Pflegeassistent/Pflegeassistentin – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Pflegeassistent/Pflegeassistentin

Auch bekannt als: Assistent/in Gesundheit und Soziales · Auxiliary nurse (m/f)Healthcare assistant (m/f)Nursing assistant (m/f) ·

BerufsfeldGesundheit & Medizin
Arbeitsortein Patientenzimmern · in Büroräumen und Stationszimmern · in Gemeinschaftsräumen von Heimen und Wohngemeinschaften · in Privatwohnungen pflegebedürftiger Personen
Dauer1-4 Jahre (Vollzeit/Teilzeit)
Ausbildungsplätze526

Über den Beruf

Pflegeassistent/innen unterstützen pflegebedürftige Menschen bei der Grundpflege und entlasten das Pflegefachpersonal. Sie helfen beim Aufstehen, Ankleiden, Waschen, Essen und achten darauf, dass genügend getrunken wird. Bettlägerige lagern sie fachgerecht, legen Kompressionsstrümpfe an und animieren zu kleinen Bewegungen. Im häuslichen Umfeld erledigen sie Einkäufe, halten Wohnräume sauber und begleiten zu Arzt- oder Behördenterminen. Auf Anweisung messen sie Vitalwerte wie Blutdruck, Puls, Temperatur oder Blutzucker, verabreichen Augen- und Ohrentropfen, teilen Medikamente aus oder setzen subkutane Injektionen. Sie beobachten jede Veränderung, dokumentieren alle Maßnahmen elektronisch und informieren das Fachpersonal. In Notfällen leiten sie sofort lebensrettende Maßnahmen ein. Auch die einfühlsame Begleitung schwerstkranker und sterbender Personen sowie ihrer Angehörigen gehört dazu.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAusbildungsberuf
AusbildungsartSchulische Ausbildung an Berufsfachschulen (landesrechtlich geregelt)
Dauer1-4 Jahre (Vollzeit/Teilzeit)
Zugangsvoraussetzungen3
  • I.d.R. Hauptschulabschluss
  • Nachweis über Masernschutz für die praktische Ausbildung in Gemeinschaftseinrichtungen und medizinischen Einrichtungen
  • Je nach Einrichtung ggf. weitere Schutzimpfungen oder Immunitätsnachweise, z.B. gegen Hepatitis A und B

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Pflegeassistent/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.363 € brutto im Monat; je nach Erfahrung und Region kannst du zwischen 2.963 € und 3.942 € verdienen. Tarifverträge, Schichtzulagen und die Trägerschaft der Einrichtung wirken sich zusätzlich auf dein Einkommen aus.

Wie lange dauert die Ausbildung als Pflegeassistent/in?

Die Ausbildung dauert je nach Bundesland, Schule und ob du sie in Voll- oder Teilzeit absolvierst zwischen 1 und 4 Jahren. Informiere dich daher früh, welche Regelungen bei deinem Bildungsanbieter gelten.

Welche Schulfächer sind wichtig für Pflegeassistent/innen?

Ethik, Biologie, Chemie, Deutsch und Mathematik sind die Kernfächer. Sie erleichtern dir den Einstieg, weil du damit medizinische Grundlagen, Kommunikation und Dokumentation sicher beherrschst.

Ist der Beruf als Pflegeassistent/in körperlich anstrengend?

Ja, die Tätigkeit erfordert eine belastbare Wirbelsäule, kräftige Arme und Beine sowie Ausdauer, weil du Patienten umlagerst, mobilisierst und viel im Stehen arbeitest. Zusätzlich solltest du eine robuste Gesundheit haben, da du mit Infektionsrisiken, Schutzausrüstung und teilweise wechselnden Temperaturen umgehen musst.

Wie sind die Berufsaussichten als Pflegeassistent/in?

Die Berufsaussichten als Pflegeassistent/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch, offene Stellen sind schwer zu besetzen – das ist vorteilhaft für Bewerber. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern, weil Arbeitgeber länger nach Personal suchen. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch weitere Stellen frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Pflegeassistent/in?

Du solltest mit elektronischer Pflegedokumentation und der elektronischen Patientenakte umgehen können. Kenntnisse in Krankenhausinformationssystemen, Telecare-Lösungen sowie der Einsatz von AAL-Technik oder Exoskeletten beim Heben von Patienten erleichtern den Arbeitsalltag erheblich.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Pflegeassistent/in?

Der Job findet häufig in Schichtdienst mit Früh-, Spät- und Nachtdiensten statt und beinhaltet engen Körperkontakt sowie die Arbeit mit Schutzkleidung. Du nutzt medizinische Geräte, musst Hygienestandards einhalten und trägst hohe Verantwortung für pflegebedürftige Personen.

Womit arbeitet man als Pflegeassistent/in?

Zum Arbeitsalltag gehören Blutdruck- und Blutzuckermessgeräte, Fieberthermometer, Rollstühle, Gehhilfen und Kompressionsstrümpfe. Außerdem setzt du Desinfektionsmittel, Körperpflegemittel, Küchen- und Reinigungsgeräte sowie elektronische Pflegedokumentationen und Patientenakten ein.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Pflegeassistent/innen?

Du kannst dich unter anderem in Wundmanagement, Palliativ- und Schmerzpflege, ambulante Pflege, Haus- und Familienpflege oder der Betreuung von Menschen mit Demenz spezialisieren. Solche Kurse erhöhen deine Fachkompetenz und verbessern deine Chancen auf verantwortungsvollere Aufgaben oder ein höheres Gehalt.

526 Ausbildungsplätze ansehen