Rechtsschutzbeauftragter/Rechtsschutzbeauftragte
Über den Beruf
Rechtsschutzbeauftragte beraten Verbände, Vereine und Beschäftigte bei dienstbezogenen Rechtsfragen. Sie klären Arbeitsunfälle, Disziplinarverfahren oder Haftungsfragen, erläutern Betroffenen und Arbeitgebenden die juristischen Folgen und schlagen verständliche Lösungswege vor. Rechtsschutzanträge prüfen sie auf Erfolgsaussichten und leiten sie bei Bedarf an den Vorstand oder externe Anwälte weiter. In Behörden überwachen sie zudem, ob Gesetze und interne Vorschriften eingehalten werden und mahnen Verstöße an. Sie recherchieren in Gesetzeskommentaren und Urteilsdatenbanken, bewerten die Durchsetzbarkeit von Forderungen und vertreten diese gegenüber Dritten. Abschließend dokumentieren sie jeden Fall in digitalen Akten und aktualisieren die Vorgänge fortlaufend.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Für diese Tätigkeit wird i.d.R. ein Studium vorausgesetzt, meist in Rechtswissenschaft. Alternativ kommt auch eine darauf aufbauende Weiterbildung infrage.
Stellenangebote
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Rechtsschutzbeauftragte/r?
Typischerweise liegt das Einkommen bei rund 5.902 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 5.290 € und 6.599 €. Tarifverträge oder eine Tätigkeit im öffentlichen Dienst können die Höhe zusätzlich beeinflussen.
Wie sind die Berufsaussichten als Rechtsschutzbeauftragte/r?
Die Berufsaussichten als Rechtsschutzbeauftragte/r sind eher schwierig. Bis 2040 steigt die Beschäftigung zwar, was für eine höhere Nachfrage spricht. Der Fachkräftemangel ist jedoch gering, offene Stellen werden schnell besetzt – dadurch wächst die Konkurrenz. Zusätzlich nimmt der Bewerberdruck bis 2040 weiter zu, weil Arbeitgeber leichter Personal finden.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Rechtsschutzbeauftragte/r?
Der Job spielt sich überwiegend in Büros oder im Homeoffice vor dem Bildschirm ab. Du recherchierst viel online, bereitest Unterlagen vor und führst Beratungsgespräche mit Klientinnen und Klienten. Dabei musst du dich laufend in neue Gesetze und Verordnungen einarbeiten und deren Einhaltung dokumentieren.
Womit arbeitet man als Rechtsschutzbeauftragte/r?
Rechtsschutzbeauftragte nutzen Gesetzes- und Urteilssammlungen, Rechtsschutzvorschriften, Unfallberichte und Gutachten. Für die Recherche und Fallverwaltung kommen Rechtsdatenbanken, PCs mit Internetzugang sowie Telefon- und Videokonferenztools zum Einsatz.
Kann man sich als Rechtsschutzbeauftragte/r selbständig machen?
Ja, eine Selbständigkeit ist etwa mit einer eigenen Kanzlei für Rechtsschutzberatung möglich. Dafür brauchst du jedoch die offizielle Erlaubnis zur außergerichtlichen Rechtsberatung.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Rechtsschutzbeauftragte/r?
Fachspezifische Lehrgänge in Arbeits-, Verwaltungs- oder Wirtschaftsrecht halten dein Wissen aktuell. Ergänzend lohnen sich Kurse zu öffentlicher Verwaltung, Datenschutz oder Kanzleimanagement.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Rechtsschutzbeauftragte/r?
Ein Karriereschritt ist die Spezialisierung als Fachanwalt/Fachanwältin, z.B. für Öffentliches Recht. Für Führungspositionen oder eine wissenschaftliche Laufbahn kannst du zusätzlich promovieren oder habilitieren und dich damit für Professuren oder leitende Funktionen qualifizieren.
