Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Künstliche Intelligenz/Bachelor Professional in Technik
Auch bekannt als: KI-Techniker/in
Über den Beruf
KI-Techniker/innen analysieren Produktions- und Geschäftsprozesse, erfassen aussagekräftige Daten und bereiten sie für maschinelles Lernen auf. Sie identifizieren Aufgaben, bei denen künstliche Intelligenz Zeit, Kosten oder Qualität optimieren kann, und prüfen deren wirtschaftliche Machbarkeit. Passend zum Einsatzfall wählen sie Verfahren wie neuronale Netze, modellieren Trainingsdatensätze und trainieren Algorithmen etwa für Sprach- oder Bilderkennung. Nach dem Test integrieren sie die Anwendung in bestehende IT-Systeme, überwachen die Performance dauerhaft und verbessern Modelle mit neuen Daten oder Nutzerfeedback. Dabei koordinieren sie agile Teams, steuern Budgets und achten auf Datenschutz. Kunden und Fachabteilungen erhalten von ihnen praxisnahe Beratung zu Chancen und Grenzen der Technologie. So wird KI vom Konzept zur nutzbaren Lösung im Unternehmen.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen2
- I.d.R. Abschluss in einem einschlägigen anerkannten Ausbildungsberuf
- Zusätzlich Berufspraxis
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als KI-Techniker/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 6.913 € brutto im Monat. In Einstiegspositionen kannst du mit rund 5.559 € rechnen, mit wachsender Erfahrung sind deutlich höhere Beträge möglich.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur KI-Techniker/in?
Die Fachschul-Weiterbildung dauert in Vollzeit 2 Jahre. Danach trägst du den Titel „Staatlich geprüfte/r Techniker/in Fachrichtung Künstliche Intelligenz“ beziehungsweise „Bachelor Professional in Technik“.
Welche Schulfächer sind wichtig für KI-Techniker/innen?
Wichtige Schulfächer sind Informatik, Wirtschaft/Recht sowie Deutsch und Englisch. Informatik liefert die Programmiergrundlagen, Wirtschaft/Recht hilft bei der Kosten- und Datenschutzbewertung von Projekten, und Fremdsprachenkenntnisse erleichtern das Arbeiten mit englischsprachiger Fachliteratur.
Wie sind die Berufsaussichten als KI-Techniker/in?
Die Berufsaussichten als KI-Techniker/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch, offene Stellen sind schwer zu besetzen – ein Pluspunkt für Bewerber. Zudem sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, weil Arbeitgeber länger suchen müssen. Allerdings fallen im Vergleich zu anderen Berufen weniger Altersabgänge an, sodass hier etwas weniger Stellen frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als KI-Techniker/in?
Für den Beruf werden fundierte digitale Kompetenzen rund um Künstliche Intelligenz erwartet. Du solltest Methoden wie Affective Computing, Bilderkennung, Chatbots oder Cognitive Computing beherrschen und den Einsatz von KI-gestützten BI- oder BPM-Systemen planen können. Know-how im Umgang mit Data Lakes und Data Warehouses hilft dir, große Datenmengen bereitzustellen und zu analysieren.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als KI-Techniker/in?
Die Tätigkeit spielt sich überwiegend am Bildschirm und in Büro- oder Besprechungsräumen ab. Du entwickelst KI-Anwendungen, stehst in engem Kundenkontakt und trägst Personalverantwortung, wenn du Aufgaben im Team verteilst. Gelegentlich überwachst du auch cyberphysische Systeme, die per KI gesteuert werden.
Kann man sich als KI-Techniker/in selbständig machen?
Eine Selbständigkeit ist möglich, etwa mit einem eigenen Beratungsunternehmen für digitale Transformation und KI. Fachverbände wie die Gesellschaft für Informatik unterstützen dich mit Gründungswissen und Netzwerken.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als KI-Techniker/in?
Du kannst dein Profil durch Lehrgänge in Projekt- oder Prozessmanagement, IT-Sicherheit, Datenschutz oder Qualitätsmanagement schärfen. Solche Kurse vertiefen Fachwissen und bereiten dich auf Führungsaufgaben oder spezialisierte Fachrollen vor.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als KI-Techniker/in?
Für den Karrieresprung bietet sich die Aufstiegsfortbildung zum/zur Technische/n Betriebswirt/in an, um stärker in strategische und betriebswirtschaftliche Aufgaben einzusteigen.
