?

Viele steigen zunächst zum/zur Straßenbauer/in auf und können anschließend die Meisterprüfung zum/zur Straßenbauermeister/in oder die Polier-Qualifikation im Tiefbau ablegen. Alternativ bietet sich eine Weiterbildung zum/zur Techniker/in für Bautechnik – Schwerpunkt Tiefbau an. Mit einem Bachelorstudium im Bauingenieurwesen qualifizierst du dich zudem für Projektleitung oder andere Führungsaufgaben.

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