Produktionstechnik (Bachelor) – Arbeitsumfeld
Studium

Produktionstechnik (Bachelor)

Auch bekannt als: Produktionsingenieur/in · Fertigungsingenieur/inManufacturing engineer (m/f)Production planner (m/f) ·

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Büroräumen · in Testlabors und an Prüfständen · in Produktionshallen · in Besprechungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer3-4 Jahre
Studiengänge642

Über den Beruf

Produktionsingenieur/innen planen Fertigungsprozesse, richten neue Anlagen ein und verbessern laufende Abläufe. Sie kalkulieren Material, Maschinenpark und Personal, erstellen Terminpläne und passen diese bei Bedarf an. Mithilfe von ERP-Systemen, 3-D-Simulationen oder digitalen Zwillingen testen sie Produktionsschritte virtuell, bevor sie auf der Linie umgesetzt werden. Treten Cobots oder additive Fertigung (3-D-Druck) zum Einsatz, wählen sie geeignete Verfahren, erstellen Kostenrechnungen und programmieren die Abläufe. Während der Inbetriebnahme stellen sie Spannungen, Geschwindigkeiten oder Druckwerte exakt ein und überzeugen Kundinnen und Kunden mit einem reibungslosen Start. Im laufenden Betrieb definieren und kontrollieren sie Qualitätsstandards, analysieren Fehlerquellen mit FMEA oder Ishikawa-Methoden und leiten Verbesserungsmaßnahmen ein. Sie schulen Mitarbeitende, koordinieren Fremdfertigungen im Ausland und dokumentieren alle Ergebnisse in Berichten oder Forschungsbeiträgen.

Ausbildung & Zugang

BerufstypGrundständiges Studium
AusbildungsartUniversität, Fachhochschule, Berufsakademie
Dauer3-4 Jahre
Zugangsvoraussetzungen5
  • Hochschulreife oder ggf. fachgebundene Hochschulreife
  • Oder Fachhochschulreife
  • Oder als gleichwertig anerkanntes Zeugnis des Bundeslandes, z.B. vom Kultusministerium
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Bei dualen Studiengängen i.d.R. Ausbildungs-, Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit einem geeigneten Unternehmen

Passende Studiengänge642

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Produktionsingenieur/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.438 € brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du zwischen 4.325 € und 6.821 € verdienen.

Wie lange dauert das Studium in Produktionstechnik?

Das Bachelorstudium in Produktionstechnik dauert je nach Hochschule 3 bis 4 Jahre. In dieser Zeit erwirbst du sowohl ingenieurwissenschaftliche Grundlagen als auch spezielles Know-how rund um Fertigung und Produktionsplanung.

Welche Schulfächer sind wichtig für Produktionstechnik?

Für das Studium sind vor allem Mathematik, Physik, Informatik, Englisch sowie Wirtschaft/Recht wichtig. Gute Kenntnisse erleichtern dir Formeln, Programmcode und betriebswirtschaftliche Kalkulationen zu verstehen.

Wie sind die Berufsaussichten als Produktionsingenieur/in?

Die Berufsaussichten als Produktionsingenieur/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Bis 2040 sinkt zudem die Konkurrenz unter Bewerber/innen, weil Arbeitgeber länger suchen müssen. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040, und es gibt weniger Altersabgänge als in anderen Berufen.

Welche digitalen Skills braucht man als Produktionsingenieur/in?

Im Berufsalltag brauchst du ausgeprägte digitale Kompetenzen. Du arbeitest zum Beispiel mit 3-D-Simulationen, Additiver Fertigung (3-D-Druck) und Apps zur Anlagenüberwachung, vermisst Produktionslinien per 3-D-Laserscan und steuerst Cobots oder Anlagen über Augmented-Reality-Anwendungen. Auch Systeme wie Business-Process-Management-Software oder Auto-ID-Lösungen gehören zum Werkzeugkasten.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Produktionsingenieur/in?

Die Arbeitsbedingungen wechseln zwischen Büroräumen und Produktionshallen. Du trägst Personalverantwortung, überwachst komplexe Maschinen unter Lärm und musst dich bei Schichtbetrieb an die Produktionsrhythmen des Unternehmens anpassen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Produktionsingenieur/in?

Nach dem Studium kannst du dich etwa in Produktions- und Fertigungstechnik, Automatisierungssystemen, Projektmanagement oder Elektrotechnik weiterbilden. Solche Kurse halten dein Fachwissen aktuell und eröffnen dir den Weg zu Spezial- oder Führungsaufgaben.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Produktionsingenieur/in?

Aufstieg gelingt häufig über zusätzliche Qualifikationen. Eine Option ist die Aufstiegsweiterbildung zum/zur REFA-Ingenieur/in für Industrial Engineering. Mit einem Master in Produktionstechnik oder Technologiemanagement kannst du Entwicklungs- oder Leitungspositionen ansteuern. Für eine Karriere in Forschung und Lehre folgt oft eine Promotion, später eventuell eine Habilitation.

Gibt es ein duales Studium für Produktionstechnik?

Ja. Produktionstechnik wird an mehreren Hochschulen als duales Studium angeboten, meist ausbildungs- oder praxisintegrierend. So verknüpfst du Vorlesungen mit längeren Praxisphasen oder einer parallelen Berufsausbildung im Partnerunternehmen.

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