Straßenbauer/Straßenbauerin
Auch bekannt als: Strassenbauer/in · Road builder (m/f)
Über den Beruf
Straßenbauer/innen bauen und sanieren Haupt- und Nebenstraßen, Rad- und Gehwege, Plätze sowie Start- und Landebahnen. Sie vermessen das Gelände, stecken Spurverläufe ab und sichern die Baustelle mit Absperrungen und mobilen Ampeln. Mit Baggern, Raupen und Walzen lösen, transportieren, planieren und verdichten sie Bodenmassen. Auf den verdichteten Untergrund schütten sie Schotter, Frostschutzkies und hydraulisch gebundene Tragschichten, bevor sie Asphalt- oder Betonfertiger einsetzen, um die Deckschicht maschinell aufzubringen. Kurven, Einfahrten und Fußgängerbereiche pflastern sie von Hand, setzen Bordsteine und verlegen Entwässerungsrinnen. Für Reparaturen fräsen sie schadhafte Beläge ab und bringen frisches Mischgut ein. 3-D-Laserscanner, Aufmaß-Apps und erste Bauroboter unterstützen dabei Vermessung, Dokumentation und Materialauftrag. Abschließend prüfen sie Ebenheit und Tragfähigkeit, damit die neue Fahrbahn den Verkehr dauerhaft trägt.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Straßenbauer/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.030 € brutto im Monat. Mit zunehmender Erfahrung und je nach Region kannst du zwischen 3.519 € und 4.521 € verdienen.
Wie viel verdient man in der Ausbildung als Straßenbauer/in?
Während deiner Ausbildung bekommst du durchschnittlich 1.325 € brutto im Monat. Im ersten Jahr sind es rund 1.084 €, im zweiten 1.286 € und im dritten etwa 1.522 €.
Wie lange dauert die Ausbildung als Straßenbauer/in?
Die duale Ausbildung dauert 3 Jahre. In dieser Zeit lernst du abwechselnd im Betrieb und in der Berufsschule.
Ist der Beruf als Straßenbauer/in körperlich anstrengend?
Ja, er fordert deinen Körper stark. Du hebst schwere Baustoffe, verlegst Pflaster oft in gebückter Haltung und arbeitest viele Stunden im Freien – dafür brauchst du kräftige Arme, gesunde Gelenke und Ausdauer.
Wie sind die Berufsaussichten als Straßenbauer/in?
Die Berufsaussichten als Straßenbauer/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen lassen sich schwer besetzen, was deine Chancen erhöht. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Jobs frei werden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040 leicht, daher bleiben Mobilität und Weiterbildung wichtig.
Welche digitalen Skills braucht man als Straßenbauer/in?
Digitale Vermessung per 3-D-Laserscan, mobile Software für Planung und Aufmaß sowie erste autonome Bauhilfsroboter gehören inzwischen zum Alltag auf der Baustelle. Du solltest deshalb mit Bau-Apps umgehen können, Messdaten auswerten und neue Maschinen einstellen oder überwachen.
Kann man sich als Straßenbauer/in selbständig machen?
Ja, das ist möglich. Mit bestandener Meisterprüfung kannst du dich in die Handwerksrolle eintragen lassen und ein eigenes Straßenbauunternehmen gründen. Für einen Industriebetrieb im Tiefbau ist zwar keine Meisterpflicht vorgeschrieben, aber betriebswirtschaftliches Know-how und Versicherungen sind unerlässlich.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Straßenbauer/innen?
Fachkurse in Straßen- oder Pflasterbau, Tiefbau, Beton- und Stahlbetonbau, Baumaschinenführung, Vermessungstechnik oder Bauschadensanierung vertiefen dein Wissen. Solche Schulungen bereiten dich auf verantwortungsvollere Aufgaben vor und können dein Gehalt steigern.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Straßenbauer/in?
Du kannst zur/zum Straßenbauermeister/in (Bachelor Professional) oder Werkpolier/in Tiefbau aufsteigen und komplette Baustellen verantworten. Eine Technikerausbildung in Bautechnik mit Schwerpunkt Tiefbau eröffnet weitere Führungspositionen.
