Gleisbauer/Gleisbauerin – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Gleisbauer/Gleisbauerin

Auch bekannt als: Gleisbautechniker/in · Rail track builder (m/f)

BerufsfeldBau & Architektur
Dauer3 Jahre
Ausbildungsplätze248

Über den Beruf

Gleisbauer/innen verlegen neue Schienen, richten Weichen aus und halten das Gleisnetz betriebsbereit. Sie vermessen Spurweite und Gleislage mit Messfahrzeugen, Handmessgeräten oder 3-D-Laserscannern, dokumentieren Abweichungen und beseitigen sie sofort. Abgenutzte Schienen, Schwellen oder Kleineisen tauschen sie aus, füllen und verdichten frischen Schotter und schweißen Schienenstöße. Bei Störfällen arbeiten sie unter hohem Zeitdruck, oft nachts oder in Zugpausen, damit der Verkehr schnell wieder rollt. Leistungsstarke Richt- und Stopfmaschinen, Trennschleifer, Schweißgeräte sowie moderne Bauroboter und Drohnen unterstützen sie dabei. Zusätzlich pflegen sie Bahndämme, Randwege und Entwässerungsanlagen, um die Stabilität der Trasse zu sichern. Jeder Handgriff folgt exakten Lage- und Höhenplänen – kleine Messfehler können hier große Folgen haben.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Gleisbauer/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.519 € brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du zwischen 3.838 € und 5.352 € verdienen.

Wie viel verdient man in der Ausbildung als Gleisbauer/in?

Im ersten Jahr verdienst du rund 1.133 € brutto pro Monat, im zweiten 1.283 € und im dritten 1.448 €. Durchschnittlich liegst du damit bei etwa 1.278 € über alle Lehrjahre hinweg.

Wie lange dauert die Ausbildung zur Gleisbauer/in?

Die duale Ausbildung dauert regulär 3 Jahre.

Ist der Beruf als Gleisbauer/in körperlich anstrengend?

Ja – der Job fordert Muskeln und Ausdauer. Du hebst schwere Schienen, arbeitest oft in gebückter Haltung, spürst Vibrationen von Maschinen und stehst bei Hitze, Kälte oder Regen im Gleisbereich. Ein gutes Sehvermögen, robuste Gesundheit und kräftige Arme sowie Hände sind daher wichtig.

Wie sind die Berufsaussichten als Gleisbauer/in?

Die Berufsaussichten als Gleisbauer/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was Bewerber/innen entgegenkommt. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch weitere Jobs frei werden. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040, was das Wachstum etwas dämpft.

Welche digitalen Skills braucht man als Gleisbauer/in?

Digitale Vermessungs- und Inspektionsverfahren gehören längst zum Alltag. Du solltest 3-D-Laserscanner bedienen, Drohnendaten auswerten, Bauroboter steuern und Exoskelette richtig einsetzen können.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Gleisbauer/in?

Du arbeitest auf offenen Baustellen entlang der Schienen und bist Maschinenlärm, Vibrationen sowie jeder Witterung ausgesetzt. Schutzkleidung wie Warnweste, Helm, Sicherheitsschuhe und Gehörschutz ist Pflicht, ebenso der sichere Umgang mit Schweißgeräten, Trennschleifern und Schmierstoffen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Gleisbauer/innen?

Lehrgänge in Gleisbau oder Tiefbau vertiefen dein Fachwissen. Zusätzliche Kurse in Beton- und Stahlbetonbau, Schweiß- und Trenntechniken, Baumaschinenführung oder Vermessungstechnik halten dich technisch auf dem neuesten Stand.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es für Gleisbauer/innen?

Mit einigen Jahren Praxis kannst du die Prüfung zur/zum Gleisbaumeister/in (Bachelor Professional für Gleisbau) ablegen und Baustellen leiten. Alternativ bringen dich Abschlüsse als Techniker/in Bautechnik – Schwerpunkt Tiefbau oder als Werkpolier/in Tiefbau in Führungspositionen. Ein Bachelor- oder Masterstudium im Bauingenieurwesen eröffnet dir Karrierewege in Planung und Projektsteuerung.

248 Ausbildungsplätze ansehen