Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Wirtschaftstechnik/Bachelor Professional in Technik
Über den Beruf
Wirtschaftstechniker/innen verbinden technisches Know-how mit betriebswirtschaftlichem Denken. Sie analysieren Produktionsprozesse, ermitteln Schwachstellen und entwickeln Konzepte, die Anlagen besser auslasten und Kosten senken. In der Fertigungsplanung legen sie Stückzahlen, Kapazitäten und Materialflüsse fest und steuern die Umsetzung über ERP- und Echtzeitdatensysteme. Gleichzeitig erstellen sie Kalkulationen, formulieren Angebote, führen Preisverhandlungen und arbeiten Verträge aus. Im Vertrieb pflegen sie bestehende Kundenkontakte und gewinnen neue Auftraggeber im In- und Ausland. In Controlling und Rechnungswesen organisieren sie die Buchführung, erstellen Bilanzen und überwachen Kennzahlen. Auch Personal- und Materialwirtschaft zählen zum Alltag: Sie planen Schichten, leiten Mitarbeiter/innen an und sichern rechtzeitige Beschaffung von Rohstoffen. Am Ende steht ein reibungsloser Ablauf, der Technik und Wirtschaftlichkeit gezielt zusammenführt.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Abschluss einer Fachschule im Bereich Technik
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Wirtschaftstechniker/in?
Wirtschaftstechniker/innen verdienen typischerweise 5.438 € brutto im Monat. Mit wachsender Erfahrung und je nach Branche bewegt sich die Spanne meist zwischen 4.325 € und 6.821 €.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Wirtschaftstechniker/in?
Die Weiterbildung zum/zur staatlich geprüften Techniker/in der Fachrichtung Wirtschaftstechnik dauert in Vollzeit etwa 6 Monate bis 2 Jahre. In Teilzeit kann sie sich verlängern, weil der Unterricht auf mehrere Abende oder Wochenenden verteilt wird.
Wie sind die Berufsaussichten als Wirtschaftstechniker/in?
Die Berufsaussichten als Wirtschaftstechniker/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was Jobsuchenden entgegenkommt. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, weil Arbeitgeber länger suchen müssen. Allerdings schrumpft die Beschäftigung insgesamt bis 2040, und es gibt weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen.
Welche digitalen Skills braucht man als Wirtschaftstechniker/in?
Wirtschaftstechniker/innen nutzen digitale Werkzeuge, um Abläufe transparent zu machen und zu steuern. Gefragt sind Kenntnisse in 3-D-Simulationen, Business-Process-Management-Systemen, Auto-ID-Technologien und vernetzten Produktionsanlagen mit Cobots. Auch der sichere Umgang mit Dokumentenmanagement- und ERP-Systemen gehört zum Handwerkszeug.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Wirtschaftstechniker/in?
Die Arbeitsbedingungen sind abwechslungsreich, aber anspruchsvoll. Neben längerer Bildschirmarbeit wechselst du zwischen Büro, Fertigungshalle, Werkstatt und Kundenterminen. Dienstreisen – auch ins Ausland – kommen regelmäßig vor, und oft trägst du Personalverantwortung, etwa wenn du Teams anleitest oder Auszubildende betreust.
Womit arbeitet man als Wirtschaftstechniker/in?
Du hast betriebswirtschaftliche Analysen, Kalkulationen oder Verträge auf dem Bildschirm und greifst dafür auf PC, Telefon und Internetzugang zurück. Preis- und Warenlisten, Kapazitätspläne oder Werbematerialien gehören ebenfalls zu den täglichen Unterlagen.
Kann man sich als Wirtschaftstechniker/in selbständig machen?
Ja, das ist möglich. Viele gründen Dienstleistungs- oder Handelsbetriebe, etwa als Beratungsfirma für Produktionsoptimierung oder als technischer Vertriebspartner.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Wirtschaftstechniker/in?
Um fachlich am Ball zu bleiben, stehen dir zahlreiche Seminare offen. Beliebt sind REFA-Lehrgänge zu Arbeitsstudium und Prozessoptimierung, Kurse in Planung und Steuerung oder technischem Vertrieb sowie Schulungen rund um Materialwirtschaft, Einkauf und Fertigungstechnik.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Wirtschaftstechniker/in?
Mit etwas Berufserfahrung kannst du dich zur Fachkraft für Arbeitssicherheit weiterqualifizieren und so Verantwortung für Arbeits- und Gesundheitsschutz übernehmen. Ein weiterer Schritt ist Beide Wege erweitern dein Kompetenzprofil und öffnen Türen zu Leitungsfunktionen.
