Geprüfter Restaurator im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk/Geprüfte Restauratorin im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk - Master Professional für Restaurierung im Handwerk
Auch bekannt als: Steinrestaurator/in · Master (m/f) Professional in Restoration in the craft trades sector
Über den Beruf
Restauratoren und Restauratorinnen im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk analysieren beschädigte Skulpturen, Fassaden oder Kapitelle und ordnen sie kunst- und kulturgeschichtlich ein. Auf Basis detaillierter Zustands- und Schadensanalysen wählen sie Materialien und Verfahren für Konservierung oder Wiederaufbau, entscheiden zwischen manuellem Behauen, Ergänzungen aus Steinersatzstoff oder modernen Schleif- und Poliertechniken. Sie planen Restaurierungsabläufe, kalkulieren Kosten, erstellen Ausschreibungen und organisieren Termine sowie Personal. Auf der Baustelle leiten sie Teams, fertigen Schablonen oder Vorrichtungen, legen originale Oberflächen frei, befestigen Bauteile mit Klammer- oder Dübelverbindungen und schützen den Stein vor zukünftigen Schäden. 3-D-Laserscanning, Aufmaß-Apps und digitale Dokumentationssysteme helfen beim Vermessen und Festhalten jedes Arbeitsschritts. Abschließend beraten sie Auftraggeber zu Klima, Pflege und langfristigem Erhalt der restaurierten Objekte.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- I.d.R. bestandene Meisterprüfung im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Restaurator/in im Steinmetzhandwerk?
Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 51.804 € und 63.672 € pro Jahr. Tarifverträge gelten vor allem im Bau- und Handwerksbereich – dein tatsächliches Einkommen kann je nach Auftragslage, Region und ob du angestellt oder selbständig bist variieren.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Restaurator/in im Steinmetzhandwerk?
Die Weiterbildung hat keine feste Standardlänge; sie richtet sich nach Bildungsträger, Unterrichtsform und deinem Zeitmodell. Vollzeitangebote enden schneller, während Teilzeit- oder Onlineformate mehr Flexibilität, aber auch mehr Zeitbedarf bedeuten. Am Schluss steht in jedem Fall die Prüfung der Handwerkskammer.
Ist der Beruf als Restaurator/in im Steinmetzhandwerk körperlich anstrengend?
Der Beruf ist körperlich fordernd. Du arbeitest oft gebückt oder kniend, hebst schwere Steinblöcke und benötigst kräftige Arme, Rücken und eine gute Ausdauer für vibrierende Sägen oder Pressluftmeißel. Schwindelfreiheit ist wichtig, weil Einsätze auf Gerüsten in großer Höhe dazugehören.
Wie sind die Berufsaussichten als Restaurator/in im Steinmetzhandwerk?
Die Berufsaussichten als Restaurator/in im Steinmetzhandwerk sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen lassen sich nur schwer besetzen, was deine Jobchancen erhöht. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, Arbeitgeber müssen länger suchen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Allerdings geht die Gesamtbeschäftigung im Berufsfeld bis 2040 etwas zurück.
Welche digitalen Skills braucht man als Restaurator/in im Steinmetzhandwerk?
3-D-Laserscanning ist Standard, um Statuen oder Fassaden millimetergenau zu vermessen und digital zu dokumentieren. Du solltest Aufmaß-Apps nutzen, Restaurierungspläne in Dokumentenmanagementsystemen verwalten und mit Color Readern Steinfarben erfassen können. Datenbrillen mit AR-Ansicht erleichtern zudem die Visualisierung des Originalzustands.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Restaurator/in im Steinmetzhandwerk?
Die Einsatzorte wechseln zwischen Werkstatt, Büro und Baustelle – oft auch in luftigen Höhen auf Gerüsten. Du bedienst Sandstrahl- oder Lasergeräte, trägst Schutzkleidung und hast Verantwortung für wertvolle denkmalgeschützte Objekte sowie dein Team. Kundenkontakt und Abstimmungen mit Denkmalbehörden gehören genauso zum Alltag wie das Risiko von Unfällen durch schweres Heben oder beengte Zwangshaltungen.
Kann man sich als Restaurator/in im Steinmetzhandwerk selbständig machen?
Ja, eine Selbstständigkeit ist möglich. Nach Eintragung in die Handwerksrolle kannst du eine eigene Restaurierungswerkstatt eröffnen und Projekte direkt für Bauherren oder Denkmalbehörden übernehmen. Der Verband der Restauratoren e.V. unterstützt bei Businessplan, Finanzierung und Netzwerken.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Restaurator/in im Steinmetzhandwerk?
Fachspezifische Kurse halten dein Know-how frisch. Lehrgänge zu historischer Materialkunde, Denkmalschutz, Bildhauerei, plastischem Gestalten oder Natursteinverarbeitung vertiefen spezielles Wissen. So erweiterst du dein Leistungsportfolio und bleibst technisch up to date.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Restaurator/in im Steinmetzhandwerk?
Mit Erfahrung kannst du Team- oder Fachbereichsleiter/in werden und Großprojekte eigenständig steuern. Ein Bachelor- oder Masterstudium in Restaurierung oder Bildender Kunst eröffnet Wege in Forschung, Gutachtertätigkeit oder Lehre. Auch die Anerkennung als Sachverständige/r oder die Übernahme von Ausbilderaufgaben verbessern deine Karriereperspektiven.
