Produktentwickler/Produktentwicklerin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Produktentwickler/Produktentwicklerin

Auch bekannt als: Product developer (m/f)

BerufsfeldIT & Digitales
Arbeitsortein Büroräumen · in Versuchs- und Entwicklungslaboratorien · in Besprechungsräumen · bei Kunden/Kundinnen · im Homeoffice bzw. mobil
Offene Stellen213

Über den Beruf

Produktentwickler/innen ersinnen neue Konsum- und Investitionsgüter oder verbessern vorhandene Modelle. Sie analysieren Märkte, Kundenwünsche und technische Trends, erstellen daraus Anforderungs- und Pflichtenhefte und legen Budget sowie Zeitplan eines Projekts fest. Gemeinsam mit Konstrukteur/innen, Designer/innen und Marketing definieren sie Form, Funktion, Materialien und Farbe eines Produkts. Am CAD entwerfen sie Bauteile, simulieren Belastungen mit FEM und fertigen erste Modelle per 3-D-Druck. Anschließend bauen sie Prototypen, prüfen Funktion, Sicherheit und Ergonomie und passen das Konzept an, bis Kosten- und Qualitätsziele erreicht sind. Sie stimmen Produktionsprozesse und Lieferketten ab, wählen Fertigungsstandorte aus und kalkulieren Stückkosten. Auch Produktgrafik und Messeauftritte entstehen unter ihrer Regie. Ist das Produkt serienreif, begleiten sie den Markteintritt und werten Kundenfeedback aus, um weitere Verbesserungen zu starten.

Ausbildung & Zugang

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Produktentwickler/in?

Produktentwickler/innen verdienen typischerweise 7.026 € brutto im Monat. Mit wachsender Erfahrung kannst du auf Einstiegswerte von etwa 5.633 € aufbauen; in leitenden Positionen sind deutlich höhere Bezüge realistisch.

Ist der Beruf als Produktentwickler/in körperlich anstrengend?

Der Beruf ist größtenteils sitzende Bildschirm- und Projektarbeit und damit körperlich wenig belastend. Du solltest jedoch funktionstüchtige Arme und Hände für das Montieren von Prototypen sowie ein gutes Farbsehvermögen für Designentscheidungen mitbringen.

Wie sind die Berufsaussichten als Produktentwickler/in?

Die Berufsaussichten als Produktentwickler/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Außerdem sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, und viele Altersabgänge werden erwartet, sodass weitere Positionen frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Produktentwickler/in?

Für die Arbeit als Produktentwickler/in sind fortgeschrittene digitale Fertigkeiten unerlässlich. Du solltest sicher mit 3-D-Druck, 3-D-Simulation und 3-D-Laserscanning umgehen, Aktorik in Baugruppen einplanen sowie Augmented-Reality-Tools oder Verfahren wie Computed Axial Lithography einsetzen können. Auch das Management digitaler Assets gehört zunehmend zum Job.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Produktentwickler/in?

Produktentwickler/innen arbeiten überwiegend am Computer in Büro-, Labor- oder Werkstattumgebungen und tragen dabei Verantwortung für Budgets, Sachwerte und oft auch Projektteams. Kundenkontakt, die Beachtung technischer Normen und gelegentliche Tests in Produktionshallen gehören ebenso dazu; bei Prototypenläufen kann Mehrarbeit oder Wochenendarbeit anfallen.

Womit arbeitet man als Produktentwickler/in?

Zum täglichen Handwerkszeug gehören CAD- und CAM-Software, PCs mit Internetzugang, Kostentools sowie umfangreiche Markt- und Trendanalysen. Darüber hinaus nutzt du technische Unterlagen, 2-D- und 3-D-Modelle und automatisierte Fertigungscode-Generatoren, um Entwürfe in Maschinenbefehle zu übersetzen.

Kann man sich als Produktentwickler/in selbständig machen?

Eine selbständige Tätigkeit ist möglich. Viele Produktentwickler/innen beraten Unternehmen freiberuflich bei Produktplanung, ‑entwicklung und ‑management.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Produktentwickler/in?

Regelmäßige Weiterbildungen in Forschung und Entwicklung, Marktbeobachtung, Konstruktion oder CAD helfen dir, Fachwissen aktuell zu halten. Zusätzlich kannst du dich beispielsweise in Normung, Werkzeug- oder Fahrzeugtechnik vertiefen, um in Spezialprojekte oder neue Branchen einzusteigen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Produktentwickler/in?

Aufstiegschancen bieten sich durch Spezialisierungen oder höhere akademische Abschlüsse. Beliebt sind etwa Weiterbildungen zum REFA-Ingenieur/in für Industrial Engineering oder ein Masterstudium in Produktentwicklung, Konstruktionstechnik bzw. Produkt- und Industriedesign. Wer in Forschung oder Lehre führen will, kann promovieren und sich mit einer Habilitation für Professuren qualifizieren.

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