Tiefbaufacharbeiter/Tiefbaufacharbeiterin Schwerpunkt Brunnen- und Spezialtiefbauarbeiten – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Tiefbaufacharbeiter/Tiefbaufacharbeiterin Schwerpunkt Brunnen- und Spezialtiefbauarbeiten

Auch bekannt als: Grundbaupraktiker/in · Tiefbauer/in

BerufsfeldBau & Architektur
Dauer2 Jahre
Ausbildungsplätze89

Über den Beruf

Tiefbaufacharbeiter/innen mit dem Schwerpunkt Brunnen- und Spezialtiefbauarbeiten bohren in den Untergrund, erkunden den Baugrund und schaffen Platz für Fundamente und Tunnel. Sie richten die Baustelle ein, sichern Gruben ab und wählen geeignete Bohrköpfe für Sand, Kies oder Fels. Während der Bohrung entnehmen sie Bodenproben und protokollieren jede Schicht. Anschließend verrohren und dichten sie Bohrlöcher, füllen Filter- und Kiespackungen ein und bauen Brunnenschächte aus Fertigteilen auf. Um Grundwasser abzusenken oder Trinkwasser zu fördern, montieren sie Pumpen und Druckkessel und installieren Sensoren zur Pegelüberwachung. Auch beim Ausbau von Baugruben setzen sie Anker oder Pfähle, leiten Wasser ab und verdichten den Boden. Moderne 3-D-Laserscanner, autonome Bohrgeräte und Exoskelette unterstützen sie dabei, einen sicheren Untergrund für Gebäude, Straßen und Tunnel zu schaffen.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung in Industrie und Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer2 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Tiefbaufacharbeiter/in?

Tiefbaufacharbeiter/innen kommen typischerweise auf rund 3.973 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Branche und Region kann das Monatsgehalt zwischen 3.305 € und 4.736 € schwanken.

Wie lange dauert die Ausbildung als Tiefbaufacharbeiter/in?

Die duale Ausbildung ist auf 2 Jahre ausgelegt. Nach der Abschlussprüfung kannst du dich bei Bedarf in einem dritten Lehrjahr weiterqualifizieren.

Ist der Beruf als Tiefbaufacharbeiter/in körperlich anstrengend?

Baugruben ausheben, schwere Rohre bewegen und Montagearbeiten in der Hocke erfordern viel Kraft und Beweglichkeit. Eine belastbare Wirbelsäule, starke Arme und ein guter Kreislauf sind daher wichtig. Auch Ausdauer zählt, weil du oft ganztägig draußen unter wechselnden Wetterbedingungen arbeitest.

Wie sind die Berufsaussichten als Tiefbaufacharbeiter/in?

Die Berufsaussichten als Tiefbaufacharbeiter/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040, sodass langfristig weniger neue Jobs entstehen.

Welche digitalen Skills braucht man als Tiefbaufacharbeiter/in?

Im Spezialtiefbau werden digitale Helfer immer wichtiger. Du solltest Bauroboter, ferngesteuerte Tauchroboter und Wartungs- sowie Instandhaltungsroboter bedienen können. Auch Augmented-Reality-Apps, die unterirdische Leitungen live auf dem Tablet anzeigen, halten Einzug auf der Baustelle.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Tiefbaufacharbeiter/in?

Hitze, Regen, Staub, starker Lärm und Vibrationen gehören dabei ebenso zum Alltag wie Schutzhelm, Sicherheitsschuhe und Gehörschutz. Wer empfindlich auf Kälte oder dauerhafte Erschütterungen reagiert, sollte diesen Faktor einplanen.

Womit arbeitet man als Tiefbaufacharbeiter/in?

Zum Alltag gehören schwere Erdbewegungsmaschinen und fahrbare Bohranlagen ebenso wie handgeführte Werkzeuge wie Wasserpumpenzangen. Du nutzt außerdem Pumpen, Druckkesselanlagen, Mess- und Prüfgeräte und dokumentierst alles in Bauplänen oder Bohrprotokollen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Tiefbaufacharbeiter/in?

Nach der Gesellenzeit kannst du dein Wissen in Lehrgängen vertiefen, etwa in Rohrleitungsbau, Beton- und Stahlbetonbau oder moderner Baumaschinenführung. Solche Kurse halten dich technisch auf dem neuesten Stand und öffnen Türen zu verantwortungsvolleren Aufgaben.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Tiefbaufacharbeiter/in?

Du kannst die Ausbildung um ein drittes Lehrjahr erweitern und die Prüfung als Brunnenbauer/in oder Spezialtiefbauer/in ablegen. Danach stehen dir Fortbildungen zum/zur Brunnenbauermeister/in (Bachelor Professional), Polier/in im Tiefbau oder Techniker/in für Bautechnik mit Schwerpunkt Tiefbau offen.

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