SPS-Fachkraft
Auch bekannt als: Fachkraft für speicherprogrammierbare Maschinensteuerung · Fachkraft für speicherprogrammierbare Steuerung · SPS-Programmierer/in
Über den Beruf
SPS-Fachkräfte entwerfen und programmieren speicherprogrammierbare Steuerungen, mit denen Roboter, Werkzeugmaschinen oder Förderanlagen präzise Abläufe ausführen. Sie wählen Sensoren, Aktoren und Prozessoren nach technischen und wirtschaftlichen Kriterien aus, erstellen Stromlauf- und Klemmenpläne und legen Maschinenbelegungen fest. Anschließend bauen sie die Steuerung zusammen, messen Signale, spielen Programme ein und testen jede Funktion. Treten Störungen auf, grenzen sie die Fehler mithilfe von Diagnosetools ein, tauschen Baugruppen oder passen den Code an und dokumentieren alle Schritte im Wartungssystem. Bei Umbauten oder Erweiterungen beraten sie Kunden zu geeigneten Hard- und Softwarelösungen und planen die Arbeitsverteilung im Projektteam. Erst wenn Messprotokolle und Echtzeitdaten stimmen, geht die Anlage wieder in den automatischen Betrieb.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Abgeschlossene Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf
Stellenangebote
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als SPS-Fachkraft?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.143 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Branche und Region kannst du zwischen 4.201 € und 6.326 € verdienen.
Wie lange dauert die Weiterbildung zur SPS-Fachkraft?
Die Weiterbildung hat keine verbindliche Standarddauer. Sie richtet sich nach dem Bildungsanbieter und deiner Lernform; Vollzeitkurse sind kompakter, während berufsbegleitende Teilzeitlehrgänge sich entsprechend länger ziehen können.
Ist der Beruf als SPS-Fachkraft körperlich anstrengend?
Hauptsächlich brauchst du funktionstüchtige Arme und Hände, um Steuerungen zu montieren, zu warten oder zu reparieren. Größere körperliche Belastungen wie schweres Heben treten nur gelegentlich auf, weil viele Aufgaben an Steuerpulten oder am PC erledigt werden.
Wie sind die Berufsaussichten als SPS-Fachkraft?
Die Berufsaussichten als SPS-Fachkraft sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen erhöht. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040. Allerdings gibt es weniger Altersabgänge als in manchen anderen Berufen, sodass hier weniger Stellen durch Ruhestand frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als SPS-Fachkraft?
Gute digitale Skills sind Pflicht: Du arbeitest mit Echtzeitdatensystemen, richtest Maschine-zu-Maschine-Kommunikation ein und programmierst Embedded Systems. Außerdem musst du CAM-Software, Dokumentenmanagementsysteme und Augmented-Reality-Tools sicher bedienen, um Wartungspläne oder Fehlersuchen digital abzuwickeln.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als SPS-Fachkraft?
Die Arbeit wechselt zwischen Bildschirmtätigkeit im Büro und praktischen Einsätzen in Werkstätten oder Produktionshallen. Du hast Kundenkontakt, nimmst Anlagen in Betrieb und führst Wartungen durch, wobei handwerkliche Arbeiten anfallen können. In vielen Betrieben gehören Bereitschafts- oder Rufdienste dazu, damit Ausfälle schnell behoben werden.
Womit arbeitet man als SPS-Fachkraft?
Im Einsatz sind Hochregal-, Palettier-, Versuchs- oder NC/CNC-Anlagen sowie Sensoren, Aktuatoren und Prozessorbaugruppen. Du nutzt Platinen, Speicher- und Zählbausteine, erstellst digitale Stromlauf- und Maschinenbelegungspläne und wertest Prüf- und Messdaten am PC aus. Zur Büroausstattung gehören Internetzugang und Telefon für die Abstimmung mit Kolleginnen und Kunden.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für SPS-Fachkräfte?
Du kannst dein Profil beispielsweise mit Kursen in SPS-Programmierung, Robotik oder weiterführender Automatisierungstechnik schärfen. Lehrgänge zu CAM/CIM-Technik, elektrischer Mess- und Regelungstechnik oder IT-Projektmanagement öffnen dir den Weg zu komplexeren Projekten. Wer häufiger mit Kunden arbeitet, profitiert von Schulungen in Kundenservice oder CRM.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als SPS-Fachkraft?
Ein nächster Karriereschritt ist die Aufstiegsweiterbildung zum/zur Techniker/in für Elektrotechnik mit Schwerpunkt Automatisierungstechnik – auch als Bachelor Professional in Technik anerkannt. Darüber hinaus kannst du mit einem Bachelor- oder Masterstudium in Produktionstechnik oder Automatisierungstechnik in Projektleitung, Entwicklung oder Management aufsteigen.
